Nicole

 
Nicole sehr viel gebrochen, war zwischenzeitlich verzweifelt.Ihr hat Ondansetron geholfen sich ähnlich wie eine \"normale Schwangere\" zu fühlen (06.10.2016)
 
Nach vier Jahren Beziehung und unserer Verlobung beschlossen mein Freund und ich, dass wir ein Kind haben wollten.rnWir warteten noch ein paar Monate da für September noch eine Flugreise geplant war. So übten wir ab Juni und im Nachhinein bin ich froh dass die ersten Versuche nicht erfolgreich gewesen sind. rnEs wäre ein mehr als schlimmer Urlaub geworden und ein Flug mit dieser Übelkeit wäre für mich und die Passagiere ein sehr unangenehmer geworden.rnAls es dann soweit war glaubte wir eigentlich, dass wir den Eissprung verpasst hatten und ging tatsächlich nicht davon aus schwanger sein zu können. So dachte ich mir nichts dabei, als ich mal wieder Sympthome einer Magenschleimhautentzündung bekam. Ich hatte Nüchternschmerz, also Magenschmerzen wenn ich 2-3 Stunden nichts gegessen habe.rnNach einer gewissen Zeit kam zu den Magenschmerzen, die Morgenübelkeit dazu. Das machte mich bereits etwas stutzig, da dies nicht zu meinen üblichen Gastritis Symptomen gehörte. rnIch scherzte bereits mit meinem Verlobten, dass ich schwanger sein könnte. Mit dem Test warteten wir bis Zyklustag 40, da mein längster Zyklus 38 Tage dauern konnte. rnIch machte also am 17. Dezember den Test, der positiv ausfiel und vereinbarte daraufhin ein Termin für den 10. Januar bei meiner Frauenärztin.rnDie Magenschmerzen wurden immer schlimmer und am 20. Dezember habe ich das erste Mal Erbrochen. Die letzten drei Tage vor dem Weihnachtsurlaub ließ ich mich vom Hausarzt krankschreiben.rnAm 22. Dezember hatte ich solche Magenschmerzen, das ich den ganzen Tag nur da lag und nichts tat. Ich lag ganze 5 Stunden auf dem Sofa und bewegte mich keinen Zentimeter. Ich trank nichts und aß auch nicht. Als mein Verlobter nach Hause kam, konnte ich nur noch bitterlich heulen.rnAm Abend beriet ich mich mit meinen Eltern, bei denen ich Weihnachten verbringen wollte. Wir fürchtet, dass ich Weihnachten über im Krankenhaus verbringen müsste, wollten aber nicht das ich die Feiertage so weit weg in ein KH entfernt verbringen musste.rnSo fuhr mich mein Freund am gleichen Abend zu meinen Eltern, damit ich im Falle des Falles dort in ein Krankenhaus gehen könnte. Die Autofahrt war schrecklich, wir brauchten zwei Stunden und ich musste mich im Auto in eine Schüssel übergeben. rnDie Feiertage waren alles andere als feierlich für mich. Weder Voamex A und Iberogast halfen, nur MCP Tropfen halfen gegen die Magenschmerzen, jedoch nicht gegen die Übelkeit und Erbrechen.rnMeine fünfjährige Nichte aß dreimal so viel wie ich, in der Hälfte der Zeit.rnDie Tendenz zeigte, dass es mir besser ginge, wenn ich etwas aß, aber der Effekt hielt nur kurzfristig an. Am zweiten Weihnachtstag kochte mein Vater Ente. Der Geruch war so unerträglich, das ich lieber mit meiner Nichte ein Stockwerk höher Zeichentrickfilme schaute, als beim Rest der Familie zu sein.rnAm Abend ging ich früh ins Bett. Zuletzt hatte ich geraspelte Möhren erbrochen. Der verbleibende Geschmack war so widerlich, das mir genauso schlecht war wie vorher. Ich zog dann vor dem Schlafen Akupressur Bänder an und von einem Moment auf dem anderen war mir von speiübel nur noch übel und ich konnte gut einschlafen. rnDie nächsten Tage ging es mir besser. Ich erbrach zwar immer noch, jedoch nicht mehr so oft und essen half die Übelkeit zu vertreiben. Dies schrieb ich den Akupunkturbändern zu.rnAm 2. Januar (Samstag) traf es mich wie ein Schlag. Ich erbrach mich im halben Stunden Takt, den ganzen Tag. Um neun Uhr abends, ich hatte an diesen Tag bereits 15 Mal Erbrochen, wurde mir klar, dass ich die Nacht nicht zur Ruhe kommen würde und ließ mich von meinem Verlobten ins Krankenhaus fahren. Dort wurde ich in der Nacht aufgenommen. Es fand die erste Untersuchung statt und wir konnten zum ersten Mal unsere Olive im Ultraschall sehen. Mein Freund war total begeistert, mir war