Kontaktperson in Darmstadt?

Nila, Dienstag, 09. Januar 2018, 11:34 (vor 189 Tagen)

Hallo zusammen,
mich hat es leider auch erwischt. Habe schon einen Krankenhausaufenthalt hinter mir und diverse Medikamente aus umliegenden Ländern helfen auch nicht. Mein FA kennt sich leider überhaupt nicht mit HG aus.
Nun meine Frage an euch: kennt ihr jemanden in Darmstadt (Hebamme oder FA), der/die Erfahrung mit HG hat, mich ernst nimmt und mir mit Verständnis beraten kann?
LG

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StephMeph, Mittwoch, 10. Januar 2018, 11:20 (vor 188 Tagen) @ Nila

Liebe Nila,

ich komme nicht aus Darmstadt, wollte deinen Post nach einem Tag aber nicht unkommentiert lassen. Es tut mir sehr leid, was du durchmachst und auch noch keine richtige Hilfe gefunden hast. Vielleicht magst du hier mal genauer erzählen was du schon ausprobiert hast. Hier herrscht ein unglaubliches Wissen und vielleicht fehlt dir noch ein entscheidender Hinweis. Mein Eindruck ist sowieso, dass es kaum eine kompetente Hebamme oder Ärztin gibt, die meisten lassen die Frauen leiden und empfehlen Ingwerkekse....

Zumindest hört dir hier immer jemand zu und du kannst evtl das eine oder andere nochmal ausprobieren.

Alles Liebe! Wir wissen, wie furchtbar HG ist...

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Nila, Mittwoch, 10. Januar 2018, 21:29 (vor 188 Tagen) @ StephMeph

Hallo,

erstmal vielen Dank für deine liebe Antwort!

Ich bin in der 17. SSW und habe an Medikamenten bisher Nausema (überhaupt keine Wirkung), Vomex (Tabletten, Zäpfchen und im Krankenhaus auch per Infusion -> mehr Schlaf, aber die übelkeit unverändert und zum Erbrechen kam als Nebenwirkung noch ein flüssiger Stuhl dazu) und Agyrax ausprobiert. Agyrax lindert zwar das Erbrechen etwas und wirkt ein wenig appetitanregend, aber die übelkeit ist nach wie vor da.
Ansonsten habe ich noch ein homöopathisches Mittel probiert (Magen Globuli), genauso wie Akupressurbänder und am Anfang auch die ganzen "üblichen" Tipps wie im Bett frühstücken, Ingwer (Bonbons, Tee, Stäbchen, Knolle), verschiedene Tees, etc. Alles ohne Erfolg.
Schlimm ist vor allem, dass FA und Hebamme mich nicht richtig ernst zu nehmen scheinen bzw. sie sich einfach mit HG nicht auskennen oder noch nicht davon gehört haben. Es wird eben oft runter geredet nach dem Motto "hab dich doch nicht so, ich konnte in meiner Schwangerschaft auch morgens keinen Kaffee riechen".

Heute wurde mir noch ein Medikament mit dem Wirkstoff "Mirtazapin" verschrieben, wo allerdings unklar war, ob das wirklich unbedenklich in der Schwangerschaft sei. Mir wurde gesagt, ich solle es in geringen Mengen einnehmen (3-7 mg am Tag). Es ist ein Anti-Depressivum, was wohl auch bei Schlafstörungen eingesetzt wird. Bei Anwendung als Anti-Depressivum, also bei nicht-Schwangeren, beträgt die Tagesdosis wohl 30mg.
Embryotox beschreibt die Möglichkeit auf "Anpassungsschwierigkeiten" kurz nach der Geburt.
Hat jemand hier das Medikament schonmal genommen und kann Erfahrungen teilen?

LG

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mara @, Donnerstag, 11. Januar 2018, 10:00 (vor 187 Tagen) @ Nila

Hallo Nila,

suche mal nach dem Stichwort Remergil oder Mirtazapin hier im Forum.

Der Thread namens "das 3te mal schwanger und zum 2ten mal HE" ... der 13. Beitrag steht einiges zu Mirtazapin (= Remergil).
Es hat Vorteile aber kann eben auch Nebenwirkungen haben, die man überwachen muss. Leider muß man immer abwägen. Im Zweifel würde ich Embryotox anrufen.

Du könntest versuchen, vorher noch eine Steroid-Therapie zu bekommen. Die kann gerade bei Übelkeit gut anschlagen. Muss man ausprobieren. Methylprednisolon-Therapie ist das Stichwort.

