Vitamin H

Helferlein11, Samstag, 27. Januar 2018, 21:44 (vor 264 Tagen)

Hallo Ihr Lieben,

ich bin gerade auf einen Artikel gestoßen, wo Symptome einem entsprechenden Vitaminmangel zugeordnet werden. Bei Übelkeit stand dann das Vitamin H Mangel für anhaltende Übelkeit verantwortlich ist. Da ich Vitamin H noch nie gehört habe, recherchierte ich. Es handelt sich um Biotin bzw Vitamin B7. Seltsam dabei meinten doch die Wissenschaftler immer es sei Vitamin B6 Mangel verantwortlich. Was denkt ihr, vielleicht lohnt sich ja eine Biotin Einnahme? wäre doch toll!

Gute Genesung euch allen

Vitamin H

Helferlein11, Samstag, 27. Januar 2018, 21:49 (vor 264 Tagen) @ Helferlein11

Der Artikel stammt von der Website Wunderweib. Dies wäre auch eine Erklärung warum Silicea hilft, denn dies enthält ja Biotin. Was meint ihr?

Vitamin H

Bonsai, Sonntag, 28. Januar 2018, 14:46 (vor 264 Tagen) @ Helferlein11

Wer genaues darüber wissen will, wo natürliches Biotin drinsteckt....

http://www.food-detektiv.de/gesundlexikon.php

und Silicea:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kieselerde

ich kann verstehen, das man alles versucht, was irgendwie Linderung verspricht, aber als ich Hyperemesis hatte, ging gar nichts - nicht mal Vitaminpräparate. Sogar Wasser kam sofort wieder raus. Wenn mir in der schlimmen Phase jemand gut gemeinte Tipps gab wie: "probier doch mal Vitamin B6" habe ich mich einfach nur nicht ernstgenommen gefühlt.

Insofern würde mich mal interessieren, wer von den aktuell Hyperemesis-Betroffenen tatsächlich eine Linderung seiner Beschwerden durch Kieselsäure, Vitaminpräparate und Nahrungsumstellung erreichen konnte. (also gemeint sind die, die aktuell schwanger sind, Gewichtsverlust durch Erbrechen erlitten und denen es nur durch o.g Mittel und ohne "echte" Pharmaindustriemedikamente besser ging!)

Vitamin H

Sonja2, Sonntag, 28. Januar 2018, 20:08 (vor 263 Tagen) @ Bonsai

Liebe Bonsai,

Dir vielen Dank, es ist nicht das erste Mal, dass Du mir aus der Seele sprichst. Mir ging es ähnlich wie Dir: sehr schwere HG, Vitamine nahezu lächerlich (ganz zu schweigen von Akupunktur, Globuli, Seabands, Ingwer etc.), Vomex und Meclozin unbedeutend, MCP keine Besserung – nur Ondansetron half und das auch nur soweit, dass ich bei täglicher Flüssigkeitsinfusion nur mehr etwa viermal am Tag spuckte. Natürlich achtete auch ich während der Schwangerschaften auf meinen Vitaminstatus. Dennoch war die zweite HG-Schwangerschaft um ein Vielfaches schlimmer als die erste HG-Schwangerschaft. Mir ging es dabei wohl ähnlich, wie Dir, liebe Bonsai: Tipps bezüglich Globuli, Vitamine, Akupunktur etc. erlebte ich als nicht empathisch, einfach weil es die Dimension meiner HG unterschätzte. Speiende Chemopatienten belästigt man auch nicht mit Ingwerempfehlungen ...

Schwangerschaftsübelkeit kann unterschiedlich schwer ausgeprägt sein. Aber fast alle Frauen erleben diese in einer Schwangerschaft. Ich füge eine Passage von http://www.hyperemesis-netz.de/was-ist-hyperemesis.html ein:

"Gadsby interessierte sich 1993 für die Schwangerschaftsübelkeit im Allgemeinen. Er konnte zeigen, dass 80 % der Frauen an Übelkeit in der Frühschwangerschaft leiden. In seiner Erhebung war es 28 % der Frauen es „nur“ schlecht und 52 % der Frauen erbrachen auch."

