Mirtazapin statt Zofran?

Urmel10, Montag, 02. November 2015, 09:02 (vor 1110 Tagen)

Hallo,
im KH bekam ich Zofran erst intravenös und es war mein Wundermittel (vermutlich auch durch die Kombi mit Infusionen), nun helfen mir die Tabletten zwar auch mich nicht zu übergeben und überhaupt Nahrung und Flüssigkeit zu mir zu nehmen, aber mir ist extrem schlecht und der Alltag findet weiterhin ohne mich statt. Gibt es jmd. der auch Zofran genommen hat und dann mit Mirtazapin größeren Erfolg hatte?
Liebste Grüße,
Urmel

Mirtazapin statt Zofran?

Alina, Montag, 02. November 2015, 19:23 (vor 1110 Tagen) @ Urmel10

Hallo Urmel,
mit Mirtazapin habe ich nicht kombiniert und weiß auch nicht, ob das möglich ist (frag da am besten bei Embryotox, die kennen sich aus).
Ich habe mit Agyrax oder Vomex kombiniert, da bei mir Zofran auch das Erbrechen auf null abgestellt hat, aber mir weiterhin fast 24 Stunden übel war. Allerdings haben beide Medikamente nur bedingt gegen die Übelkeit geholfen und ich habe nachher versucht, mich mit ihr zu arrangieren. Bei mir war aber auch lange keine Rede von Haushalt erledigen, arbeiten oder ähnlichem.

Mirtazapin statt Zofran?

Melanie, Montag, 02. November 2015, 21:48 (vor 1110 Tagen) @ Urmel10

Liebe Urmel,

Ich kenne Deine Geschichte nicht genau, ich wollte Dir nur sagen, das ich mit Dir Fühle!!! Die Medikamente nehmen mir den Brechreiz, aber die Übelkeit bleibt und kostet einen den Verstand. Ich nehme Agyrax und Paspertin, Vomex hilft mir garnicht, Agyrax nimmt denn Brechreiz und Paspertin mildert bei mir so 1-2 Stunden die Übelkeit. Paspertin nehme ich immer wenn ich aus dem Haus muss...
Alltag und Haushalt finden zu 90% ohne mich statt.
Heute hatte ich den ersten Kotzfreien Tag seit 6 Wochen... Aber die Übelkeit ist da... Immer, und kostet mich den Verstand.
Also wenn Du etwas erfährst wegen dem neuen Medikament, bitte lass es mich wissen.
LG

Mirtazapin statt Zofran?

Sonja2 @, Dienstag, 03. November 2015, 08:44 (vor 1109 Tagen) @ Urmel10

Liebe Urmel,

auch von mir herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft und mein Mitgefühl. HG ist so schrecklich, ich selber habe es zwei Mal durchlebt. In der zweiten Schwangerschaft wurde ich vorwiegend ambulant behandelt mit täglicher Infusion (ein bis eineinhalb Liter) und Ondansetron als 4 mg-Tabletten (3 mal täglich) sowie später noch mit Omeprazol. Mein Hausarzt hatte auch Ampullen mit Ondansetron in der Praxis, manchmal habe ich so das Ondansetron i.v. statt als Tabletten erhalten. Das hatte mir keinen Vorteil gebracht, im Gegenteil: ohne zuvor Ondansetron genommen zu haben war ich in der Praxis verstärkt am Erbrechen, was gerade liegend während der Infusion in diese kleinen Nierenschalen für alle Beteiligten unangenehm war. Es dauerte immer recht lange, bis die Wirkung von der i.v.-Gabe einsetzte, weshalb ich lieber bereits mit dem Mittel im Blut in der Praxis erschien. Das zu meiner Erfahrung. Und vor diesem Hintergrund frage ich mich, ob Dir entweder die Flüssigkeitsinfusionen fehlen oder aber die Dosierung vom Ondansetron verändert ist und Du i.v. mehr erhalten hast als nun als Tablette.

