Hyperemesis vorbeugen oder abmildern - Empfehlungen

mara @, Dienstag, 26. Dezember 2017, 12:01 (vor 267 Tagen)

Ich habe mich nach Monaten der Recherche über die möglichen Gründe von HG, vorbeugenden Behandlungen und Behandlungsansätzen in der Akut-Phase hingesetzt, und die diversen Empfehlungen verglichen und dabei versucht, Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten.

Es ist eine Liste, die hoffentlich Manchen in der Vorbereitung auf eine erneute Schwangerschaft hilft - oder eben durch eine schon bestehende HG-Schwangerschaft zu kommen.
Neben den diversen "Behandlungs-Protokollen" mit Medikamenten möchte ich hier mal die alternativen Ansätze zusammentragen.

Achtung - Es wird lang ... (ich habe leider nicht gesehen, ob es mögliche ist, ganze Word-Dokumente hier hochzuladen)

Hyperemesis vorbeugen oder abmildern - Empfehlungen

mara @, Dienstag, 26. Dezember 2017, 12:06 (vor 267 Tagen) @ mara

Verhindern oder Abmildern von Hyperemesis Gravidarum

Wenn man die diversen (meist englischsprachigen) Webseiten vergleicht, die Tipps zur Vorbereitung auf eine weitere zu erwartende HG-Schwangerschaft geben, gibt es einige Übereinstimmungen.
Die eine Lösung gibt es wohl nicht – sonst hätte sie sich schon herumgesprochen.

Neben der frühzeitigen Einnahme von Medikamenten (bei uns Agyrax oder Vomex), in Amerika/Kanada eher Unisom oder Diclectin (siehe Treatment-Protocol) zielen die Ernährungstipps auf mehrere Dinge ab. Meist steht leider nicht dabei, was die Einnahme dieses oder jenes Mittels, Vermeidung bestimmter Dinge genau „bringen“ soll, aber ich denke, es geht durchaus in eine Richtung.

Grob gesagt machen die Meisten eine Mischung aus:

- Unterstützen der Leber / Entgiften der Leber

- Unterstützen der Darmflora / Bekämpfen eines potentiell vorhandenen Helicobacter pylori
- Zuführen von hochdosierten Spurenelementen und Aminosäuren

- Reduzierung / Vermeidung von Kohlenhydraten


Dazu gibt es verschiedene Ansatzpunkte:

1. Oft liest man davon, dass die Frauen teilweise schon Monate vorher keine Kohlenhydrate oder sehr wenige Kohlenhydrate zu sich nahmen. Gleichzeitig essen sie mehr Proteine (vor allem in Form von Fleisch und Eiern) und guten Fette.

Erklärungsversuch 1 : Sollten sich durch eine Glutensensitivität oder andere Unverträglichkeiten die Darmzotten durch Entzündungen „abnutzen“, können Nährstoffe/Spurenelemente schlechter/kaum aufgenommen werden. Dadurch fehlen dann entweder wichtige Bausteine für den Hormonstoffwechsel bzw. allgemein Stoffwechsel oder die Theorie der mitochondrialen Dysfunktion kommt hier ins Spiel. http://www.hormonesmatter.com/hyperemesis-gravidarum-severe-morning-sickness-are-mitoch...

Erklärungsversuch 2: Kohlenhydrate führen zu stark schwankenden Blutzuckerspiegeln. Das kann zum Einen eine Insulinresistenz nach sich ziehen bzw. belastet die Leber (durch die nötigen Umwandlungsprozesse ). Die Leber als „kritisches“ Organ bei HG taucht immer wieder auf (Fettleber bei HG). Die Leber ist ohnehin belastet durch den enormen Hormonabbau der in der HG-Schwangerschaft massenhaft gebildeten hCG-Hormone (und anderer).
(Es gibt nicht „das Eine“ hcG-Hormon, sondern viele molekulare Varianten, die sich geringfügig unterscheiden. Laut einer Studie liegt bei HG-Schwangeren ein bestimmter Subtyp übermäßig häufig vor, während der in normalen Schwangerschaften häufigste hcG-Typ erniedrigt ist ) https://www.nvp-volumes.org/p1_3.htm .

