Stefanie

 
Dieser leider traurige Bericht ist von Stefanie. Danke Stefanie ! (27.09.2003)
 
Hallo, liebe Chrissi!

Ich bin heute zum ersten Mal auf dieser Homepage gewesen und finde es wirklich toll, dass es diese Seite gibt!!!! Vielen vielen Dank hierfür!!!

Auch ich habe eine sehr heftige Geschichte hinter mir und möglicherweise die gleiche wieder vor mir, da ich in der 5. SSW bin. (Unser Sohn ist 10 Monate und wird noch zweimal gestillt).

Im Feb. 2002 wurde ich schwanger.
In der 6. SSW hatte ich Blutungen, wmötlich durch Stress verursacht. Also musste ich zwei Wochen liegen. In dieser Zeit ging es mir so lala - ich mußte mich "nur" einmal übergeben.
Bis zum Ende der 12. SSW ging es mir so lala. Ich hatte keinen rechten Appetit, kämpfte morgens gegen den Würgereiz an. Aber noch erträglich.
Püntktlich Anfang der 13. SSW (man sollte doch sagen, dass der Horror dann zu Ende ist), ging es dann los:
Ich hatte im Liegestuhl gelegen und mich meiner Meinung nach erkältet. Dies mahcte sich auch gleich mit nierenschmerzen deutlich. Also sagte ich mir: viel trinken. Plötzlich abends, nach dem Abendessen, musste ich , wie angeflogen, zur Toilette rennen. Essen einmal weggebrahcht, Sachte erledigt. Die nächsten drei Tage das gleiche Spiel, Überlkeit immer nur abends. Den Tag über hatte ich normal Hunger und Durst, aber abends ging es dann los.

Dann wurde es mir zu bunt, ich ging zum FA, der meinte, das sei normal, ich solle nur stilles Wasser trinken und nur Lebensmittel wir Zwieback, trockenes Brötchen, etc. So wäre halt eine Schwangerschaft.

Von da ab erbrach ich alles, was nur in meine Nähe kam. Selbst das stille Wasser oder eine Salzstange.
Nach zwei Tagen kam ich ins Krankenhaus und bekam Infusionen.. Ich musste die ganze Woche nicht einmal rennen, mir war aber furchtbar schlecht. Man zwang mich, unter drei Essen auszusuchen, von denen mir gar nichts schmeckte. Da ich sehr wenig Venen habe, wurde das mit dem Tropf immer schlimmer. Das Legen einer neuen Nadel mahte mir mehr und mehr Panik. Und auf meine Bitte, mir etwas anderes als Vomex zu geben, wurde nicht eingegangen. Also bat ich nach einer Woche um meine Entlassung. (am letzten Abend musste ich dann nochmal rennen, dass es sich so richtig lohnte, aber ich wollte nach Hause). Im Bericht stand drin, dass ich noch nicht 100%ig wieder o.k. wäre und man mich auch gerne noch ein paar Tage da behalten hätte.

Zwei Wochen hielt ich mich dann mit Cola Light und Diät-Plätzchen über Wasser, bis dann der nächste Knall kam. Nur noch über der Schüssel - egal, ob mit oder ohne etwas gegessen zu haben. Also schaute ich beim Huasarzt vorbei, der meinte Blaseninfektion und verschrieb mir ein hammerhartes Antbiotikum. Da ich aber kein Antib. Vertrage und er mir nichts anderes geben wollte, nahm ich das nicht ein. Mein FA sagte gar nichts dazu, ob das Antib. Jetzt gut war oder nicht. Nur er hatte in dieser Zeit keine Möglichkeit für einen Termin. Ausserdem hielt er nicht viel von meinem bisherigen Hausarzt.

Da es mir immer schlechter ging, brachte mich mein Mann zum Wochenenddienst. Das ist jetzt auch mein Hausarzt. Er legte mich gleich an den Tropf, nach einer Std. konnten wir fahren. Wieder Vomex, wovon mir ganz dusselig wurde und später auch ganz schlecht. Das ganze nochmal ungefähr fünf Tage hinter einander. (Inzwischen war ich in der 16. SSW).

Grosse Hoffnung setzte ich noch auf eine Heilprakterin, die meine Nierenwerte untersuchte und mich gleich ins Krankenhaus wegen Nierenversagen schickte. (Dort nahm man mich aber nicht auf.). Also auch nichts.

Mein neuer Hausarzt hatte dann die Diagnose: Magengeschwür. Ich sollte also eine Magenspiegelung ohne Betäubung bekommen, wofür ich aber gar keinen Termin gemacht habe. Es hatte sich eh erledigt. Nachdem mich mein Mann zwei Tage zur Toilette tragen musste, rief er den Hausarzt wieder an und der machte mir eine Überweisung fertig - allerdings in ein anderes Krankenhaus. Inzwischen hatte ich 11 kg abgenommen und befand mich in der 17. SSW.