es egal und ich wollte einfach nur auf Station. rnIch bekam intravenös Flüssigkeit und Voamex A gegen die Übelkeit. Am ersten Tag aß ich drei Nudeln am Mittag. Da das Voamex nicht half gab man mir jeweils vor den Mahlzeiten Ondanestron.rnDamit ging es mir besser und konnte langsam wieder mit dem Essen und Trinken anfangen. Mit fortschreiten meines Aufenthaltes verzichtete ich auf das Ondanestron, da man mich sonst nicht entlassen würde, solange ich die Infusionen brauchte.rnJedoch merkte ich wie die Übelkeit dadurch zurückkam, dennoch wollte ich unbedingt wieder nach Hause. Der Arzt entließ mich nach fünf Tagen mit der Aussage, dass die Übelkeit noch anhalten wird. Er führte eine Abschlussuntersuchung durch und bei diesem Ultraschall war ich erstmal gerührt von dem Anblick.rnIch blieb noch zum Mittagessen im KH. Welches ich erstmals wieder Erbrochen hatte, den Pflegern sagte ich nichts, wo ich meine Entlassungspapiere doch schon hatte. rnZuhause ging es mir wieder schlecht und fürchtete am nächsten Tag schon wieder zurück im KH zu sein. Ich brach nur noch Säure und in der Nacht konnte ich nicht, wie auch im KH nicht schlafen. Nachdem ich das im Zusammenhang mit Sodbrennen gebracht hatte, aß ich nachts Mandeln eine halbe Stunde später trat Linderung ein und seit her konnte ich nachts wieder schlafen.rnFünf Wochen lang hatte ich Hochs und Tiefs. Ich ging normal Arbeiten, da es mich ablenkte und die Hemmungen auf Arbeit zu brechen deutlich höher waren als Zuhause. Meinen Kollegen konnte ich die Schwangerschaft nicht verheimlichen. Man sah mir meinen Zustand an.rnAm 6. Februar wieder einen Samstag fing ich erneut an mich halbstündig zu Erbrechen. Diesmal wartete ich nicht bis zum Abends ab und mein Freund brachte mich schon mittags ins KH.rnMan nahm mich erneut auf, mit der gleichen Prozedur. Diesmal war ich weniger begeistert über das Personal. Ich hatte das Gefühl, das die Pfleger gar nicht in die Akten schauten und einfach nur verabreichend, was am Tag zuvor gestellt worden war, auch wenn es am Morgen bei der Visite gestrichen worden war.rnZu allem Überfluss ging auch der Fernseher tagelang nicht und so hatte ich rein gar keine Unterhaltung. Ausschließlich mein Freund besuchte mich abends.rnNach fünf Tage wurde ich auf eigen Wunsch entlassen, aber mit Einverständnis der Ärztin. Mir war immer noch übel doch ich hatte seit Samstagmittag nicht mehr erbrochen und mein Gefühl sagte mir, das es nun besser werden würde.rnAm gleichen Tag hatte ich noch einen regulären Frauenarzttermin. Sie konnte uns sagen, dass wir einen Jungen bekommen werden. rnDie Ärztin verschrieb mir Ondanestron Tablette, welche ich einmal am Tag prophylaktisch schon bei leichter Übelkeit nehmen sollte. rnDer Apotheker suchte mir die günstigsten Tabletten raus, da ich diese selbst bezahlen musste. Ich nahm die Tabletten alle zwei Tage. In der 15. Woche wachte ich den ersten Tag seit ca. 10 Wochen auf und mir war nicht schlecht. Seit dem fühlte ich mich bis zu der Entbindung wie eine „normal“ schwangere Frau im Stadium der Frühschwangerschaft.rn1-7 Mal pro Woche war erbrechen zwar belastend, aber erträglich. Ab ca. 24 Woche setzte ich die Odansetron Tabletten, ab welche ich zuvor nach Bedarf nahm. Die letzte „Notfall“ Tablette nahm ich an meinem Hochzeitstag. Ein Glück hatte ich die noch aufgehoben.rnAm 11. August, zwei Tage vor dem errechneten Termin war mir das letzte Mal unmittelbar nach einem ungewollten Kaiserschnitt im OP Saal schlecht und erbrach das letzte Mal.rnSeither geht es mir wieder prächtig und unser Junge ist wohlauf. Die Geburtsschmerzen empfand ich im Vergleich zu dem Erbrechen gar nicht so schlimm und war überrascht das es gar nicht soooo schlimm war.rnIch weiß das das es noch schlimmer hätte sein können und nicht auszudenken wie sich Menschen fühlen müssen die Aufgrund einer Therapie und nicht wegen einer Schwangerschaft so leiden müssen. rnMittlerweile genießen wir erstmal unsere Zeit zu dritt. Wie es weitergeht lassen wir offen. rn