Erklärungsversuch 3: bei einer (umstritten, ob es das überhaupt gibt!) Nebennierenschwäche soll zur Entlastung der NN möglichst auf Kohlenhydrate verzichtet werden und vermehrt gute Fette, aber auch fettreiches Fleisch, Eier, Avocados gegessen werden.
Die NN produziert die Geschlechtshormone (Cortisol, Östrogene, Testosteron, Progesteron). Das geschieht in einer Art „Kette“ – wenn am Anfang die Ausgangssubstanzen schon nicht für das Cortisol reichen (das für den Selbsterhalt erstmal wichtiger ist, als die Hormone, die für die Eierstöcke/Fetus nötig sind), dann bleibt für Progestron und Co. kaum noch was übrig. Interessant ist, das ab etwa dem 5. Monat die Hormonproduktion von Östrogenen und Co. vom Kind übernommen wird – also SSW 20. Der Zeitpunkt, wo es für viele Frauen langsam besser wird.
Wer keine/wenige Kohlenhydrate isst, muß automatisch viel Proteine essen – und Cholesterin ist der Ausgangsstoff für die Geschlechtshormonsyntese. Es gibt eine Studie, nach der hohe Zufuhr von Proteinen bei HG-Schwangeren zur Verbesserung des Zustandes beiträgt. (Am Rande: mein Speicheltest (auch der ist unter Medizinern sehr umstritten) zeigt massiv erniedrigte Cortisol, Estriol, Estradiol und Progesteronwerte …)

2. Probiotika oder / und fermentierte Lebensmittel (Sauerkraut und Co.)

Erklärungsversuch: durch genug gute Keime im Darm können Nährstoffe besser aufgenommen werden. Ein Mangel könnte zu mitochondrialer Dysfunkton oder NN-Schwäche führen oder durch epigentische oder genetische Besonderheiten besteht ein Mehrbedarf, um die Hormone korrekt herzustellen. Außerdem unterstützt es die Immunabwehr (die Steroidhormone sind dafür u.a. nötig …).
Es gibt auch Probiotika-Stämme, die der Leber beim Entgiften helfen. Also auch hier wieder die Leber als möglicher Ansatzpunkt. Wichtig: Präparat mit vielen verschiedenen Stämmen wählen (ich würde mindestens 10 Stämme bevorzugen, da nicht jeder Stamm „alles“ kann!)

3. Löwenzahn-Saft / Tinktur/ Tee (Dandelion)
Erklärungsversuch: Bitterstoffe helfen dem Leberstoffwechsel
http://www.mothering.com/forum/423-april-2008/738798-dandelion-root.html

4. Mariendistel-Tinktur (Milk Thistle)
Bekannt als Unterstützer der Leberfunktion
http://www.helpher.org/forum3/viewtopic.php?t=14755

Hyperemesis vorbeugen oder abmildern - Empfehlungen

mara @, Dienstag, 26. Dezember 2017, 12:06 (vor 267 Tagen) @ mara

2. Teil:

5. Wilde Jamswurzel
Soll über Progesteronvorstufen die natürliche Progesteronbildung anregen. Hat evtl. wieder etwas mit einer NN-Schwäche zu tun bzw. unterstützt indirekt die Bildung aller Steroid-Hormone.

