Irene

 
Irene hat in der ersten Schwangerschaft Vomex genommen und als Nebenwirkung 13 Wochen (!!) mit Migräne gekämpft.Jetzt in der zweiten Schwangerschaft nimmt sie Agyrax und es geht ihr deutlich besser. (31.10.2013)
 
In meiner ersten Schwangerschaft litt ich ganz extrem 6 Monate an HG und nebenbei 13 Wochen lang an starker Migräne!! Erbrochen bzw. Übelkeit hatte ich bis zur Geburt, aber die letzten 3 Monate konnte ich mich zu Hause übers Wasser halten. Im Kreisssaal hielt ich noch 3x die Kotzschale in der Hand. In dieser SS war ich 5x im KH stationär, immer zwischen 7 und 10 Tagen. Behandelt wurde ich 4x davon mit Kochsalzlösung, Elektrolyte, Vomex und Vitaminen, die für die Chemotherapie bestimmt waren. Im Nachhinein weiß ich, dass ich zu Hause viel zu lange gewartet habe, bevor ich ins KH eingeliefert wurde (1x wurde ich mit dem Krankenwagen geholt, weil ich nicht mehr laufen konnte). Ich habe zu Hause 3 Tage alle 15 Minuten erbrochen. Galle, immer wieder Galle und Sodbrennen. 3 Tage nach der stationären Behandlung ging es mir immerhin soweit besser, dass ich was trinken und Zwieback essen konnte. Selbst mit Tropf habe ich die ersten Tage noch Tag und Nacht gebrochen. Mein Mann war mit den Nerven am Ende, wir hatten parallel noch unser Haus gebaut. Dazu kam noch die Sache, dass ich sehr schlechte Venen habe. Und wenn man nach 3 Tagen Brechen dehydriert im KH ankommt, ist es schwer eine Nadel zu legen, und schon gar nicht, wenn man so zarte Venen hat. Also wurde ich gestochen, mehrmals, ... immer mind. 3x.... das Höchste waren 21 Mal!!! Beim 21. Mal hat es ein Anästhesist geschafft. Ich sah aus wie ein Junkee. Kaum war ich wieder zu Hause, ging es 3 Tage gut und schon hat es wieder von vorne angefangen. Vomex Zäpfchen hatten nur bedingt geholfen. Ich hatte sehr starke Darmschmerzen davon, Muskelschwäche, Atemprobleme und war 2 Stunden "klinisch tot". Ich habe nicht mal das laute Telefon neben meinem Ohr gehört, als meine Mutter mich mehrmals versucht hat zu erreichen. Und so war es jedes Mal. rn rnDann kam im 3. Monat die Zeit, wo die Migräne anfing. Meistens jeden zweiten Tag schlimmer. Ich konnte weder mich bewegen, noch klar denken. Ich hatte oft an Abtreibung gedacht, aber ich wusste auch, dass ich zu feige dazu wäre, ich würde es nicht durchziehen. Also habe ich mich jede Minute "quälen lassen". Gegen Migräne in der Ss wurde mir im KH gesagt, gibt es kein Mittel, was benutzt werden darf. Nur Paracetamol, was mir aber nicht half. Denn gegen Migräne helfen nur die "richtigen" Medikamente. Nach ein paar Wochen hatte ich Paracetamol Zäpfchen 1000mg verschrieben bekommen, die wenigstens den Augeninnendruck ein wenig milderten. rn rnUnd dann, im 5. Monat habe ich das KH auf eigene Gefahr verlassen und bin 200km zu meiner Mutter gefahren bzw. ich wurde von meinem Mann transportiert, mit Kotzschale in der Hand - klar, wie sonst....um dort dann paar Stunden später in deren KH zu landen. Aber da hatte ich wenigstens meine Mutter um mich herum, die morgens kam, um mich zu kämen und zu waschen, mittags um mich zum Essen zu zwingen, abends um meine Heulkrämpfe zu stillen. Sie hat zwar nicht verstanden, wie man sich so ständig erbrechen konnte, aber sie war da und hatte zum Glück dort eine Gyn-Ärztin - eine Bekannte von ihr, die sich um mich gut gekümmert hatte. Und dort habe ich zum ersten Mal ATOSIL-Tropfen bekommen - meine Erlösung!!!!! Das war das Beste was mir passieren konnte. Ich wurde aus dem KH entlassen. Mein Frauenarzt - ein älterer Mann, der nach Meinung der bekannten Gyn meiner Mutter, wohl nie auf einer Fortbildung gewesen sei - war natürlich strikt gegen diese Atosil-Tropfen. Er war allgemein der Meinung, dass ich nicht arbeiten gehen möchte, weil ich schwanger bin, aber schwanger sein bedeutet ja, man ist nicht krank.... rnUnd so ging es mir ab dem 6. Monat besser, ich habe diese Atosil-Tropfen weiterhin genommen, letztendlich fast bis zur Geburt.rn rnMeine Hebamme - sie ist wirklich für mich die beste Hebamme der