Das Problem ist, dass auch in der Literatur oft nicht ausreichend zwischen der normalen Form der Übelkeit/des Erbrechens und der HG unterschieden wird. Darüber hinaus ist es so: Wenn von HG gesprochen wird, so werden auch unter diesem Begriff ganz unterschiedliche Ausprägungen subsumiert. Es gibt diejenigen Frauen mit HG-Diagnose, denen es nach einem dreitägigen Krankenhaus dauerhaft besser geht und diejenigen, die sich außerhalb des Krankenhauses und ohne funktionierende ambulante Unterstützung in einem äußerst elenden Zustand befinden, der mit „echten“ Medikamenten behandelt werden muss und der unbehandelt nicht selten im Abbruch von teils auch geplanten Schwangerschaften endet.

Eine HG aber ist deutlich seltener und betrifft je nach Literatur zwischen 0.3 % und 3 % der Frauen. Studien zur Häufigkeit von HG findet man hier aufgelistet.

Liebes "Helferlein": Bonsai und ich, wir sind beide schon viele Jahre in diesem Forum aktiv. Wir gehören zu denjenigen, die hier die eher schwereren Verläufe durchlebt haben, ebenso wie Chrissi, welche diesen Internetauftritt ins Leben gerufen hat. Was ich an diesem Forum immer sehr geschätzt habe ist, dass es aber keine (oder kaum) Hierarchisierung des Leids gibt. Frauen, denen es aufgrund einer HG elend geht oder ging sind willkommen, egal, ob es eine schwere oder eine leichte HG ist. Es gab bislang kein: „Ach, bei Dir ist es ja nicht nennenswert, mir ging es da ja sehr viel schlechter“. Das ist hier kein Wettbewerb und das schätze ich sehr. Auch Frauen, bei denen offen ist, ob es überhaupt um eine HG handelt (und nicht doch eher "normale" Schwangerschaftsübelkeit) fanden hier Rat.

Fortsetzung unten

Vitamin H

Sonja2, Sonntag, 28. Januar 2018, 20:11 (vor 263 Tagen) @ Sonja2

Fortsetzung

Liebes „Helferlein“, wenn ich das richtig verstanden habe gehörst Du zu einer ganz anderen Gruppe von Frauen. Du warst bislang noch überhaupt nicht schwanger, kennst HG nicht, hast keine Mutter oder Schwester, die an HG leidet und musst deswegen befürchten, dass bei Dir die Wahrscheinlichkeit für ein Auftreten erhöht ist, sondern bezeichnest Du Dich selber als „Emetophobikerin“. Als jemand, die nicht weiß, wie sich eine HG anfühlt (eine leichte HG nicht und auch keine schwere HG) postest Du Anregungen, um das Risiko des Auftretens von Schwangerschaftsübelkeit zu minimieren. Das ist etwas, was bei mir ein Unbehagen auslöst. Tipps von Leuten, die nicht wissen, wie schlimm es einem geht habe ich genug gehört in den Schwangerschaften. Gerne waren sie aus der Kategorie „Hausmittelchen“ (zu der ich auch Vitamine zähle). Zumeist wurde dabei nicht zwischen normalem Schwangerschaftserbrechen, leichter oder schwerer HG unterschieden. Im besten Fall erzeugt so etwas bei mir ein Schmunzeln, im schlechtesten Fall Aggression. Verstehe mich nicht falsch, wenn Du gerne schwanger werden möchtest und die Vorstellung des Erbrechens bei Dir große Angst und Panik auslöst (und Dein Risiko in der Schwangerschaft zu erbrechen wird laut Gadsby bei 50 % liegen), dann ist das sicherlich für Dich keine schöne Situation. Das ist eine missliche Lage, in der Du Dich befindest. Das ist mir bewusst. Aber es ist eben doch eine komplett andere Problematik als die, mit der sich Frauen mit HG quälen.

Meine Sorge ist: Ich bin mit Frauen im Kontakt, welche Schwangerschaften mit schlimmer HG durchlaufen (haben) und die nicht hier im Forum in Erscheinung treten, weil sie sich nicht so recht wiederfinden, weil sie sich nicht vertreten fühlen, weil sie irritiert sind von manchen Beiträgen. Und diese Hausmittelchen-Debatten – die wir hier zu meinem Bedauern schon so lange führen – tragen sicherlich nicht ganz unwesentlich dazu bei.

Für wen also ist dieses Forum? Es ist sicherlich nicht an mir, dies zu entscheiden. Aber als ehemals schwer betroffene Frau wünsche ich mir, dass andere aktuell schwer betroffene Frauen sich hier wiederfinden.