6. Vitamine, Spurenelemente und Co.

a) Magnesium, bevorzugt als Spray oder Badezusatz (Magnesium-Chlorid-Flakes).
Erklärungsversuch: kein Schimmer, aber es nimmt wohl vielen die Übelkeitsspitzen / gibt einen Energieboost für Arztbesuche oder ermöglicht es, daß Flüssigkeit eine Zeit lang „drin bleibt“.
b) Vitamine – besonders hervorzugeben ist Vitamin B1 in sehr hohen Dosierungen, gerne 100mg.
Erklärungsversuch: mitrochondriale Dysfunktion – siehe verlinkten Artikel von homone-matters. Außerdem wirkt B1 wohl direkt auf das Übelkeitszentrum.
Vitamin C, hochdosiert (mind. 100mg) – für viele Stoffwechselvorgänge nötig.
c) L-Carnithin und Co-Enzym Q10
Erklärungsversuch: mitochondriale Dysfunktion? Oder allgemein Wichtig für die Hormonsynthese?

http://www.mothering.com/forum/19-i-m-pregnant/618836-preventing-reducing-morning-sickn...

http://holytempleunderrenovation.blogspot.de/2017/08/im-back-pregnancy-and-birth-update...

http://whiningpuker.blogspot.de/2017/09/preventing-hyperemesis-gravidarum-four.html

Hyperemesis vorbeugen oder abmildern - Empfehlungen

Helferlein11, Mittwoch, 03. Januar 2018, 14:44 (vor 259 Tagen) @ mara

Liebe Mara,

ich finde dein Engagement und die Mühe, die du dir gemacht hast super!

Vielen Dank :-) :love:

Darf ich die Tipps bei Urbia weitergeben? Damit möglichst viele Zugang zu den Tipps haben.

Ich wünsche euch allen ein frohes und vorallem gesundes neues Jahr meine Lieben.

Hyperemesis vorbeugen oder abmildern - Empfehlungen

mara @, Mittwoch, 03. Januar 2018, 15:26 (vor 259 Tagen) @ Helferlein11

Klar, gerne. Und ich würde mich über Rückmeldungen freuen, wenn was geholfen hat.

Hyperemesis vorbeugen oder abmildern - Empfehlungen

mara @, Mittwoch, 03. Januar 2018, 15:27 (vor 259 Tagen) @ mara

Hyperemesis vorbeugen oder abmildern - Empfehlungen

mara @, Mittwoch, 03. Januar 2018, 17:19 (vor 259 Tagen) @ mara

So ... und nun noch ein "Treatment-Protocol von Charity Shirey, ergänzt mit Anmerkungen von mir (in erster Linie zu den verwendeten Medikamenten).

Diese Auflistung zeigt, daß da bei uns noch Luft nach oben ist was die Kombination und auch Auswahl der Medikamente angeht ...

TREATMENT PROTOCOL
Here is a summary of general treatment advice as well as my story of how I beat HG. It's long but useful if you're looking to beat HG! This is based on my own and other HG ladies experiences as well as research and protocols from helpher.org and other medical studies. Please ask questions if you have any! Knowledge is power in the fight against HG!

Before pregnancy - find an ob that will see you and prescribe you meds as soon as you get a positive test. If you can find one with HG knowledge that's even better but I have yet to find that for myself! Talk to them and put together a treatment plan. Discuss medication options as well as other options like home care and where to get iv fluids. If they won't cooperate, find a new one!
You may do supplements if you wish. It's hard to nail down what each individual needs and some women don't see improvement after supplementation but it doesn't hurt!