Von Mirtazapin hatte ich während dieser zweiten Schwangerschaft noch nichts gewusst. Da ich trotz Ondansetron noch mehrmals täglich erbrach (ohne Ondansetron allerdings im 20-Minuten-Takt), hatte ich die Hoffnung, dass bei einer möglichen dritten Schwangerschaft das Mirtazapin noch besser wirken könnte. Auch in Hinblick auf die Verschreibung ist das Mirtazapin einfacher. Es gibt Veröffentlichungen von Frau Prof. Dr. Rohde aus Bonn zum Einsatz von Mirtazapin bei HG und auch ich kann Dir nur raten, Dich mit Embryotox in Verbindung zu setzen. Was mich persönlich wieder etwas von diesem Weg abgebracht hat war der Verlauf der Schwangerschaft von Marcus Frau. Marcus hat hier vor drei Jahren im Forum geschrieben. Bei seiner Frau kam es nach der Einnahme von Mirtazapin zu einer Medikamentennebenwirkung, die glücklicherweise selten ist. Marcus berichtete, dass bei seiner Frau Thrombo- und Leukozyten dramatisch und lebensbedrohlich abgefallen waren. Es folgte eine intensivmedizinische Behandlung. Freilich: Medikamente haben immer mögliche Nebenwirkungen und Risiken und mein persönliches Fazit nach meinen HG-Schwangerschaften ist, dass Untätigkeit bei HG noch riskanter ist. Jetzt rede ich mir auch „leicht“, weil wir kein drittes Kind bekommen haben. Nur hatte ich mir vorgenommen für diesen Fall, bei Mirtazapin auf regelmäßige Blutkontrollen zu achten.

Alles Liebe! Sonja

Mirtazapin statt Zofran?

Urmel10, Dienstag, 03. November 2015, 17:15 (vor 1109 Tagen) @ Sonja2

Hallo,
vielen Dank erstmal für eure Antworten. Ich denke darüber nach, Mirtazapin statt Zofran einzunehmen. Mein Vorrat aus dem Krankenhaus ist nun aufgebraucht (2x8mg.) und meine Ärztin hat mir zunächst nur ein Rezept für fünf Tage ausgestellt (2x4mg.), wegen des Preises. Ich habe Angst davor was passiert wenn ich das Zofran nicht mehr bekomme, auch wenn ich mit der Wirkung nicht ganz glücklich bin. Ein Rezept für Mirtazapin habe ich noch hier. Momentan mein einziger Strohhalm, aber was Sonja schreibt lässt mich natürlich nicht unberührt...Von Paspertin hatte ich bisher noch nicht gehört.
Ich werde euch auf jeden Fall berichten für welchen Weg ich mich entschieden habe und wie die Wirkung war.
Liebste Grüße,
Urmel

Mirtazapin statt Zofran?

Hanna, Bern, Mittwoch, 04. November 2015, 14:56 (vor 1108 Tagen) @ Urmel10

Liebe Urmel

Ich hatte Mirtazapin! Und ja, es war meine Rettung. Zofran hat bei mir immer nur intravenös was gewirkt, und auch da nur gegen den Brechreiz. Die Übelkeit war in gewissen Wochen sooo unerträglich, dass ich fast durchgedreht bin und mir gewünscht habe, ich würde am nächsten Tag nicht mehr erwachen.
Mein Arzt hat mir da Zofran UND Mirtazapin (Zofran 3x 4 mg und Mirtazapin 7.5 am Morgen und 7.5 am Abend, eine Zeit sogar am Morgen 15 mg)
verschrieben und diese Kombination hat gewirkt! Es gibt keine Studien darüber, aber ich wollte, musste das Risiko auf mich nehmen, sonst hätte ich wohl kaum durchgehalten.
Mit dieser Kombi bin ich so 7 Wochen gefahren, danach hab ich das Zofran ausgeschlichen und nur noch Mirtazapin bis ca Woche 25 genommen.
Bei mir hat dies wirklich auch die Übelkeit von absolut unerträglich auf erträglich runtergebracht. Hey, ein Versuch ist es unbedingt wert! Vielleicht erst ohne Kombi mit Zofran, aber wenn du das auch probieren willst, mein Sohn ist absolut gesund trotz sooo vielen Medikamenten!

Mein FA hat mir übrigens gesagt, dass er Mirtazapin inzwischen erneut bei einer Patientin eingesetzt hat, der es sehr geholfen hat.