Bonsais Fragestellung empfinde ich als sehr inspirierend. Auch mich interessiert: Für wen sind oder waren Vitaminratschläge tatsächlich hilfreich und für wen sind oder waren sie irritierend?

Liebe Grüße, Sonja

Vitamin H

Blauerhimmel, Montag, 29. Januar 2018, 01:30 (vor 263 Tagen) @ Sonja2

Hallo an alle!

Versteht mich nicht falsch, Bonsai und Sonja, aber ich als ebenfalls schwer von Hyperemesis Betroffene (in jeder Schwangerschaft, fast komplett bettlägrig während der kompletten Schwangerschaften etc.) fühle mich nun eher von Euren Beschreibungen verletzt, wenn ihr von Kieselsäure-Gel abwertend als Hausmittelchen schreibt und davon ausgeht, dass es nur bei "leichten" Verläufen helfen könne.

Wer sagt denn, dass nur pharmagepushte Medikamente helfen könnten?
Nur, weil etwas natürlichen Ursprungs ist (und daher auch weniger Lobby hat, weil die Pharmaindustrie daran zu wenig verdient), muss es doch nicht nicht helfen? Ich verstehe, dass ihr die Hyperemesis als schlimme Erkrankung anerkannt wissen möchtet. Das ist klar und auch mein großer Wunsch, und auch mir haben etliche Tipps und Verniedlichungen nichts gebracht. Auch verstehe und höre ich Eure eigenen Verletzungen und Erfahrungen heraus, nicht ernst genommen worden zu sein, und das kann ich als selbst Betroffene nur zu gut verstehen und habe eigene Erfahrungen damit machen müssen.
Doch es kann eben doch auch etwas helfen, während es anderen nichts bringt, wie es auch bei den pharmazeutischen Präparaten immer wieder vorkommt, dass das Eine jemandem nützt, etwas Anderes wiederum nicht.
Bei mir jedenfalls hat das Kieselsäure-Gel viel und deutlich geholfen. Frei war ich nicht, wie schon geschrieben war mein Körper die ganze Schwangerschaften über völlig runtergerockt, aber es hat deutlich geholfen.
Was genau hilft, ist ja schlecht festzustellen. Ich habe die Idee es könnte die Entgiftung sein (durch Überreaktion des Körpers mit erhöhten Beta-HCG-Werten höhere Leberbelastung etc.), sowie der Magenschutz (Einnahme VOR dem Essen als Schutzmantel im Magen, Auskleidung, Beruhigung,bessere Verdauung ..?? ).

Vitamintabletten (verschiedene Bs) haben mir hingegen in der ersten Schwangerschaft nichts geholfen. Im Gegenteil haben sie meine Brechsymptomatik noch verstärkt, so dass ich sie nicht mehr genommen habe (hier allerdings orale Gabe sowie nicht gezielt Biotin, was Du Helferlein erwähntest).

Der Ansatz ist interessant! Ich denke, dass da einfach noch viel mehr wissenschaftliche Forschungsarbeit geleistet werden muss.

Viele Grüße!

Blauerhimmel

Vitamin H

Helferlein11, Montag, 29. Januar 2018, 05:47 (vor 263 Tagen) @ Blauerhimmel
bearbeitet von Helferlein11, Montag, 29. Januar 2018, 05:53

Liebe Sonja und Bonsai,

es tut mir sehr leid, das ihr euch durch meine Beiträge irritiert fühlt :-( Mir ist das Schicksal von euch allen sehr nah gegangen und ja es stimmt leider auch meine Riesen Panik davor, hat mich hier anmelden lassen. Ich bin einfach schockiert, das es noch keine richtige Erklärung für diese schreckliche Krankheit gibt. Daher fing ich Eigenrecherchen an und hoffte insgeheim was zum Forum beitragen zu können. Vielleicht war das naiv von mir :(

Ihr tut mir alle sehr leid und ich bete dafür, das ihr geheilt werden könnt und die Wissenschaft novh mehr herausfindet.

Vitamin H

Helferlein11, Montag, 29. Januar 2018, 05:52 (vor 263 Tagen) @ Helferlein11

@ Blauerhimmel vielen Dank, das du den Ansatz interessant fandest, das freut mich, das mein Beitrag doch noch etwas positives bei jemanden bewirkt hat :)

Auch dir wünsche ich Alles Gute !

