Nadine

 
Nadine ist aktuell schwanger (21.SSW) und qušlt sich immer noch mit ‹belkeit herum.Die ‹belkeit ist schon etwas besser geworden, aber leider noch nicht ganz verschwunden (04.03.2009)
 

So nun erzähl ich dir einfach mal meine Geschichte...

Mein Mann und ich haben uns schon länger Kinder gewünscht. Ich beendete meine Ausbildung und ging noch ein Jahr zum arbeiten, dann machten wir uns an die Kinderplanung. Ich nahm 6 Jahre ohne Unterbrechung die Pille und die Freude war natürlich rießig, als ich daheim einen SS-Test machte und der positiv war und ich von meinem Gyn die Bestätigung bekam, dass ich schwanger bin. Wir haben uns so gefreut, dass es gleich beim ersten Versuch "geklappt" hat.

Tja die Wochen vergingen und ich hab mich natürlich auch übers Internet mit dem Thema Schwangerschaft auseinander gesetzt. Habe dort viel über Morgenübelkeit gelesen und freute mich, da ich mittlerweile in der 6. SSWoche war und ich mich pudelwohl fühlte. PUSTEKUCHEN...
In der 7. Woche fing es prompt mit der Übelkeit an. Ich konnte NIX mehr kochen, (essen konnte ich nur noch Kleinigkeiten) schon der Geruch brachte mich zum würgen. Es war schrecklich aber was dann kam warf mich in ein Loch hinein. Ab der 8. Woche hab ich mich nur noch übergeben. Mein Normalgewicht sank von 65 Kilo auf 57 runter. Ich nahm sehr schnell viel ab. Nach 4 Tagen fast ohne was zu essen und zu trinken und ständigem erbrechen brachte mich mein Mann (Auch auf starkes Drängen von meinem Gyn)ins KH. Mein Gyn meinte da bekomme ich eine Infusion und dann gehts mir wieder besser. Ich habe mich erst stark dagegen gesträubt, da ich eine rießige Angst vor dem KH habe und ich weder Blut noch Nadeln sehen konnte. Aber es ging ja schließlich auch um dem kleinen Wurm und nicht nur um mich, dachte ich mir...
Und als ich auf dem Ultraschall das erste Mal das Herz meines Kindes schlagen sah, war das meine "Entlohnung". Diesen Moment werde ich nie vergessen. Ich bin auch meinem Mann sehr dankbar, er hat mich keine Sekunde alleine gelassen. Ich blieb 3 Tage im KH und mir ging es wieder gut. Aber 2 Wochen später fing alles wieder an. Es wurde immer schlimmer. Ich habe mich zwi. 5-25 mal am Tag übergeben. Es war die Hölle. Ich war nur noch auf dem Sofa vorzufinden: Schlafend und mit Wärmflasche, oder spuckend und mich überkam ein Heulkrampf nach dem anderen. Ich konnte nicht mehr zur arbeit, der Haushalt blieb liegen und ich habe mir in einem schlimmen Moment gedacht: Ich spucke das Kind jetzt einfach raus und dann hab ich meine Ruhe.
Der 2. KH Aufenthalt folgte in der 13. SSW. Dieses Mal bin ich freiwillig hin. Blieb wieder 3 Tage, kam raus und hab am selben Abend (es war Sylvester) permanent gespuckt.
Mein Gyn meinte, das müsste ja eingentlich mit der 12. SSW aufhören, er fragte mich ob ich psychische Probleme habe?
Ja wie denn dachte ich mir??? Das Kind war von meinem Mann und mir gewollt und ich würde liebend gern auf die ständige Übergeberei verzichten. Also das brachte mich auf die Palme!!!!!!!!!!!!
Der 3. KH Aufenthalt kam in der 17. SSW. Dieses mal blieb ich 2 Wochen im KH. Ich bekam in der 18. Woche von einem Moment auf den anderen starke Blutungen. Mein Gedanke war, dass ich das Kind verliere. Eine Welt stürzte zusammen. Soll alles umsonst gewesen sein? Nein, dachte ich mir. Ich lass mir mein Kind NICHT JETZT weg nehmen. Es ergab sich, dass mit dem Baby alles in Ordnung war. Es strampelte, lutschte am Daumen und das Herz schlug kräftig. Es war "altes Blut", hat man mir dann gesagt. Ich bekam Bettruhe und war so froh, dass das Baby am leben war.

Im Krankenhaus waren alle sehr nett und verständnisvoll zu mir. Ich durfte liegen bleiben, wenn mir danach war. Sie haben sehr oft nach mir geschaut und ich hab mich total gut aufgehoben gefühlt. Darum will ich dort auch entbinden.

Mitlerweile bin ich in der 21. SSW und bin immer noch am spucken. Jedoch nicht mehr so doll. Vielleicht 1-2 mal am Tag. Es gibt auch Tage, da hab ich vollkommen meine Ruhe und kann sogar eine ganze Pizza verdrücken.
Ich denke/hoffe, dass ich vor der Geburt nicht mehr ins KH muss. Ich versuche es daheim irgendwie hin zu bekommen.

Mein Mann ist mir wärend der ganzen Zeit eine rießige Hilfe gewesen und er war immer meine Schulter, an der ich mich ausweinen konnte. Er hat einen Vorrat an Nutellagläser und Essiggurken gekauft, gleich zu Anfang der SS, und war nicht beleidigt, dass alle Gläser noch vollzählig im Keller stehen ;-)

Ich bin bei der Halbzeit angekommen und zähle die Tage und Wochen. Es wird schon werden. Wir freuen uns sehr auf unseren Wurm.
Gerne hätten wir auch noch mehr Kinder, aber ich glaube ich brauch nach der Geburt erst mal 2-3 Jahre Pause...

So bis hierhin ist mal der Stand der Dinge...

Alles Liebe

Bye Nadine