Ich wünsch dir alle erdenkliche Kraft für die nächsten Wochen! Mich schaudert, wenn ich daran denke und ich hoffe, du findest noch etwas, was es dir erträglicher macht! Halte durch!!!
Hanna

Mirtazapin statt Zofran?

Hanna, Mittwoch, 04. November 2015, 14:59 (vor 1108 Tagen) @ Hanna

Und was Nebenwirkungen betrifft: ja, es gibt die bei fast jedem Medikament bei bestimmten Personen. Harmlos ist es sicherlich nicht. Aber ich hatte das ok. von Embryotox. Blutkontrollen sind übrigens sicher eine gute Idee.
Bei mir habe ich es ausser der anfänglichen Müdigkeit (wird dann mit der Zeit schwächer) wirklich nichts gehabt. Da hatte ich vom Zofran viel mehr Nebenwirkungen.
Aber eben, eine Garantie hat man nie.

Hanna

Mirtazapin statt Zofran?

Urmel10, Mittwoch, 04. November 2015, 15:53 (vor 1108 Tagen) @ Hanna

Hallo Hanna,
danke für deine Nachricht. Ich werde es morgen telefonisch bei meiner Frauenärztin ansprechen, ich hatte schon wegen des Zofrans um Rückruf gebeten, weil meine Packung ja nur noch für kurze Zeit reicht und ich auch mehr als verordnet (3x4mg. statt 2x4mg.) nehme, weil ich ansonsten wieder in die Kotzspirale komme. Ich hatte sie beim letzten Termin schon auf Mirtazapin angesprochen und sie hat damit bisher keine Erfahrungen gemacht. Ich werde versuchen Veröffentlichungen über die Behandlung von Schwangeren mit diesem Medikament zu bekommen. Ich habe hier zwar ein Rezept liegen (über eine Bekannte, sie ist Frauenärztin in einer anderen Stadt und kennt es von einer Kollegin die sich damit selbst therapiert), aber ich würde natürlich gerne von meiner Frauenärztin "begleitet" werden. Bisher war sie sehr verständig, ich hoffe jetzt einfach mal, dass sie sich darauf einlässt. Erschreckenderweise mache ich mir über die Nebenwirkungen momentan wenig Sorgen weil ich emotional auf Eis gelegt bin durch die Übelkeit. Ich bin einfach am Ende und gäbe es nicht dieses Forum wäre ich vermutlich schon durchgedreht.
Liebste Grüße,
Urmel

Mirtazapin statt Zofran?

Sonja2, Mittwoch, 04. November 2015, 16:17 (vor 1108 Tagen) @ Urmel10

Liebe Urmel,

ich bin froh, das jetzt so zu lesen, denn ich habe mir schon Vorwürfe gemacht, dass ich mit meinem Beitrag verunsichert haben könnte. Seit Jahren bin ich in diesem Forum und es gab so manche Frau, die hier berichtet hat, dass ihr das Mirtazapin geholfen hatte. Die erwähnte Nebenwirkung ist wirklich selten. Es war ein grandioses Pech, welches da die besagte Familie ereilt hatte. Die Lehre aber, die ich daraus gezogen hatte war, dass es nicht verkehrt sein kann, die Zeichen einer solchen Blutbildveränderung zu kennen, um rechtzeitig reagieren zu können. Und freilich, wie Hanna gerade schrieb: es gibt immer Risiken. Nach allem, was ich bislang weiß, ist die HG selber ein Risiko und ich selber bin rückblickend froh, dass ich Ärzte hatte, die mich in der zweiten Schwangerschaft mit wirklich wirksamen Medikamenten unterstützt haben. Ich wünsche Dir so, dass Deine Frauenärztin Dich unterstützt!

Alles Liebe, Sonja

Mirtazapin statt Zofran?

Sonja Diana, Mittwoch, 04. November 2015, 20:03 (vor 1108 Tagen) @ Urmel10

Liebe Urmel,

deine "Gleichgültigkeit" bezüglich der Nebenwirkungen kenne ich nur zu gut. Es geht einem so hundeelend, da springt der Überlebensinstinkt an. Ich hatte das auch. Ich meiner 2. und 3. Schwangerschaft habe ich mir mehr als einmal gewünscht, das Baby zu verlieren, damit es endlich vorbei ist. Mein schlechtes Gewissen deswegen war lange Zeit sehr groß. Ich glaube aber mittlerweile, dass das nicht Ausdruck eines schlechten Charakters sondern schlichtweg die pure Verzweiflung.