Vitamin H

Helferlein11, Montag, 29. Januar 2018, 06:06 (vor 263 Tagen) @ Helferlein11

@ Sonja

Ich kann dich verstehen und werde mich daher als Nicht Betroffene aus dem Forum zurück ziehen.

Alles Liebe euch im Forum! Ich wünsche jeden eine schnelle Heilung und eine Wissenschaft, die sich für euch einsetzt!

Euer Helferlein

Vitamin H

mara @, Dienstag, 30. Januar 2018, 11:55 (vor 262 Tagen) @ Helferlein11

Einzeln eingenommen würde ich mir jetzt keine wirkliche Erleichterung versprechen. Aber es gibt viele kleine Bausteine, die vielen Frauen geholfen haben.
Dazu kann auch ein hochwertiger Vitamin-Komplex gehören ... und die tausend anderen Empfehlungen, die im HG- vermeiden /abmildern-Thread stehen.
Ich würde das auch nicht einfach abtun. Es gibt einfach zu viele Berichte, wo Frauen dadurch bessere Schwangerschaften erlebten (teilweise auch schon nach mehr als 5 üblen vorangegangen HG-Schwangerschaften).
Nur machen viele eben eine Kombination aus Vitaminen, Nahrungsergänzungsmitteln, Leberreinigung, Probiotika, viele auch wenig Kohlenhydrate/Zucker und Sport.

Vor meiner zweiten Schwangerschaft habe ich mich vor allem in die Medikamentenlisten "gekniet" - ich wollte diesmal einfach richtig behandelt werden. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß es bei mir leider nicht angeschlagen hat (oder genug).

Ich glaube auch durchaus, daß man mit Vorbereitung den Körper zumindest optimal vorbereiten und vielleicht auch hormonell ins Gleichgewicht bringen kann, daß die HG-Symptome nicht so schlimm ausfallen.

Dazu gehört aber auch immer idealerweise ein frühzeitiger medikamentöser Ansatz (also z.B. Agyrax ab leisester Übelkeit, ausreichend hoch dosiert und notfalls den Wecker für exakte Einnahme stellen).

Vitamin H

Blauerhimmel, Mittwoch, 31. Januar 2018, 02:20 (vor 261 Tagen) @ Helferlein11

Vielen Dank, Helferlein !

Ich persönlich finde, dass jeder hier etwas beitragen kann. Wollen wir im Forum tatsächlich "unter uns" bleiben? Was ist mit all den Verwandten, Freunden, Hilfesuchenden sowie Menschen mit Ideen? Was ist mit der Aufklärung der Öffentlichkeit, der Suche nach den entscheidenden Bausteinen, die dazu führen können Hyperemesis zu verstehen und vielleicht zu bekämpfen oder gar zu verhindern ?

Vitamin H

StephMeph, Mittwoch, 31. Januar 2018, 12:17 (vor 261 Tagen) @ Blauerhimmel

Liebe alle,

ich glaube, eine Diskussion, wer hier was beitragen darf, kann und sollte nicht geführt werden, das vergiftet nur die Atmosphäre. Aber ich finde es auch legitim, darauf hinzuweisen, dass diese "Hausmittel" Diskussionen auch nicht naja ideal sind? Eigentlich finde ich, könnte man auch einfach diese Post, die keine Relevanz für einen selbst haben, ignorieren. Frauen, die sich davon abgeschreckt fühlen, sollten von sich aus den Mut entwickeln, eigene Diskussionen zu starten. Dafür gibt es genügend andere Post in diesem Forum, in denen ganz andere Themen zu Tage kommen.

Zum Thema selbst: ja, auch ich finde es irritierend, wenn jemand, der nicht betroffen ist, es nie war, mit der Idee eines Vitaminmangels um die Ecke kommt. Mich stört es nicht, eventuell kommt ja was fruchtbares aus so einer Diskussion bei raus. Aber ich selbst verspreche mir davon nichts. Nach zwei HG-Schwangerschaften bezweifle ich stark, dass die Einnahme eines Vitaminpräparats dieses Elend beenden könnte. Oder gar mildern. Sicherlich, in Kombination mit anderen Maßnahmen kann es eventuell vorbeugen und HG mildern.

