Claudia

 
Claudia hat 2 Kinder.In der ersten Schwangerschaft dachte sie schon, dass die Übelkeit schlimm sei.In der zweiten war es deutlich stärker und sie hat sehr viele verschiedene Dinge ausprobiert, die helfen sollen (05.01.2016)
 
Meine Tochter wird jetzt bald 8 Monate und ich bin echt froh, dass ich diese Schwangerschaft hinter mir habe.rnIch heiße Claudia und habe 2 Kinder. Einen Jungen und ein Mädchen. In der Schwangerschaft von meinem Sohn war mir ab der 6. Woche übel und ich musste mich bis zur 12. Woche ab und zu morgens übergeben, welches dann vorbei war und mir nur noch ständig übel war. Das hatte ich mit Nux Vomica und Akupunktur gut im Griff. Ich hatte mir damals gewünscht, dass ich mich ab und zu übergeben zu können, um mal etwas Erleichterung von dieser elenden Übelkeit zu bekommen. Diese Übelkeit hielt an, bis er auf der Welt war. Als ich vom Kreißsaal ins Zimmer geschoben wurde, habe ichrngedacht: Super, mir ist gar nicht mehr übel. Soviel zum Thema ab der 12.rnWoche wird es besser. Das war aber ja alles harmlos, obwohl ich zu dem Zeitpunkt dachte, dass es schon echt die Hölle ist, wenn einem ständig übel ist.rnUnd dann kam Schwangerschaft Nr. 2:rnFestgestellt habe ich die Schwangerschaft, als ich einen leichten Anflug von Übelkeit hatte, als ich Pommes gerochen habe, da habe ich noch so gedacht: Oje, das kommt dir irgendwie so bekannt vor. Test geholt und siehe da, positiv. Aber es ging mir gut. In der 5. Woche ging es dann los. Plötzlich war morgens diese Übelkeit wieder da, die auch nicht mehr wegging. Also als erstes Nux Vomica pentarkan rein, hatte ich ja in der ersten Schwangerschaft gut geholfen. Und schon mal meine Hebamme angerufen, die wieder Akupunktur machen sollte. Ein paar Tage später wollte sie kommen. Es wurde von Tag zu Tag schlechter, habe dann angefangen mit Vomex Tabletten, welche gar nicht geholfen haben, ausser müde zu machen. Bin dann auf Agyrax umgestiegen, da die ja laut Frauenärztin so toll helfen sollten. Ebenfalls keine Wirkung zu merken.rnDann kam die Hebamme und hatte mir Dauernadeln verpasst. Am nächsten Tag fing das Übergeben an, da war in Anfang der 7. Woche. Erst 1 x am Tag, den nächsten Tag 3 x, darauf 8 x, das hielt sich 2 Tage und nach dem Geburtstag meines Mannes schlagartig auf über 30 x am Tag. Ich habe dann nicht mehr weitergezählt.rnDas war zeitgleich die erste Woche meines Sohnes im Kindergarten. Die Frauenärztin schob es erst einmal auf Stress und Umgewöhnung und verwies mich ins Krankenhaus zur Infusionstherapie mit den Worten, dass manchmal ja ein Ortswechsel helfen kann.rnIm Krankenhaus hieß es dann Vomexinfusion. Ich habe nur auf der Toilette gesessen. Abends dann das erste Mal Blut gespuckt, da waren auf jeden Fall die Kommentare vorbei, dass ich mich mal nicht so anstellen soll.rnJetzt bekam ich zusätzlich eine Pantozolinfusion, die einem das Erbrechen wesentlich erleichterte, da nichts mehr brannte. Und einmalig Zofran als Kurzinfusion, welches super half. Nach 3 Tagen sollte ich doch mal ein Vomex Zäpfchen probieren, da habe ich nur nachgefragt, was das denn bringen soll, wenn ich doch eh schon Vomexinfusion bekomme.rnAntwort war: Sie bekommen kein Vomex in die Infusion, wenn sie das wollen, müssen sie Bescheid sagen. Bitte was?!? Ich fiel aus allen Wolken, da ich ja eigentlich eine Vomextherapie