Alles Gute! Ich hoffe, Dir geht es bald besser.

Viele Grüße
Sonja

Mirtazapin statt Zofran?

Urmel10, Freitag, 06. November 2015, 07:26 (vor 1106 Tagen) @ Sonja Diana

Hallo!
Ich bin für jede Antwort dankbar, Sonja(2) mach dir also bitte keine Gedanken. So hat man das Gefühl seine Entscheidung gut abwägen zu können. Mit HG ist man ja ein wenig auf Erfahrungsberichte angewiesen, da es so wenig Sachverstand von der medizinischen Seite gibt. Meine Frauenärztin und auch ihre Kollegen in der Gemeinschaftspraxis kennen die Behandlung mit Mirtazapin nicht. Meine Frauenärztin hat sich nun aber eingelesen und gesagt, dass wir es versuchen. Sie ist wirklich ein Glücksgriff. Ich bekomme heute das Rezept und soll dann erstmal eine täglich nehmen. Meine Bekannte empfahl mir sie abends zu nehmen wegen der Übelkeit. Meine Sorge ist, dass die Wirkung dann "verpufft" ist bevor der Tag beginnt.
@Hanna: Kannst du dazu vielleicht etwas sagen oder jemand der Erfahrungen hat?
Liebe Grüße von Urmel mit ein bisschen Hoffnung im Bauch. Ich werde berichten.

Mirtazapin statt Zofran?

Urmel10, Freitag, 06. November 2015, 07:28 (vor 1106 Tagen) @ Urmel10

Korrektur: Ich soll die Tablette abends nehmen wegen der MÜDIGKEIT, nicht wegen der Übelkeit.
LG, Urmel

Mirtazapin statt Zofran?

Hanna, Dienstag, 10. November 2015, 17:44 (vor 1102 Tagen) @ Urmel10

Ja, bei mir war es tatsächlich so, dass ich zwei Rationen brauchte über 24h verteilt. weil die Wirkung hat nicht 24 h gereicht. Es macht aber durchaus Sinn, am Anfang Abends zu nehmen oder zumindest am Abend die grössere Dosis. Denn da bist du hundemüde. Mit der Zeit nimmt die Müdigkeit aber ab und dann hab ich Morgens und Abends gleich viel genommen. Ich hoffe so, dass es dir hilft und es dir bald besser geht!
glg Hanna

Mirtazapin statt Zofran?

Urmel10, Mittwoch, 11. November 2015, 10:00 (vor 1101 Tagen) @ Hanna

Hallo,
ich wollte nun einmal berichten wie es mir mit dem Mirtazapin ergeht.
Ich nehme jetzt immer abends um 20h 15mg. Es hat 2/3 Tage gedauert, aber nun ist mir wirklich nur noch ein ganz kleines bisschen übel, absolut erträglich (man fängt ja auch an in Relationen zu denken). Auch die Müdigkeit wird weniger oder ich gewöhne mich mehr daran. Was nun noch bleibt ist ein physischer und körperlicher Knacks. Ich habe ja nun einige Wochen 24h gelegen und fühlte mich so gefangen in meiner Situation, dass ich jetzt ein wenig Zeit brauche um wieder so voll in den Alltag einzusteigen. Zum einen sitzt die Angst im Nacken, dass man jeden Moment wieder erbrechen könnte, zum anderen fehlt mir noch einiges an Energie. Ich bin schnell aus der Puste und auch meine Nerven sind noch etwas empfindlich.
Aber ich bin ganz zuversichtlich, dass sich das mit den nächsten Tagen geben wird und ich wieder Sicherheit gewinne!
Also von mir ein 100% ja zu Mirtazapin, ich bin unendlich dankbar, dass ich nun von diesem Elend befreit wurde!
Alles Liebe,
Urmel

Mirtazapin statt Zofran?

schluma, Mittwoch, 11. November 2015, 10:19 (vor 1101 Tagen) @ Urmel10

Oh, das klingt wirklich gut! Ich freue mich total für dich und hoffe, dass für dich nun eine Zeit beginnt, in der du die Schwangerschaft genießen kannst soweit es geht.
Gib dir genügend Zeit, wieder auf die Beine zu kommen. Es kann auch noch ein paar Tage oder Wochen länger dauern.

