Nicole

 
Nicole war 3x schwanger.Sie hat die Zweite Schwangerschaft wegen Hyperemesis durch einen Abbruch beendet.In der dritten Schwangerschaft hat ihr \"Remergil\" ganz gut gegen die Übelkeit geholfen (13.01.2012)
 
Hallo Chrissi,rnrnganz kurz meine Story und dann mein Mittel gegen die Übelkeit.rnrnIch habe eine Tochter, gestern 3 Jahre alt geworden. Während der ganzen Schwangerschaft hatte ich Hyperemesis und ich war in verschiedenen Kliniken, alle möglichen Medikamente wurden ausprobiert und ich war sogar 10 Wochen auf einer Psychosomatischen Station. Nichst hat geholfen, man hat mich nur für "verrückt" erklärt und man fand allerlei Gründe in der Beziehung zu meinem Mann, zu meinen Eltern und meiner Schwester, warum meine Schwangerschaft mit unserem Wunschkind so schwierig sei. Es war der Horror, weil ich mich gegen die ganzen Unterstellungen nicht wehren konnte (ich war zu kraftlos). Als die Kleine geboren war, war die Überlkeit von einer Minute auf die andere weg. Wo ich unter den Wehen noch erbrochen habe und völlig abgemagert war, konnte ich nach der Geburt sofort essen.rnNun bin ich durch den wohl größten Fehler meines Lebens nach 10 Monaten wieder schwanger gewesen. Nach dem ersten Schock, war alles gut, denn ich habe mir meine Kinder immer so nah beieinander gewünscht, da ich mit meiner Schwester auch nur 15 Monate Abstand habe. Ich war im Glauben, dass es alles nur besser werden kann, als während der ersten Schwangerschaft. Das war ein Irrglaube, denn schon nach 6 Wochen war ich wieder in der Spirale der Überkeit gefangen und konnte mich nicht mal mehr um unsere Tochter kümmern. Es kam nach weiteren zwei Wochen dann zu einem Abbruch der Schwangerschaft. rnDanach bin ich erst auf die Idee gekommen im Internet zu recherchieren und bin dann schnell auf deine Seite gestoßen. Hier habe ich mich umgeschaut und bin mir immer sicherer geworden, dass ich eine weitere Schwangerschaft riskieren werde, wenn ich alles gut genug vorbereite und die richtigen Ärzte im Vorfeld mobilisiert habe. rnSo ist es auch gekommen. Ich habe am 27.12.2011 unsere zweite Tochter gesund und munter geboren.rnIch habe die ersten 12 Wochen wieder extrem viel gebrochen und bin abgemagert. Bin zu meinen Eltern gezogen und war einige Tage im Krankenhaus. Zum Glück hatte ich eine Frauenärztin, die sich getraut hat, mir nach der 12 Woche auch stärkere Medizin zu geben. Das entscheidende Medikament hat allerdings eine Neurologin im Klinikum Leverkusen gefunden. Ich habe ein Antidepressivum bekommen, welches auch auf das Brechzentrum wirkt. Ich hatte davon gesprochen, dass ich depressiv werde (verständlich, wenn man nur noch brechen muss). Dadurch haben die Ärzte in der Klinik den Kontakt zu der Neurologin hergestellt. rnIch habe ab der 13. SSW Remergil [Wirkstoff Mirtazapin] (15 mg) genommen. Ab dem 7. Monat nur noch 7,5mg und die letzten 5 Wochen vor der Geburt gar nichts mehr. rnAls sich nach und nach der Spiegel des Medikaments aufgebaut hat, ging es mir immer besser. Ich bin dann wieder nach Hause gezogen und konnte mich ganz normal schwanger (das Medikament sah man mir ja nicht an) um unsere Tochter kümmern. Wir sind sogar noch von der Wohnung in unser Eigenheim umgezogen und ich habe alles mitgemacht.rnrnIch weiß nicht, ob das Medikament Folgen für die Entwicklung unserer Tochter hat, aber bis jetzt ist sie kerngesund. Sie hat einen Apgar von 10/10 bei der Geburt einen besseren PH Wert als unsere erste Tochter und ihre Reflexe (die auf neurologische Störungen hinweisen könnten) sind alle ganz normal. Mehr kann ich nach zwei Wochen noch nicht sagen. rnrnIch möchte niemanden ermutigen innerhalb einer Schwangerschaft Medikament zu nehmen, wenn es nicht nötig ist, aber wenn es gar nicht anders geht, dann sind Medikamente besser, als ein womöglicher Abbruch. Ich bin oft traurig, dass man mir nicht schon bei unserer ersten Tochter so gut geholfen hat, dann wäre mein Krümel jetzt auf der Welt. Jetzt haben wir unsere zweite Tochter und sind glücklich, dass die Schwangerschaft die letzten Monate so gut verlaufen ist. rnrnViele Grüße, rnrnNicole rn