Stage 1 of med treatment:
Start diclegis/unisom (doxylamine succinate) right after you get a positive test ( Diclegis hat als Wirkstoff Doxylamin und Pyridoxin= Vit B6), Bei uns ist Doxylamin als “Hoggar night” rezeptfrei zu bekommen und wird auch von manchen Frauenärzten bei gegen HG verschrieben) Unisom hat als Wirkstoff ebenfalls Doxylamin.
If for some reason you can't take doxylamine then Benadryl (Wirkstoff Diphenhydramin, bei Embryotox gelistet, bei uns z.B. unter dem Handelnamen Betadorm, rezeptfrei) or dramamine (Wirkstoff Dimenhydrinat - “unser Vomex A”) or meclizine ( = Meclozin = Agyrax) could work as a substitute.
Supplements:
Magnesium, in spray form
B1 (thiamine), B12, B6(methylated or "active" is best, don't take B6 if you're already on diclegis)
There are other supplements you can take, and of course your prenatals but these are universal for HG.
*START MEDS AS SOON AS YOU KNOW YOU ARE PREGNANT* Do not wait until you are sick, meds are much less effective after HG starts. Starting early is what makes the biggest difference for most women.
Ich würde Magnesium und die B-Vitamine nicht vernachlässigen – speziell Vitamin B1!!! , dazu aber an anderer Stelle mehr. Es gibt aber Frauen, die auf B12 und B6 mit mehr Übelkeit reagieren)

Stage 2 of med treatment:
Start after your first symptoms poke through your diclegis/unsiom.. Don't wait till you feel really bad. The first hint of nausea should be your indication. This is when you start adding in more meds to work in combination. I will detail some meds and their properties below. The goal should be 3-5 meds by the middle of your first trimester. Everyone will have a different ideal combo but I will give examples of mine below. *if you are already sick, skip right to a full med combo.

Stage 3 of treatment: When HG gets really bad despite proactive treatment or you did not get good treatment early and are already very sick and a good med combo is not working. Get IV fluids/IV therapy if you get dehydrated. Usually rule of thumb is 24hrs of not keeping fluids down but you can always go earlier if you are dehydrated. Make sure they give you vit b1 in your IV because it gets deficient extremely quickly in hg women. Since oral meds are not working well enough its time to consider other options:
-Steriods: HelpHER steriod protocol http://www.helpher.org/hyperemesis-gravidarum/treatments/steroid.php (Siehe auch Corticoid-Therapie oder Cortioson-Therapie)
-Zofran or reglan pump
-Gabapentin (laut Embryotox eher zweifelhaft, individuelle Beratung nötig)
-ng (feeding tube) to help administer meds and nutrition while reducing risk of vomiting
These are great treatment options with minimal risks for you and baby and can be highly effective for severe HG that is not responding to other treatment. Work with your doctor to figure out if you need to continue some or all of your oral med combo while using these options.

Hyperemesis vorbeugen oder abmildern - Empfehlungen

mara @, Mittwoch, 03. Januar 2018, 17:20 (vor 259 Tagen) @ mara

Stage 4 of treatment: Hospitalization and/or PICC line (peripher eingeführter zentraler Venenkathether). I have yet to find a woman who followed this protocol and still needed these options but it is possible as there are just horrifically severe cases of HG and other health issues could complicate treatment and get a woman to this point. The reason I include the PICC in this category as a last resort is because of the risks that come with it. The picc is a line placed placed deep into a vein that extends up the vein towards the heart. Constant meds and nutrition can be administered long term with great effectiveness through a PICC. The problem with the PICC is that it comes with a very high risk, as high as 50%, of blood clots and infection, both are dangerous for baby and harder to treat and prevent in pregnant women as powerful antibiotics and blood thinners come with significant risks as well. The goal is to avoid a PICC but it does greatly help many severe cases and is an option if other methods of treatment have failed. Good analysis of ng tube vs picc: http://www.helpher.org/forum3/viewtopic.php?t=962

For info on all med options, dosages and side effects - http://www.helpher.org/mothers/treatments/medications.php
Common Medications as sorted by class:

Mild H1 antihistamines - to be used as very early treatment or in combination with other more powerful meds, all are available OTC in the States. Takes much longer (a week or two) to build up to full effectivity
-Meclizine (bonine, cyclizine - not available in the USA, is a more powerful version – in Deutschland nicht zugelassen; nicht so stark sedierend aber nicht unkritisch, siehe Wikipedia)
-Benadryl ( Diphenhydramine) (Schlafmittel, daß auch antiemetisch wirkt, wie vomex)
-Dramamine ( Dimenhydrinate, Gravol) (Wirkstoff Dimenhydrinat , Vomex)
-Doxylamine Succinate (diclegis, unisom, diclectin)

