Kontaktperson in Darmstadt?

Nila, Dienstag, 09. Januar 2018, 11:34 (vor 8 Tagen)

Hallo zusammen,
mich hat es leider auch erwischt. Habe schon einen Krankenhausaufenthalt hinter mir und diverse Medikamente aus umliegenden Ländern helfen auch nicht. Mein FA kennt sich leider überhaupt nicht mit HG aus.
Nun meine Frage an euch: kennt ihr jemanden in Darmstadt (Hebamme oder FA), der/die Erfahrung mit HG hat, mich ernst nimmt und mir mit Verständnis beraten kann?
LG

Kontaktperson in Darmstadt?

StephMeph, Mittwoch, 10. Januar 2018, 11:20 (vor 7 Tagen) @ Nila

Liebe Nila,

ich komme nicht aus Darmstadt, wollte deinen Post nach einem Tag aber nicht unkommentiert lassen. Es tut mir sehr leid, was du durchmachst und auch noch keine richtige Hilfe gefunden hast. Vielleicht magst du hier mal genauer erzählen was du schon ausprobiert hast. Hier herrscht ein unglaubliches Wissen und vielleicht fehlt dir noch ein entscheidender Hinweis. Mein Eindruck ist sowieso, dass es kaum eine kompetente Hebamme oder Ärztin gibt, die meisten lassen die Frauen leiden und empfehlen Ingwerkekse....

Zumindest hört dir hier immer jemand zu und du kannst evtl das eine oder andere nochmal ausprobieren.

Alles Liebe! Wir wissen, wie furchtbar HG ist...

Kontaktperson in Darmstadt?

Nila, Mittwoch, 10. Januar 2018, 21:29 (vor 7 Tagen) @ StephMeph

Hallo,

erstmal vielen Dank für deine liebe Antwort!

Ich bin in der 17. SSW und habe an Medikamenten bisher Nausema (überhaupt keine Wirkung), Vomex (Tabletten, Zäpfchen und im Krankenhaus auch per Infusion -> mehr Schlaf, aber die übelkeit unverändert und zum Erbrechen kam als Nebenwirkung noch ein flüssiger Stuhl dazu) und Agyrax ausprobiert. Agyrax lindert zwar das Erbrechen etwas und wirkt ein wenig appetitanregend, aber die übelkeit ist nach wie vor da.
Ansonsten habe ich noch ein homöopathisches Mittel probiert (Magen Globuli), genauso wie Akupressurbänder und am Anfang auch die ganzen "üblichen" Tipps wie im Bett frühstücken, Ingwer (Bonbons, Tee, Stäbchen, Knolle), verschiedene Tees, etc. Alles ohne Erfolg.
Schlimm ist vor allem, dass FA und Hebamme mich nicht richtig ernst zu nehmen scheinen bzw. sie sich einfach mit HG nicht auskennen oder noch nicht davon gehört haben. Es wird eben oft runter geredet nach dem Motto "hab dich doch nicht so, ich konnte in meiner Schwangerschaft auch morgens keinen Kaffee riechen".

Heute wurde mir noch ein Medikament mit dem Wirkstoff "Mirtazapin" verschrieben, wo allerdings unklar war, ob das wirklich unbedenklich in der Schwangerschaft sei. Mir wurde gesagt, ich solle es in geringen Mengen einnehmen (3-7 mg am Tag). Es ist ein Anti-Depressivum, was wohl auch bei Schlafstörungen eingesetzt wird. Bei Anwendung als Anti-Depressivum, also bei nicht-Schwangeren, beträgt die Tagesdosis wohl 30mg.
Embryotox beschreibt die Möglichkeit auf "Anpassungsschwierigkeiten" kurz nach der Geburt.
Hat jemand hier das Medikament schonmal genommen und kann Erfahrungen teilen?

LG

Kontaktperson in Darmstadt?

mara @, Donnerstag, 11. Januar 2018, 10:00 (vor 6 Tagen) @ Nila

Hallo Nila,

suche mal nach dem Stichwort Remergil oder Mirtazapin hier im Forum.

Der Thread namens "das 3te mal schwanger und zum 2ten mal HE" ... der 13. Beitrag steht einiges zu Mirtazapin (= Remergil).
Es hat Vorteile aber kann eben auch Nebenwirkungen haben, die man überwachen muss. Leider muß man immer abwägen. Im Zweifel würde ich Embryotox anrufen.

Du könntest versuchen, vorher noch eine Steroid-Therapie zu bekommen. Die kann gerade bei Übelkeit gut anschlagen. Muss man ausprobieren. Methylprednisolon-Therapie ist das Stichwort.