Alles Gute,
mara

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Nila, Mittwoch, 07. Februar 2018, 13:36 (vor 160 Tagen) @ mara

Hallo mara,
ich habe tatsächlich bei Embrytox angerufen und dort wurde mir gesagt, dass Mirtazapin in solch geringer Dosis bis zu einer Woche vor der Geburt wohl unbedenklich sei. Eine Steroid-Therapie klingt für mich sehr abschreckend. Hast du das selbst gemacht?

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Deichkind, Donnerstag, 11. Januar 2018, 14:24 (vor 187 Tagen) @ Nila

Hallo Nila!

Ich kann dir Ondansetron empfehlen. Das stillt ebenso den Brechreiz. Ich glaube -so war es jedenfalls bei mir- müssen wir HG Schwangeren diese furchtbare Übelkeit einfach durchstehen. Bei mir hat da auch nichts richtig geholfen. Ich habe bei mir gemerkt, dass viel und regelmäßiges trinken auch dazu beigetragen hat, dass sich die Übelkeit etwas in Grenzen hält. Nun bin ich in der 19. ssw und mir geht es relativ gut. Ich glaube also auch fest daran, je näher ich an die 20. ssw komme, um so besser geht es mir. Daher halte durch, vielleicht wird es dann auch besser bei dir. Zum Ondansetron nochmal: ich nehme 3x täglich 4mg. Vergesse ich mal eine, geht es mir meist den Tag darauf schlechter. Mag Einbildung sein aber ich glaube ein dauerhafter gleicher Medikamentenspiegel trägt viel zu meiner Besserung bei. Und einen Magensäuren-Hemmer nehme ich auch.
Ebenfalls kann ich dir raten dich zu schonen, regelmäßig zu essen und trinken. Mache ich zu viel oder esse und trinke zu wenig, bekomme ich wieder die Quittung, es geht nun mal einfach noch nicht. Wenn ich mich daran halte, komme ich relativ gut durch den Alltag.
Ich wünsche dir sehr, dass es dir bald besser geht. Halte weiter durch!!!
Liebe Grüße
Deichkind

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mara @, Freitag, 12. Januar 2018, 11:50 (vor 186 Tagen) @ Deichkind
bearbeitet von Chrissi, Freitag, 12. Januar 2018, 15:02

Zofran wirkt bei vielen recht gut gegen den Brechreiz (wenn der Spiegel hoch und konstant genug ist), aber kaum gegen die Übelkeit.
Es gibt ja Formen von HG, wo vor allem die Übelkeit das Schlimmst ist und Essen und Trinken verhindert. Ich musst auch nur wenig spucken, aber die 24h-Übelkeit hat mich dennoch dehydrieren lassen.
Ich kann gut verstehen, wenn man diese wegbekommen möchte.
Gegen Übelkeit gibt es nicht so viel und Du musst Dich informieren und entscheiden, wie weit Du gehen möchtest.

Remergil scheint eine Möglichkeit zu sein - ich habe schon einige Male davon gelesen.

Agyrax hilft manchen auch gegen die Übelkeit, aber scheint auch besser gegen das Brechen zu wirken
Steroid-Therapie: Methylprednisolon (https://www.nvp-volumes.org/p1_17.htm )

Zur leichten Abmilderung der Übelkeit haben sich bei einigen Frauen Magnesium-Chlorid-Flakes-Bäder bewährt, auch als Körperspray. (sowas: https://www.vitabay.net/original-zechstein-magnesium-flakes-magnesiumchlorid-dermatolog...

Und das essen von Lakritze, oder sogar Starklakritze (Apotheke). Aber: da gib es eine Studie, daß Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft pro Woche mehr als 6-8 Lakritz-Teilchen (Starklakritze die Hälfte) gegessen haben, ein höheres Risiko für kognitive Einschränkungen haben. Wobei wir hier von wenigen Punkten bei IQ-Tests reden (also nicht von geistig behinderten Kindern). Wäre schon auch interessant, für welches Stadium der Gehirnentwicklung das relevant ist (wenn überhaupt - wir reden hier von einer Studie) - aber dazu wird es natürlich nie Studien geben. Lange Rede kurzer Sinn: ich wurde vielleicht mal an Lakritze lecken und sehen, ob das schon hilft. Oder sehr kleine Mengen essen.

Noch ein Ansatzpunkt: Speicheltest und bei der Hormonselbsthilfe (die vermitteln Arztgespräche am Telefon) beraten lassen. Massiv erniedrigte Hormonwerte (und für die Schwangerschaft gibt es ja nun auch Referenzbereiche) können auch zur Übelkeit führen. Nur gibt es kaum Ärzte, die während einer SS Hormone substituieren. Zumindest aus diesem Grund. Bei KiWu-Behandlungen wird ohne zu zögern die 100fache Menge an Progesteron prophylaktisch gegeben bzw. mit einer Schilddrüsen-Hormongabe hört man während einer Schwangerschaft ja auch nicht auf.