bekommen sollte. Also Vomex in die Infusion mit rein und zusätzlich ein Zäpfchen genommen. Das habe ich nicht wirklich vertragen, habe Krämpfe bekommen und kam auch sehr schnell wieder raus. Das hatte ich später noch einmal probiert und hatte das gleiche Problem wieder. Ausser, dass ich vom Vomex viel geschlafen habe, keine Besserung. Ich habe dann immer wieder ums Zofran gebettelt, aber es hieß, dass es ein absolutes Notfallmedikament wäre. So ging es die ganze Zeit. Homöopathische Mittel rauf und runter, sogar meine Hebamme sollte zur Akupunktur kommen, da es dort keiner konnte. Jeden Morgen kam ein anderer Arzt und hatte eine bahnbrechende Idee nach der anderen. Haben sie es schon mal mir Nux Vomica probiert? Sie müssen etwas essen!!! und NACH DER 12. WOCHE WIRD ES BESSER. Essen? Wenn noch nicht einmal Trinken drin bleibt? Wie denn? Nach 10 Tagen bin ich langsam sauer geworden, als sie mir dann noch die Psychaterin auf den Hals gehetzt haben. Die fragte mich, was sie bei mir soll? Das hätte sie noch nie gehört, dass so etwas psychisch bedingt sei. Tag 11, Visite der Chefärztin, Na ja, so richtig helfen tut ja alles nichts, aber seien sie froh, sie sind ja in bester Gesellschaft- Herzogin Kate von England hätte das ja auch und da würde ja auch nichts richtig helfen. Warten Sie auf die 12. Woche, dann ist es vorbei. Ich würde einen Umgebungswechsel vorschlagen, das würde ja manchmal helfen...Ich habe gedacht, ich bin im falschen Film. Ich war ja auch zum Spaß dort. rnBin dann am 15. Tag nach Hause, mit 2 Zofran Tabletten, die ja nur für den absoluten Notfall sein sollten. Habe eine gleich zu Hause genommen und sie hat erst einmal geholfen. Meine Frauenärztin hat mir dann weitere aufgeschrieben, ich habe mich echt gefreut, dass etwas geholfen hat. Aber es hielt nicht lange, dann haben die Zofran Tabletten auch nicht mehr geholfen. Nach ein paar Tagen bin ich wieder ins Krankenhaus, aber diesmal in ein anderes, in dem auch mein Sohn geboren wurde. Dort war die gesamte Betreuung um einiges besser und ich bekam Cernevit mit Vomex. Es hat mich niemand gedrängt, etwas zu essen oder zu trinken.rnAber sie haben echt viel versucht, was ich probieren könnte. Hier gab es nochmal Homöopathie und Bachblüten, Schüssler Salze... Das Übergeben hörte aber nicht auf, ausschlaggebend war dann, dass ich für 3 Tage Diazepam bekam und damit hörte das Brechen auf und ich kam danach nur mit Vomexinfusionen zurecht. Habe ich häufig als Kurzinfusion bekommen, das hat am besten geholfen. Nebenbei habe ich immer noch Akupunktur bekommen. Ich konnte langsam wieder essen und trinken und ich war echt froh, endlich was gefunden zu haben. Also nach 14 Tagen nach Hause. Hier habe ich mein Vomex als Tablette genommen und es wurde von Tag zu Tag wieder schlechter. Bis ich wieder spuckte und es wieder bei über 30 x am Tag war. Ich bin wieder ins Krankenhaus, wieder die gleiche Behandlung.rnAngeschlagen hatte wieder nur das Diazepam und dann hatte der Arzt die Idee, dass ich die Vomex Ampullen trinken soll, die sie sonst in die Infusion spritzen. Meine Venen waren jenseits von Gut und Böse und so wirklich fand man keine Zugänge mehr. Das war auf jeden Fall meine Rettung. Ich habe zwar Sodbrennen von den Ampullen bekommen, aber sie haben super geholfen. Der Arzt wunderte sich auch, warum nur