Welt, heute 63 Jahre alt, eine Menge an med. Wissen - hatte in der ersten Ss auch immer gesagt, ....du ernährst dich falsch... du musst Grapefruit auf nüchternen Magen essen, ... du darfst nix Süßes essen, weil die Übelkeit verstärkt wird (was wirklich stimmt!!!!), ...sie hat mir Vit. B Spritzen gemacht, Akupunktur, CayennePfeffer gegeben,.... und und und.... und es hat einfach nix genützt. Jetzt in der zweiten Ss hat sie verstanden, dass ich wohl eine Ausnahme bin von all ihren 10.000 Schwangeren und dass es mir wirklich dreckig ging/geht.rn rnUnd da die erste SS so deprimierend war, dachte ich, die Geburt wird meine Belohnung sein, sie wird leicht werden. Wo ich mich sehr getäuscht habe, denn die Geburt unseres Sohnes dauerte 36 Stunden. In dieser Zeit haben sich 4 Hebammen im Schichtwechsel getauscht und 2 Ärzte. Nach 24h Wehen verlangte ich die PDA, denn es war sehr deprimierend, als mir die Hebamme nach 16 h Wehen (!!!!) sagte, dass der MuMu immer noch bei 2 cm steht, so wie ich nach Blasensprung ins KH kam. Mit der PDA konnte ich verschnaufen, 3 Std später wurde der Wehentropf angehängt und nochmal 3 Stunden später war er endlich da, unser Sonnenschein. Und mir war endlich nicht mehr übel!!!!rn rnJetzt bin ich in der 12. Woche zum zweiten Mal schwanger. Auch hier hat es in der 6. Woche mit Übelkeit/Brechen angefangen. Nur diesmal war ich a) schlauer, bin direkt nach 1 Tag ins KH gefahren und b) hatte ich eher mit der Übelkeit zu kämpfen wie mit Erbrechen, weiß aber nicht was schlimmer ist. Ich hatte diesmal zwischen den Brechattaken auch mal paar Stunden Ruhe. 7. und 8. Woche verbrachte ich wieder stationär. Meinen FA habe ich gewechselt, die Ärztin ist super.... ABER, leider verschreibt sie nur Vomex. Und als ich diesmal in der 10. Woche (wie in der ersten SS) wieder einen Migräneanfall hatte, hat es mich wie ein Blitz getroffen. Ich dachte, das kann einfach nicht sein, das darf nicht sein, ich überlebe zwar das ständige Erbrechen, aber nicht nochmal die 13 Wochen Migräne!!!!!!!rnUnd woher auch immer.... ich wusste, dass es was mit Vomex zu tun hat. Meine Migräneanfälle waren die NEBENWIRKUNG VON VOMEX!!!!!! Also habe ich mich durch verschiedene Forums gelesen und bin auf Agyrax gestoßen, die ich mir sofort bestellt habe. Sie waren innerhalb von 3 Tagen da,.... und ich habe Vomex abgesetzt und am nächsten Tag mit Agyrax begonnen. Diesmal war es die Erlösung!!! (Atosil darf man erst ab dem 4. Monat nehmen!). Ich habe die ersten 3 Tage mich gefühlt wie ein normaler Mensch. Ich konnte essen, meinen Sohn vom KiGa abholen, zu Hause auch mal bügeln. ... Seit dem Tag musste ich nicht mehr brechen. Obwohl mir gestern Abend und heute morgen doch sehr übel an der Grenze war, bis jetzt ist es noch drin geblieben. Und solange es hilft, werde ich es weiterhin nehmen. UND ICH HABE KEINE MIGRÄNE MEHR!!!! rn rnDie 2. SS ist wirklich um Einiges angenehmer und ich hoffe sehr, dass es so bleibt. rnAber es ist schlimm - wirklich erschreckend - wie wenig Ärzte und KH sich mit HG auskennen und einen ernst nehmen!!!!! Und selbst Freunde, wo man sich sicher war, sie würden einen verstehen, .... tja, so schnell kann man sich täuschen... "Schließlich war denen ja auch mal übel gewesen!". rnMein Mann war mir immer eine große Stütze gewesen. Aber wenn er oder meine Eltern/Oma anfangen mit "....aber die Medikamente könnten dem Baby schaden, sie machen sich nur Sorgen..." blocke ich direkt ab. Denn keine Mutter will ihrem Kind Schaden zufügen. Aber wenn man sowas nicht erlebt hat - wenigstens einen Tag - kann da nicht mitreden und soll sich am Besten ganz raushalten. Denn es ist nicht mit Magen-Darm-Virus zu vergleichen. Die Einzigen, die mitreden können, sind meiner Meinung nach die Chemo-Patienten!!! An sie denke ich sehr oft - zumal wir eine grad in der Familie haben, die damit kämpft - .... nur mit dem Unterschied, ich weiß, wenn die 9 Monate rum sind, habe ich ein Baby als Belohnung. ...die Chemo-Patienten, wissen nicht mal ob sie überleben.rn