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Nila, Mittwoch, 07. Februar 2018, 13:29 (vor 160 Tagen) @ Deichkind

Hallo ihr Lieben,
erst einmal vielen Dank für eure Antworten. Ich nehme nun seit meinem letzten Beitrag das besagte Mirtazapin in sehr geringer Dosis (1/4 Tablette am Tag) und dies unterdrückt tatsächlich (meistens) das Erbrechen. Manchmal passiert es doch noch, z.B. wenn ich zu viel auf einmal esse (ich habe wieder Appetit!!) oder mich zu schnell/ruckartig bewege. Aber im Großen und Ganzen weniger Erbrechen. Leider kann ich stattdessen nun so gut wie gar nichts mehr tun, da mir direkt schwindelig wird. Ich weiß nicht genau, ob das jetzt von dem Medikament kommt. Weder Lesen noch Fernsehen noch sonst irgendwas geht. Ich liege also den ganzen Tag auf der Couch, schaffe es mal, 5 Minuten nach draußen zu gehen (immerhin) bevor mir wieder schwindelig wird und starre sonst die Decke an. Schön ist das also noch immer nicht. Naja, ich wollte euch einfach nur ein Update geben, wie das Medikament bei mir wirkt inklusive der Nebenwirkungen.
Ondansetron habe ich bisher noch nicht ausprobiert. Hattest du (Deichkind) da irgendwelche Nebenwirkungen?
Liebe Grüße

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mara @, Freitag, 09. Februar 2018, 11:00 (vor 158 Tagen) @ Nila

Hallo Nila,

ich habe in der letzten Schwangerschaft alle gängigen Medikamete ausprobiert (Agyrax vielleicht zu kurz mit nur 3 x tägl. vier Tage lang)

- also Vomex nur kurz (daß hat mich in der ersten SS so extrem ausgenockt und ist auf meine Psyche gegangen, Agyrax, Paspertin/MCP als Infusion - was in der 2. SS leider nur Nebenwirkungen bei mir zeigte, Zofran/Odansetron und noch ein paar harmlosere Sachen von der FA.

Gewirkt hat leider nichts, deshalb habe ich für eine mögliche nächste Schwangerschaft nochmal "geforscht", was es noch an Medikamenten gäbe und was auch schon in anderen Ländern verwendet wird.
Und da verspreche ich mir von der Therapie mit Methylprednisolon eben am meisten (vor allem, da ich generell erniedrigte Steroidhormonspiegel habe (Cortisol, Progesteron, Estriol und Estradiol). Es gibt Studien, die eine sehr gute Wirksamkeit belegen und andere, die es nur mit der Wirksamkeit von Placebos vergleichen.

Im Zweifel muß man es wohl ausprobieren (wenn man einen Arzt findet, der das mitmacht - in Deutschland ist es noch nicht so verbreitet).
Es ist nur ein Tipp, wenn Du noch etwas versuchen möchtest.
Es ist gut, daß Du mit Embryotox telefoniert hast - die können einfach fundiert beraten und einem dadurch Ängste nehmen.
Ich persönlich würde vielleicht in geringen Dosen auch das Mirtazapin probieren, aber bevor ich da höhere Dosen einnehme, eher noch das Methalprednisolon (daß wird ja auch "nur" 3-5 Tage gegeben und dann wieder ausgeschlichen).
Aber das mußt Du und Dein Arzt wissen/entscheiden.
Wenn man die Berichte von Frauen durchliest dann macht es auf mich den Eindruck, das Mirtazapin eher gegen die Übelkeit wirkt (und Hauptsächlich gegen das Erbrechen), als Zofran. Letzteres scheint den Brechreiz gut auszuschalten - aber man liest eigentlich immer, daß den Frauen noch übel ist.
Wenn das Dein "Hauptproblem" ist, dann würde ich nicht zu Zofran wechseln (so Du mit dem Mirtazapin weiterhin gut klar kommst).

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Deichkind, Freitag, 09. Februar 2018, 22:48 (vor 158 Tagen) @ Nila

Hallo Nila!

Ja leider habe ich eine Nebenwirkung. Ich habe totale Probleme beim Stuhlgang, also Verstopfungen. Daher esse ich täglich einen Apfel und nehme ebenso täglich Lactolose zu mir. Damit geht es einigermaßen. Ich nehme das also gerne in Kauf, da es mir mittlerweile bzw. Die letzten Wochen etwas besser ging. Im Moment habe ich wieder dauerhafte Übelkeit tagsüber aber ich hatte die Woche auch einen Riesen Stress mit der Arbeit bzw. mit meiner Arbeitskollegin, denke das das damit zu tun hat.
Wie geht es dir denn derzeit?
Liebe Grüße
Deichkind

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