Alles Gute,
mara

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Deichkind, Donnerstag, 11. Januar 2018, 14:24 (vor 6 Tagen) @ Nila

Hallo Nila!

Ich kann dir Ondansetron empfehlen. Das stillt ebenso den Brechreiz. Ich glaube -so war es jedenfalls bei mir- müssen wir HG Schwangeren diese furchtbare Übelkeit einfach durchstehen. Bei mir hat da auch nichts richtig geholfen. Ich habe bei mir gemerkt, dass viel und regelmäßiges trinken auch dazu beigetragen hat, dass sich die Übelkeit etwas in Grenzen hält. Nun bin ich in der 19. ssw und mir geht es relativ gut. Ich glaube also auch fest daran, je näher ich an die 20. ssw komme, um so besser geht es mir. Daher halte durch, vielleicht wird es dann auch besser bei dir. Zum Ondansetron nochmal: ich nehme 3x täglich 4mg. Vergesse ich mal eine, geht es mir meist den Tag darauf schlechter. Mag Einbildung sein aber ich glaube ein dauerhafter gleicher Medikamentenspiegel trägt viel zu meiner Besserung bei. Und einen Magensäuren-Hemmer nehme ich auch.
Ebenfalls kann ich dir raten dich zu schonen, regelmäßig zu essen und trinken. Mache ich zu viel oder esse und trinke zu wenig, bekomme ich wieder die Quittung, es geht nun mal einfach noch nicht. Wenn ich mich daran halte, komme ich relativ gut durch den Alltag.
Ich wünsche dir sehr, dass es dir bald besser geht. Halte weiter durch!!!
Liebe Grüße
Deichkind

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mara @, Freitag, 12. Januar 2018, 11:50 (vor 5 Tagen) @ Deichkind
bearbeitet von Chrissi, Freitag, 12. Januar 2018, 15:02

Zofran wirkt bei vielen recht gut gegen den Brechreiz (wenn der Spiegel hoch und konstant genug ist), aber kaum gegen die Übelkeit.
Es gibt ja Formen von HG, wo vor allem die Übelkeit das Schlimmst ist und Essen und Trinken verhindert. Ich musst auch nur wenig spucken, aber die 24h-Übelkeit hat mich dennoch dehydrieren lassen.
Ich kann gut verstehen, wenn man diese wegbekommen möchte.
Gegen Übelkeit gibt es nicht so viel und Du musst Dich informieren und entscheiden, wie weit Du gehen möchtest.

Remergil scheint eine Möglichkeit zu sein - ich habe schon einige Male davon gelesen.

Agyrax hilft manchen auch gegen die Übelkeit, aber scheint auch besser gegen das Brechen zu wirken
Steroid-Therapie: Methylprednisolon (https://www.nvp-volumes.org/p1_17.htm )

Zur leichten Abmilderung der Übelkeit haben sich bei einigen Frauen Magnesium-Chlorid-Flakes-Bäder bewährt, auch als Körperspray. (sowas: https://www.vitabay.net/original-zechstein-magnesium-flakes-magnesiumchlorid-dermatolog...

Und das essen von Lakritze, oder sogar Starklakritze (Apotheke). Aber: da gib es eine Studie, daß Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft pro Woche mehr als 6-8 Lakritz-Teilchen (Starklakritze die Hälfte) gegessen haben, ein höheres Risiko für kognitive Einschränkungen haben. Wobei wir hier von wenigen Punkten bei IQ-Tests reden (also nicht von geistig behinderten Kindern). Wäre schon auch interessant, für welches Stadium der Gehirnentwicklung das relevant ist (wenn überhaupt - wir reden hier von einer Studie) - aber dazu wird es natürlich nie Studien geben. Lange Rede kurzer Sinn: ich wurde vielleicht mal an Lakritze lecken und sehen, ob das schon hilft. Oder sehr kleine Mengen essen.

Noch ein Ansatzpunkt: Speicheltest und bei der Hormonselbsthilfe (die vermitteln Arztgespräche am Telefon) beraten lassen. Massiv erniedrigte Hormonwerte (und für die Schwangerschaft gibt es ja nun auch Referenzbereiche) können auch zur Übelkeit führen. Nur gibt es kaum Ärzte, die während einer SS Hormone substituieren. Zumindest aus diesem Grund. Bei KiWu-Behandlungen wird ohne zu zögern die 100fache Menge an Progesteron prophylaktisch gegeben bzw. mit einer Schilddrüsen-Hormongabe hört man während einer Schwangerschaft ja auch nicht auf.

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