Birte

 
Der folgende Erfahrungsbericht kommt von Birte.Sie hat bis zum 6.Monat mit der Übelkeit gekämpft (05.01.1998)
 
Mir wurde so in der 4. Woche von einem Tag auf den anderen würgeübel. Würgeübel deshalb, weil ich mich weniger übergeben habe, sondern mehr sinnlos rumgewürgt habe. Ich bin aber auch ein schlechter "Kotzer", ich verkrampfe mich dabei immer total. Bei manchen schnippt man ja nur mit dem Finger... Später hab ich dann rausgefunden, daß es mir nach einer Brechrunde ein bischen besser geht und so hab ich morgens immer etwas gegessen, von dem ich wußte, daß es mir gut wieder aus dem Gesicht fällt *seufz*, daß dann dem Klo übergeben (mit der Zeit wurde ich richtig gut im geplant Kotzen...) und so die 3/4 Std. Straßenbahnfahrt zur Arbeit überbrückt, die für mich immer der absolute Horror war, weil es dort für meine aufeinmal so hypersensible Nase so viele ekelhafte Gerüche gab (Pfefferminzkaugummis *Örkh! Immer noch!*, billige Deos, nasse Haare und Lederjacken, Aftershafes, nasse Hunde, Schweiß etc...)und es in Straßenbahnen eben keine Klos gibt, über die man sich mal schnell hängen kann. Ich hab dann den ganzen Tag über immer wieder Würgeanfälle bekommen, gebrochen hab ich seltener, es sei denn ich hatte viel flüssiges zu mir genommen. Das ging 24 Std. lang, selbst im Schlaf war mir schlecht. Ich bekam auch bald die kleinen Tricks raus, von wegen immer Kleinkram essen und so. Meine herzallerliebste Frauenärztin (ich habe inzwischen gewechselt!) sagte zu mir, daß sei bei ihr auch so gewesen und das sei eben so. Und der Apotheker, ein Mann...!, sagte zu mir: "Ja da müsse man eben leider durch..." Zorn!!! Schlimm war es für die Nerven. Wie oft bin ich heulend über dem Klo gehangen. Am schlimmsten für mich war es allerdings mal, wie ich von der Arbeit kam, es gerade noch aus der StraBa schaffte und mich vor allen Leuten ins Gebüsch übergab...

Mir war bis Mitte 6. Monat übel, dann klangen die Würgeanfälle und das flaue Gefühl innerhalb von ca. 3 Wochen langsam ab. Danach war Ruhe, ich habe nur noch einmal bei der Geburt gekotzt, kurz bevor Mischa kam und das soll ja ganz normal sein *gg* Bei meiner Mutter war es übrigends ganz genauso wie bei mir und daß in beiden Schwangerschaften. Also war es vielleicht bei mir doch nicht das Helicobacter?

Ich wünsche es keinem, mich hält diese furchtbare Zeit erfolgreich bis jetzt von einer weiteren Schwangerschaft ab. Kein Ende zu sehen, war am schlimmsten. Ich kann mit Schmerz, von dem ich weiß, daß er irgendwann mal vorbei ist, relativ gut umgehen, aber diese ständige Beeinträchtigung und das ohne zu wissen, wann es vorbei ist war für mich erlichgesagt zuviel...