Liebe Grüße und danke für deine tolle Rückmeldung!!

schluma

Mirtazapin statt Zofran?

Urmel10, Mittwoch, 11. November 2015, 10:33 (vor 1101 Tagen) @ Urmel10

Guten Morgen! Ich meine natürlich psychischer und physischer Knacks!

Mirtazapin statt Zofran?

Hanna, Freitag, 13. November 2015, 09:19 (vor 1099 Tagen) @ Urmel10

Ach das freut mich so! Mir erging es ähnlich. Erst mit Mirtazapin konnte ich es aushalten.
Und ja, ich bin danach noch wochenlang in einer "Angststarre" verharrt, ob es sich wirklich bewähren würde oder ob der Horror zurück kommen würde. Er kam nicht! Und wird auch bei dir nicht. Auch wenn es damit nicht weggeht.
Ich verstehe auch all deine psychische Not so gut. Lass dir nun viel Zeit. Du hast etwas ganz traumatisches durchlebt und musst jetzt erst mal Stabilität gewinnen.
Ich habe damals wirklich wochenlang nur versucht, wieder Boden unter den Füssen zu bekommen und wieder Vertrauen zu fassen. Irgendwann ging besser, auch wenn ich bis zum Schluss gekämpft habe. Such dir viel Unterstützung und überlege dir, was dir seelisch Kraft und Halt gibt.
Aber erst einmal bin ich so froh, dass es dir Erleichterung gebracht hat!
Ja, Mirtazapin ist wirklich was für alle, bei denen Zofran nicht wirkt!
Halte durch, sei gedrückt
Hanna

Mirtazapin statt Zofran?

E aus Bamberg @, Mittwoch, 05. September 2018, 09:00 (vor 72 Tagen) @ Urmel10

Von mir ein klares JA.

Mehrfach Krankenhaus, Nahrung und Flüssigkeit nur über die Venen für mehr als 10 Wochen.
Keines, wirklich keins der bekannten anderen Medikamente hat bei mir geholfen. Die Ärzte in Bamberg haben alles versucht und letzten Endes psychosomatische Gründe vermutet. Was, so sauer wie es mich gemacht hat (weil es falsch war), mein Glück war. Den dadurch hat die Psychiaterin die mich befragen sollte, mir geraten Mirtazapin zu nehmen.
Erst hab ich sie angemault, dass ich nicht depressiv bin und jeder heulen würde in dieser Lage, aber dann hab ich kapiert, dass man es quasi für die "Nebenwirkungen" nimmt.
Ich hab mich nicht gleich getraut, weil es noch nicht so erforscht war, aber irgendwann ist dir alles egal, Hauptsache es hört auf.
Dass Leben schenken sich wie sterben anfühlen kann!?
Jedenfalls hat eine 7,5mg am Abend mich zum ersten Mal seit Monaten durchschlafen lassen und ich bin früh aufgestanden und hab eine volle Portion gefrühstückt. Leute ich saß am Tisch und konnte es nicht glauben. Ich hab einfach gegessen und alles war gut. In der 20 SSW war der Albtraum vorbei. Ich hatte damals unter 50 kg auf 175 cm und hab in den nächsten 20 Wochen 35kg zugenommen.

Ich hab die 7,5mg am Abend bis zur Geburt weiter genommen. Ich wollte es einfach nicht riskieren mich auch nur eine Sekunde wieder so zu fühlen. Mir war das Risiko des psychischen Schadens zu groß. (p.s. Wenn ihr merkt es belastet euch nach der Geburt noch, dann lasst euch behandeln. Dieses Trauma muss erstmal verarbeitet werden. Auch wenn es meistens in der Realität nicht stimmt, aber es fühlt sich an wie eine Nahtoterfahrung.

Habe gesunde Zwillinge zur Welt gebracht!

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