Nicola

 
Nicola hat 2 Kinder. Sie hatte mit starkem Speichelfluss zusätzlich zur Übelkeit zu kämpfen.Sie überlegt, ob sie dennoch eine dritte Schwangerschaft wagen soll (13.09.2011)
 
Liebe Chrissi, rn rnnun ist mein Sohn schon 4. Monate alt - ich kann es kaum glauben. Vor knapp einem Jahr las ich fast täglich auf deiner Seite um ein bisschen Mut zu bekommen. Es hat mir schon geholfen nur darüber zu lesen, wenn schon meine Umgebung nicht besonders verständnisvoll war. rn rnIch habe zwei Kinder. Wunschkinder wohlgemerkt. Ich wurde bei meiner Tochter, die nun 3 1/2 Jahre alt ist sehr schnell schwanger. "Ein Schuss, ein Treffer" wie mein Mann immer witzelte. Was danach kam, war weniger witzig. Mir wurde schlecht - so ungefähr nach der 5-6 Woche fing es an und wurde immer übler. Ich konnte nix mehr essen, dann auch nix mehr trinken. Ich ernährte mich nur noch von Cola und Schwarztee und hin und wieder etwas Früchtequark oder Joghurt - ach ja - ab und zu machte mich TK Pizza und Mc Kotz an. Ich hatte so ein schlechtes Gewissen gegenüber meinem Baby. Ich konnte oft nur noch denken: was, wenn es dem Baby schadet, weil ich nix essen kann? Ich lag Abends total fertig auf dem Sofa, zwang mich am Schluss sogar zu Schwarztee und Cola. Mir war nur noch übel. Seitens der Frauenärztin kam zuerst der Standard: Das wird besser, sie werden sehen und dann folgten halt die üblichen Vorschläge wie Zwieback, kleine Portionen bla, bla, bla. Besonders schlimm war es auch in der Arbeit - bis zur 12 Woche wollte ich es auf jeden Fall geheim halten - man weiss ja nie. Aber wie macht man das, wenn man ständig aufs Klo zum spucken rennt und kaum mehr was essen kann. Dazu kam noch die ewige Müdigkeit. Allerdings ist meine Umgebung nicht halb so aufmerksam gewesen, wie gedacht. Niemand hat was gemerkt, bis ich endlich das Geheimnis lüftete. Wir fuhren in diesem Sommer nochmal in den Urlaub. Ich versuchte immer was zu essen, landete aber danach sofort auf dem Klo um es schnell wieder los zu werden. Schlimm war auch dieser ewige Speichelfluss - ich konnte meine eigene Spucke nicht mehr schlucken, weil es mich ständig würgte. Ich fühlte mich so elend. Und es blieb mir erhalten - bis zum 7. Monat - danach ging es mir ein bisschen besser - allerdings durft ich nur Miniportionen essen. Meine Ernährung war total weit entfernt von gesund und abwechslungsreich - meine Schuldgefühle grenzenlos. Ich nahm also nur knapp 10 kg zu und wog kurz nach der Geburt wieder genau soviel wie davor. Sogar meine Jeans passten beim Entlassungstag wieder (trotz der Kaiserschnittnarbe). Und sobald ich "entbunden war" - war auch mein Appetit wieder da und es war alles wie vorher - kein Gedanke mehr um Übelkeit. Ich war nur noch am Essen, essen, essen und ich war glücklich endlich wieder trinken zu können. Ich weiss nicht, wieviel ich nach der Geburt verputzt habe, aber mein normales Frühstück war mehr als üppig und vom restlichen KH Essen lies ich nie auch nur einen Krümel über. Zum Glück vergisst man alles so schnell. Wir übten also für Kind Nr. 2. Es klappte diesmal erst nach einem halben Jahr und dann kam Woche Nr. 7 und mir wurde von einem Tag zum anderen wieder kotzübel. Diesmal war es noch schlimmer als bei der ersten SS. Noch dazu musste meine Kleine sehr unter der kranken Mama leiden. Sie hat mich immer aufs Klo begleitet und mir den Rücken gestreichelt. Ich hätte heulen können. Nach knapp 9 Wochen war es so schlimm, das ich kaum noch aus dem Bett kam. Ich ernährte mich wieder nur von Cola und von Salzgebäck und mir war trotzdem pausenlos übel. Diesmal war es auch noch viel schlimmer mit dem Speichel. Ich musste mir - eklig - eine Tasse als Spucknapf neben das Bett stellen - ich konnte einfach nichts davon schlucken. Schlimm war meine Mutter - die spielte es oft so runter - ich wäre quasi ein bisschen hysterisch und sollte mich zusammenreissen - toll - vielen Dank auch. Irgendwie schaffte ich auch diesmal die ersten Monate rumzubringen. Allerdings war ich mir da definitiv sicher: das war das letzte Mal. Geholfen hat mir in der ganz schlimmen Zeit mein Hausarzt - der hat mir zwei Mal eine Infusion gelegt - Kochsalz und Vitamin B - es war wie ein Wunder, denn danach ging es mir sofort viel, viel besser. Mein Sohn kam diesmal ganz normal zur Welt. Er war nur 4 Tage über ET und es lief alles toll. Schon eine Stunde nach der Entbindung habe ich angefangen wieder zu essen und zu trinken. Massenhaft ich verputzte noch im Kreissaal eine Brotzeit und trank einen Liter Mineralwasser und auch die ersten 4 Wochen war ich nur am Essen, essen, essen. Ich habe nicht Mal 6 kg zugenommen gehabt während dieser SS. Meine Mutter hat mich völlig entsetzt angesehen, als ich ihr zum Ende hin erzählt habe, wie wenig ich zunehme. Es folgten wieder Kommentare wie: 'Also wenn das Mal gut geht und mehr in dieser Art. Nun, 4 Monate nach der Geburt bin ich schwer am grübeln, ob ich mir das ganze nochmal vorstellen könnte. Ich weiss es nicht, hätte aber eigentlich immer 3 Kinder haben wollen. Man wird sehen:) rn rnP.S. Ipecacuanha, Nux vomica etc. hat mir überhaupt nicht geholfen - nur die Infusionen brachten Erleichterung. Sollte ich nochmal schwanger werden, dann werde ich mich vom Arzt krank schreiben lassen, werde mir sofort Infusionen geben lassen und auch sonst nicht zögern, mir Hilfe zu holen - aber bei der ersten SS war ich so naiv und habe mich nix getraut und beim zweiten Mal habe ich mich viel zu viel von meiner Mutter beeinflussen lassen. rn rnDanke, das es Deine Seite gibt - sie hat mir viel Mut gemachtrn rnLG Nicolarnrnrn