Wir müssen hier alle aufeinander Rücksicht nehmen: Rücksicht, auf die Frauen, die härteste Sachen durchleben mussten - muss man denen wirklich mit einer neuen alten Theorie zu Vitaminmangel herkommen? Und Frauen, denen so ein Ratschlag nichts hilft, können die nicht drüber wegsehen und sich selbst Themen suchen?

LG
Stephanie

Vitamin H

Bonsai, Mittwoch, 31. Januar 2018, 17:18 (vor 260 Tagen) @ Blauerhimmel
bearbeitet von Bonsai, Mittwoch, 31. Januar 2018, 17:25

" wenn ihr von Kieselsäure-Gel abwertend als Hausmittelchen schreibt und davon ausgeht, dass es nur bei "leichten" Verläufen helfen könne."

Richtigstellung:
ich habe Kieselsäure -Gel nie abwertend als Hausmittelchen beschrieben. Ich habe nur gefragt, wem hat es tatsächlich OHNE die zusätzliche Einnahme eines Pharmazeutisch hergestellten Medikamentes geholfen.

So wie ich es jetzt zähle, gibt es aktuell im Forum 1 Userin, der Kieselsäure/Vitamine/Entgiftung alleine geholfen haben und 3 (wenn ich mich nicht irre), denen dies in Kombination mit Medikamenten geholfen hat.

Ich bzw. mein Mann hätten nie dieses Forum gelesen, wenn zur Zeit meiner ersten Hyperemesis-Schwangerschaft soviel von Vitamingaben und Naturmedikamenten geschrieben worden wäre wie in den letzten Monaten. Nur dadurch, dass in diesem Forum eben nicht permanent wie von tausend anderen nicht betroffenen Menschen Vitamine, Globuli und Naturmedikamente empfohlen wurden (die ich tatsächlich auch vorher probiert habe, genau wie die meisten Frauen, die schwere Verläufe haben), habe ich Vertrauen in dieses Forum gefaßt. Nur durch dieses Forum konnte ich meine Frauenärztin und auch meinen Mann davon überzeugen noch andere Medikamente als Nausema, Nux vomeca oder Vomex mit mir zu probieren. Nur durch dieses Forum konnte ich einigen Freunden beibringen, dass es nicht an mir oder meiner falschen Ernährung liegt, dass ich so eine schwere Schwangerschaft mit 10 Kilo Gewichtsverlust in den ersten 4 Wochen habe, dass ich nicht mal Wasser, geschweige denn Kamillentee in mir behalten konnte.

Es geht mir nicht darum in "schwere" und "leichte" Formen zu unterteilen. Ich finde es nur sehr wichtig, dass hilfesuchende Frauen nicht dadurch verschreckt werden, dass es hier eben wieder nur um Vitamine, Globuli, Naturmedikamente und Nahrungsumstellung geht. Ich möchte auch nicht, dass Frauen viel Geld für Medikamente/ Vitamine / Naturmedikamente etc ausgeben, die ihnen nicht helfen. Sie sollten wissen, ob die Empfehlung vielen, wenigen, den meisten oder aber nur vereinzelt geholfen hat. Des weiteren sollte jede betroffene Frau und ihre Angehörigen auch die Möglichkeiten haben, sich über die Risiken zu informieren. Bei Pharmazeutisch hergestellten Medikamenten geht das über Embryotox. Bei Naturprodukten wie Kieselsäure geht das nicht. Da bleibt mir nur die eigene Suche. Die verweist nur auf eine Untersuchung der Bundesanstalt für Materialforschung und Prüfung, die ein paar Jahre alt ist und vor Nierenschäden bei höherer Dosierung bei verunreinigten Produkten warnt. Mehr will ich nicht und genau das war meine Frage.

Zum Beispiel finde ich gut, dass die Userin Mara versucht alle ihre Vorschläge zu untermauern und auch eigene Kritik mit einschließt. Das finde ich so wichtig!

