Methylprednisolon und Mirtazapin

Anne @, Mittwoch, 18. Dezember 2019, 01:26 (vor 281 Tagen) @ MadameButterfly

Liebe Madame Butterfly,

falls Du das hier noch lesen solltest nach der Löschung Deiner Zeilen möchte ich Dir sagen, dass ich es bewundernswert mutig von Dir finde, Dich nun an eine weitere Schwangerschaft zu wagen, nach dem, was Du aus der ersten Schwangerschaft geschildert hattest. Du hast geschrieben, dass Du mit Deinem Arzt einen Behandlungsplan erstellt hast und wenn ich das richtig verstanden habe, dann seid ihr vorab alle medikamentösen Optionen durchgegangen. Du hattest geschrieben, dass Du Mirtazapin oder Methylprednisolon in einem vorab erarbeiteten Stufenplan verordnet bekommen würdest, wenn die anderen Optionen nicht die notwendige Besserung bringen würden und ich hatte Dich so verstanden, dass ausschließlich das Meclozin als Prophylaxe verschrieben wurde.

Mein Eindruck war: Du startest mit einer ärztlichen Begleitung, bei der Du Dich verstanden und gut aufgehoben fühlst. Angesichts dessen, was Du aus der ersten Schwangerschaft berichtet hattest, beruhigt es mich zu wissen, dass Du gut vorbereitet bist und ein verlässliches Vertrauensverhältnis zu Deinem Arzt vorliegt. Die Hölle, durch die Du gegangen bist, die kann ich nur erahnen. Mir selber hat Ondansetron soweit geholfen, dass ich die meiste Zeit zu Hause und mit ambulanten Infusionen versorgt werden konnte und keine künstliche Ernährung benötigt habe. Ebenfalls kann ich nur erahnen, wie sich das anfühlen muss, wenn man bereits die Erfahrung gemacht hat, dass fast alle Medikamente, welche in schweren Fällen anderen Frauen geholfen haben, bei einem selber nicht gewirkt haben. Insofern würde ich Dein ursprüngliches Anliegen hier gerne unterstützen und nochmals die Frage in die Runde geben. Das mache ich in meinem nächsten Thread.

Was mir noch einfällt (neben der Möglichkeit einer Suche hier im Forum über die Suchfunktion): Vor zwei Jahren - auf dem 2. internationalen ICHG-Kongress 2017 in Windsor, England, sprach eine junge Ärztin, welche selber von HG betroffen war. Sie schilderte ihren Kampf um eine Behandlung, welche ihr Martyrium beenden könnte. Sie gehörte zu denjenigen, welchen Ondansetron nicht half. Steroide konnten die HG stoppen. Zu den Steroiden gehört das Methylprednisolon, um das es hier ursprünglich in diesem Thread ging. Ab Minute 7:45 ist das in diesem Video geschildert: https://vimeo.com/273122699

Alles Gute für die Schwangerschaft und liebe Grüße,
Anne


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