Dort bekam ich Infusionen -dieses Mal kein Vomex, sondern Vitamine und Kochsalzlösung. Zwei Tage bekam ich gar nichts mit. Mein Körper war auch total ausgelaugt. Dann ging es mir so langsam aber sicher etwas besser. Ich fing mit einem Keks an. Nach ca. 7 Tagen täglich Tropf konnte ich auch etwas von den Mahlzeiten mitessen. In diesem Krankenhaus konnte man sich das Essen auch zusammenstückeln. Nach zwei Wochen kam ich raus.

Super gut fühlte ich mich noch nicht (ich traute mich einfach nicht, einfach wieder los zu essen, aber es ging mir schon wesentlich besser.

Dann hörte ich davon, dass Akkupunktur auch gut gegen Hyperemesis sein sollte. Das habe ich mehrmals gemacht und von da an ( ca. 22. SSW) ging es mir wieder ganz gut. Bis auf die Tatsache, dass ichmich nicht mehr traute, essensmäßig noch was auszuprobieren. Mein Mann fuhr allein 50 km für das Minteralwasser "Haaner Heilquelle". Aber da ich das im Krankenhaus vertragen hate, wollte ich gar kein anderes mehr.

Bis zur Geburt unseres Sohnes lebte ich streng Diät und nach strengem Zeitplan. Und am Tag der Geburt hatte ich sogar auch mein Anfangsgewicht wieder (was sich natürlich nach der Geburt wieder um 10 kg reduzierte....).

Ich habe unseren Sohn ca. 8 Monate voll gestillt und jetzt (er ist nun 10,5 Monate alt) nur noch zweimal. Wie wir letzte Woche erfahren haben, ist Nr. 2 schon unterwegs. Da wir immer zwei Kinder haben wollten, muss ich das Spiel wohl nochmal mitmachen. Viele sagen, dass die Schwangerschaft eine schöne Zeit war, aber für mich war sie von A-Z nur entsetzlich. (Die Bewegungen waren sehr schön, aber das war auch das Einzige).

Mein Mann und meine Mutter haben mir sehr geholfen. Ich weiß gar nicht, wie ich das allein hätte durchstehen sollen.

So, ich höre mit meiner Schreckensgeschichte auf und hoffe, dass es nicht so schlimm wie beim ersten Mal wird. NOCH esse ich - aber der Appetit schwindet schon. Ich rechne auf jeden Fall mit dem Schlimmsten (würde mich natürlich sehr gerne vom Gegenteil überraschen lassen...)

Ich werde einen großen Teil der angegebenen Mittelliste ausprobieren und kann nur hoffen, dass das ein oder andere Mittelchen helfen wird. Ich werde berichten.

Viele Gruesse und hoffentlich bis Mai 2004!!

Stefanie.

Hier ist die Ergänzung......

Das gehört noch zu Stefanies Bericht dazu............


Guten Tag, Chrissi!

Herzlichen Dank für Deine Mail, über die ich mich sehr gefreut habe.

Also, hier ein kurzer Bericht der letzten zwei Wochen: mir ging es ganz entsetzlich. Zunächst tagelange Übelkeit. Irgendwann musste ich mich dann auch abends übergeben, dabei machte mein Kreislauf aber schon gleich schlapp (das war bei unserem sohn erst nach 7 Wochen Hyperemesis so...). Mein FA gab mir daraufhin jeden Tag 0,5lTropf (Vitamine mit 5% Glucosteril - kein Vomex, das vertrage ich ja nicht). Damit ging es mir immerhin ein paar Std. besser, so dass ich auch etwas essen konnte.

Letztes Wochenende (Anfang 9. Woche) war mir dann plötzlich , auch ohne Tropf besser. Ich hatte schon wieder richtig Hunger, traute mich aber noch nicht so recht. Montags sollte ich zur Kontrolle zum FA, der wunderte sich schon, wieso es mir besser ging. Er machte Ultraschall, alles in Ordnung. Herzschlag wäre regelmässig.

Drei Stunden Später bekam ich plötzlich entsetzliche Bauchschmerzen und abends hatte sich die Sache erledigt - Fehlgeburt. Mittwochs liess ich dann eine Ausschabung machen und jetzt sind wir alle sehr geschockt.

(Von drei Schwangerschaften ging erst eine gut, das ist schon ein Hammer. Jedes Mal hatte ich Blutungen - auch unseren Sohn hätte ich fast verloren.).

Eine recht traurige Bilanz, aber, auch, wenn es sich blöd anhört: was ich diese Woche "geniesse", ist, dass ich wieder etwas essen kann und dass die Übelkeit weg sit. Natürlich ersetzt das nicht den Rest, aber irgendetwas Positives muss man ja manchmal finden, gelle.