Vitamin H

Simachma, Donnerstag, 01. Februar 2018, 09:29 (vor 260 Tagen) @ Bonsai

Obwohl ich aktuell nicht zu den Betroffenen zähle, lese ich hier regelmäßig mit. Wer meine Geschichte kennt, weiß, dass ich mich 3 mal mit der HG gequält habe, die letzte hab ich nicht durch gehalten, sondern ich habe aufgehen und hatte einen Abbruch.
Damals, vor etwa einem Jahr hab ich verzweifelt nach einem Hoffnungsschimmer gesucht, nach einem Rettungsanker. Leider hatte ich nirgends die Hilfe gefunden, die ich gebraucht habe. Mir ist damals aufgefallen, dass sich das Forum im Lauf der Jahre schon verändert hat. Waren es bei meiner Schwangerschaft davor viele Betroffene, die sich hier Verständnis und Zuspruch geholt haben, die sich schnell gegenseitig geantwortet haben, so dauert es inzwischen schon deutlich länger, bis es Reaktionen gibt und es sind mehr die Fragen nach DER Ursache, nach DEM Medikament.
Nach meiner Erfahrung wusste ich, dass ich wieder gegen einen völlig verständnislosen Arzt kämpfen musste und hier 4 Kinder eine Mama brauchten, die für sie da ist. Da war ein „Ausprobieren“ einfach nicht zu bewältigen. Diskussionen um Vitamine haben mich da tatsächlich sehr mutlos gemacht, schließlich hatte ich ja schon einiges durch. Man fühlt sich nicht ernst genommen.
Und doch ist es das gleiche Ziel, das alle hier umtreibt: der Wunsch nach Linderung und einem Heilmittel gegen diese Qual. Manchen mag es helfen, manchen Linderung bringen, allerdings wäre es wieder wichtig das wirkliche Wissen, die eigenen, individuellen Erfahrungen hier zu äußern. Das Schwarmwissen - nicht Spekulationen oder was wer gehört / gelesen hat.
Mir hat MCP nicht geholfen, mir hat der Arzt nicht geholfen, an agyrax bin ich nicht gekommen, wegen dem Arzt, kein Wasser, kein Ingwer, kein Tee machte es besser. Vielleicht wenn ich noch mehr ausprobiert hätte, aber das ist in meiner individuellen Familiensituation nicht zu bewältigen gewesen. Vielleicht wäre Ondansetron eine Option gewesen, aber ich war auch nicht mehr fähig mich in mehr Recherche hinein zu knien. Nutzt das Forum doch wieder zu mehr zum konkreten Erfahrungsaustausch, verlinkt Adressen mit weiteren Infos und stütz Euch gegenseitig, mit allem was ihr aus erster Hand wisst. Mein Eindruck aus der aktuellen Diskussion.

Vitamin H

mara @, Donnerstag, 01. Februar 2018, 10:40 (vor 260 Tagen) @ Simachma

Hallo Simachma,

auch ich finde es schade, daß es hier so ruhig wird. Das liegt aber einfach daran, daß sich das Leben in den sozialen Medien stetig ändert.
Für den schnellen Erfahrungsaustausch wird nun eher Fb genutzt.Ist halt so - das kann man mögen oder nicht, ist aber von niemandem böse gemeint.
Allerdings gehen da Informationen, die nicht ständig wiederholt werden, schnell wieder unter.

Hier in diesem Forum ist das anders, weil man einfach gut danach suchen kann.
Deshalb nutze ich es gerne, um Rechercheergenbisse und Ideen aufzuschreiben (auch für mich). Ich brauche dies, damit ich mir auch einen Überblick verschaffe, was es alles für Ansätze gibt und worüber ich noch nachdenken/nachlesen will. Gerade auch schon vor der Schwangerschaft.

Wobei es durchaus auch Dinge gibt, die man auch während einer HG-Schwangerschaft umsetzten kann. Aber ich weiß auch, daß man ab einem Punkt gar nichts mehr nehmen mag, nicht mehr denken will, keine Telefongespräche führen kann ect.
Deshalb ist es auch so wichtig, im Vorfeld darauf hinzuweisen, was an Medikamenten in welcher Reihenfolge möglich und sinnvoll ist. Auch, damit man sich aufgeklärt genug fühlt, manche Sachen einfach "zu tun" (gerade, weil sich viele Ärtze nicht genug mit HG auskennen und aus Bequemlichkeit einfach mal blocken).
Agyrax liegt z.B. bei mir im Apothekenschrank bereit - (rezeptfrei über eine Auslandsapotheke bestellt).