Seretonin Antagonists - Very effective immediately, best for treating vomiting, side effects are common, always start a daily stool softener to prevent severe constipation on these meds.
-Zofran (odansetron)
-Kyrtil (granisetron)

-Phenergan (Promethazine) - effective for nausea (Promethazin = Atosil, auch in Deutschland gelegentlich eingesetzt)
-Metoclopramide (Reglan) - really good at treating nausea and vomiting after eating, keeps digestion moving (Metoclopramid = MCP – als Tropfen, Tablette oder i.V. imTropf)
-Scopolamine Patch (hyoscine) - sticks on the skin so no risk of vomiting it up and is a unique drug class so might work for women who have a bad reaction to other drugs. There is a shortage so may be hard to get a hold of. (Hyoscin oder Scopolamin, schwierig, siehe Embryotox. Evlt. Eine Möglichkeit)

Steriods - http://www.helpher.org/hyperemesis-gravidarum/treatments/steroid.php

Anti reflux meds - do not really treat HG but can help with symptoms that come with frequent vomitting
-Pepcid
-Zantac

Notes on HG meds - This is not by any means an exhaustive list but these are the most common options. Often times, not always, a combo of a med from each category can be very effective. Bad reactions and uncomfortable side effects are common! Please keep your doctor informed, some are okay and some might require you switch to a different med. Don't get discouraged if you have to stop a certain med. There are lots of options and I've had to switch before and have still had good treatment. If you have tried a med in the past and it didn't work, don't give up on it. Often meds started too late or without a good combo are ineffective but started early and in a combo can help greatly. This has been true for me and many other women.

Hyperemesis vorbeugen oder abmildern - Empfehlungen

mara @, Mittwoch, 03. Januar 2018, 17:20 (vor 259 Tagen) @ mara

My story - 1st kid HG blindsided me and I ended up trying a few meds here and there, one at a time (diclegis, zofran, phenergen) but nothing worked. I needed fluids often and I ended up underweight. I spent 3 months couch bound and absolutely miserable. It went away on its own at around 18 weeks. It was considered moderate HG. Second kid, after all my research, I started diclegis right at positive. I felt the nausea hit around 6.5 weeks and added in meclizine and benadryl. That lasted me till 8 weeks till I felt some more nausea poking through so I added in Phenergan. That really took care of it for me. I was really tired because of the meds but still very grateful I didn't have HG. Phenergan gave me some weird side effects so I weaned off it as soon as I could, at 12 weeks. I would only wean if skipping a dose made no difference. I did not tolerate even a hint of nausea. By the second trimester I weaned off meclizine and benadryl. I stayed on diclegis for a while but eventually I weaned off that as well. I didn't lose weight and I was functional (not 100% but at least I could walk) the whole time. I still needed more help but I wasn't miserable! 3rd HG pregnancy I did the same thing except my doc didn't want me on phenergen again. So I switched to reglan which helped, though not as much and I only took it as I needed it because it gave me migranes. I also maintained weight, didn't get dehydrated and had some function. Still tired and weak but again, not miserable!

I have yet to find a woman who didn't have a better experience if she followed this protocol! Some with more severe HG won't beat it like I did but at the very least it was much better for them and they were able to avoid more serious intervention.

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mara @, Mittwoch, 03. Januar 2018, 17:27 (vor 259 Tagen) @ mara

Und als Abschluss das Behandlungsprotokoll mit genauen Dosierungsangaben vom "Hospital for sick Children" von MotheRisk

http://www.motherisk.org/prof/updatesDetail.jsp?content_id=875

Hyperemesis vorbeugen oder abmildern - Empfehlungen

Helferlein11, Donnerstag, 11. Januar 2018, 20:20 (vor 251 Tagen) @ mara

Hallo Mara,

kennst du ein Produkt, welches Vitamin B1 in der 100 mg Dosis anbietet?