die flüssige Version hilft, obwohl die Wirkstoffmenge ja die gleiche ist, aber hauptsache es hilft irgendetwas. Nach 10 Tagen bin ich wieder nach Hause voller guter Dinge. Meine Frauenärztin hat mir auch die Ampullen aufgeschrieben.rnHaken war nur, dass ich die selber bezahlen sollte. Und wenn ich 2-3 Ampullen á 5 € am Tag brauche, wird man doch schnell arm. War mir erst einmal egal, hauptsache es hilft. Da Tabletten in keiner Form angeschlagen haben, musste ich ja den Weg gehen. Dann stand ich vorm Medikamentenschrank und hatte den Vomex Sirup meines Sohnes im Blick. Da fielen mir die Worte des Arztes wieder ein, dass es ja komisch ist, dass nur flüssiges Vomex hilft. Ich habe gedacht, schaden kann es ja nicht, das mal zu testen. Ich habe den Sirup in gleicher Wirkstoffmenge genommen, wie er auch in den Ampullen ist und siehe da, ich hatte mein Medikament gefunden. Es hat geholfen und ich hatte es die ganze Zeit im Haus. Ich habe zwar auch nur gelegen, da mir immer noch superschlecht war, aber ich konnte essen und trinken und es blieb drin. Die Hebamme machte 2 x die Woche Akupunktur plus das Vomex und ich konnte zumindest zu Hause bleiben. Bei Schwangerschaftswoche 20 + 2 ging es mir endlich von heute auf morgen soweit besser, dass ich ganz langsam wieder am Leben meines Sohnes teilhaben konnte. Das hatte aber auch noch einige Wochen gedauert. Ich habe das Vomex immer wieder versucht abzusetzen oder geringer zu dosieren. Ist jedesmal gescheitert. Dann habe ich gehofft, dass das Baby zumindest etwas früher kommt-Pustekuchen, habe sogar noch 4 Tage übertragen. Und sie hat 3970 g gewogen, woher sie das alles genommen hat, ist mir echt ein Rätsel, da ich habe ja immerhin 16 kg abgenommen hatte. Das letzte Mal Vomex habe ich den Abend vor der Geburt meiner Tochter genommen, da ich es morgens im Kreißsaal zwischen den Wehen nicht mehr nehmen durfte. Ich hatte einen ziemlich schlechten Eisenwert nach der Geburt und somit war mir wieder übel. Aber das witzige war, dass es eine ganz andere Übelkeit war, als die in der Schwangerschaft.rnUnsere Kinderplanung ist definitiv abgeschlossen, so etwas möchte ich nicht nochmal erleben. Auch wenn ich das Glück hatte, dass es in der 21. Woche besser wurde. Deshalb schreibe ich hier auch nochmal, da ich in den schlimmsten Wochen hier viel gelesen habe und fast alle bis zum Schluss ganz übel dran waren. Ich hoffe, dass meine Erfahrung der einen oder anderen ein bisschen Hoffnung macht, wenn es heißt: Das hört in der 12. Woche, in der 14. Woche, in der 16. Woche und schießlich in der 20.rnWoche auf. Ich beneide zwar alle, die in der Schwangerschaft keine Probleme haben und bin auch ein bisschen traurig darüber, dass ich das nicht so genießen konnte wie andere, weil ich immer gedacht habe, hoffentlich ist es bald vorbei. Aber dennoch waren die Schwangerschaften eine Erfahrung, die ich gemacht habe und ich nun 2 tolle Kinder habe, für die es sich echt gelohnt hat, durchzuhalten. rnIch wünsche allen, denen es genauso ergeht, viel Kraft und Durchhaltevermögen. Ich weiß nicht, wie oft ich bei meiner Tochter an Abtreibung gedacht habe...Was ich mir heute natürlich gar nicht mehr vorstellen kann.rnIch hoffe, dass diese Seite noch vielen anderen hilft, so wie sie mir geholfen hat. Und bitte so weitermachen. :-)rnrnViele Grüße rnrnClaudia rn