Liebe Grüße :)

Hyperemesis vorbeugen oder abmildern - Empfehlungen

Helferlein11, Donnerstag, 11. Januar 2018, 20:24 (vor 251 Tagen) @ Helferlein11

Hast du es schon selbst probiert oder gibt es auch jemanden in diesem Forum hier mit Vitamin B1 Erfahrung?

:flower:

Hyperemesis vorbeugen oder abmildern - Empfehlungen

mara @, Freitag, 12. Januar 2018, 11:32 (vor 250 Tagen) @ Helferlein11

Hallo Helferlein,

ich glaube Lunalette hat eine Verbesserung nach B1-Infusionen gemerkt. Ich habe inzwischen auch das Buch "The natural way to a troubel-f*ree pregnancy" von John B. Irwing hier liegen, der dafür plädiert, allen Schwangeren von Anfang an 100mg Vitamin B1 (=Thiamin) zu geben. Angeblich hemmt ein von der Plazenta gebildetes Enzym die aufnahme von Vitamin B1 ... Die extrem hohe Dosis von 100mg empfiehlt er, weil es dadurch zur Diffusion durch die Darmwand kommt und die gehemmte Enzymreaktion so keine Rolle mehr spielt. Es werden also nicht wirklich 100mg aufgenommen, sondern nur ein kleiner Teil davon - aber eben nur, weil die Konzentration so hoch ist.
Wenn Schwangere schon stärkere Anzeichen einer Präklampsie zeigen, dann rät er zu Infusionen, weil die orale Aufnahme dann versagt.

Ich muß sagen, daß ich dem Buch zwiegespalten gegenüberstehe (habe aber erst 1/3 gelesen), weil er sehr viele Behauptungen in den Raum stellt, ohne auch nur eine Theorie zu bringen, warum dies oder jenes so sei.
Andererseits hat er eben Beobachtungen gemacht (also sehr kranke Schwangere, meist mit beginnendem HELLP-Syndrom /Präklampsie, die durch 100mg Vitamin B1 rasch geheilt wurden und gesunde Kinder hatten).
Ich will nicht sagen, daß das falsch sein muß (nur ich persönlich mag lieber wissenschaftliche Texte - das Buch ist ganz klar für medizinisch unbedarfte Schwangere).

Ich selbst nehme alle paar Tage Vitamin B1 (Vitamin B Activ) 100mg von NewLife Nutrition ... es ist recht teuer, hat aber alle möglichen anderen B-Vitamine in hochdosierter und für den Körper gut aufnahmefähiger Form drin. Z.B. Folsäure 400 Mikrogramm als Calcium-L-methylfolat (Folsäure kann man sich also auch schon sparen). B6 und B12 auch.
Allerdings habe ich hier auch "nur" Vit B1 100mg von Vitaking stehen. Das war wesentlich billiger. Damit will ich ab und zu mal abwechseln.

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Helferlein11, Freitag, 12. Januar 2018, 16:06 (vor 250 Tagen) @ mara

Danke Mara für die ausführliche Antwort :-) hast durch die Einnahme auch schon eine Besserung oder beugst du damit vor?

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mara @, Freitag, 12. Januar 2018, 21:02 (vor 250 Tagen) @ Helferlein11

Ich hoffe damit vorbeugen zu können. Mein "Programm" umfasst noch L-carnithin, coenzym Q10, Mariendistel-Kapseln, Magnesium und niedrig dosierte Progesteron- und Estriolcreme wegen meiner vermuteten Nebennierenachwäche lt. Speichelanalyse. Außerdem ab und an Probiotika und der Versuch, Kohlenhydratarm und zuckerarm zu essen.

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