Vitamin H

Sonja2, Donnerstag, 01. Februar 2018, 23:41 (vor 259 Tagen) @ Bonsai

Ein Hallo in die Runde,

das mit den "Hausmitteln" nehme ich auf mich, das stammt aus meiner Feder und es war nicht freundlich. Außerdem ist mir klar geworden, dass ich, wenn ich von „Hausmittelchen“ schreibe, selber mit zu einer Polarisierung beitrage, die nicht gut ist. Das war zumindest mal ungeschickt, wenn nicht dumm und verletzend. Dafür will ich mich entschuldigen bei all denen hier, die sich abgekanzelt oder abgewertet oder eben verletzt gefühlt haben durch meine Äußerung. Das tut mir leid. Auch würde ich es bedauern, wenn ich dadurch die Diskussion gebremst habe.

Es gibt ein paar Punkte, auf die ich gerne eingehen möchte.

Bedeutsamkeit der Vitamine & Co:

Ich will keinesfalls ausschließen, dass bestimmte Vitamine unterstützend wirken können. Es gibt ja auch Untersuchungen zum Beispiel zu B6, was möglicherweise bei HG hilfreich sein kann. Da könnte ich jetzt ins Detail gehen, aber das kann ich ja mal später schreiben. Und auch den Q10-Ansatz finde ich interessant. Auch dazu hätte ich noch eine Anmerkung, denn das berührt eine genetische Untersuchung, die Fejzo vor einiger Zeit veröffentlicht hat – aber auch das würde jetzt den Rahmen sprengen. Doch schlussendlich frage ich mich halt, ob das auszureichen vermag im Kampf gegen eine HG. Ich erinnere mich jedenfalls an keinen Fall hier, der mich diesbezüglich überzeugt hätte – und mir selber hat es nicht geholfen.

Aber es ist sicherlich nicht verkehrt auf den Vitaminstatus zu achten. Das zeigen ja alleine die Fälle, in denen es bei aufgrund eines Mangels an Thiamin (B1) kombiniert mit Glukoseinfusion bei Frauen mit HG zu einem Wernicke kommt, was eine sehr ernsthafte Komplikation darstellt. Einen Thiaminmangel zu haben, dazu braucht es schon einiges an Fehl- und Mangelernährung. Das kennt man sonst eher von Alkoholikern. Und dass es auch mit den übrigen Vitaminen bei HG nicht so gut bestellt ist, dazu gibt es Hinweise. Auch ein Mangel an Vitamin K und damit einhergehende Hauteinblutungen bei HG sind dokumentiert (Vitamin K spielt eine Rolle in der Blutgerinnung). Ein Auge auf durch die HG verursachte Mängel zu haben ist sicherlich nicht verkehrt.

Einer der Gründe, warum ich bei Vitaminen & Co zurückhaltend bin:

Meine Zurückhaltung hat einen Hintergrund. Ich frage mich bisweilen, was günstiger ist: Ist es besser, einer Frau mit erneutem Kinderwunsch nach schrecklicher HG Hoffnung zu machen auf einen leichteren Verlauf - sei es, indem wir ihr vermitteln, dass sie das nächste Mal wahrscheinlich nicht mehr so schlimm betroffen sein wird oder aber indem wir ihr Hoffnung mache, dass sie aufgrund besserer Behandlungsstrategien (Vitamine und/oder Antiemetika) eine erträgliche Schwangerschaft haben kann? Die Hoffnung ist ja wertvoll - doch was ist, wenn sie sich als unbegründet herausstellt? Was ist besser? Hoffnungsfroh in die Schwangerschaft zu starten und dann die Ernüchterung zu erfahren oder von Anfang an auf das Übel eingestellt zu sein? Vielleicht kommt es ja gar nicht so übel? War dann nicht die Aufregung umsonst, vielleicht sogar kontraproduktiv? Und wie wahrscheinlich ist das eine und wie wahrscheinlich ist das andere? Das sind die Fragen, die ich mir stelle. Und hier habe ich mich selber eher auf der vorsichtigen Seite verortet, weil die Ernüchterung und Enttäuschung und vor allem auch das Nicht-Vorbereitet-Sein einen hohen Preis bedeutet – zumal da nach meiner Kenntnis das Wiederholungsrisiko hoch ist. Mir persönlich ist es unwohl bei dem Gedanken, dass eine Betroffene große Hoffnung in Vitamine, Spurenelemente oder auch Kieselsäure etc. setzen würde und hernach sich in einem schlimmen Zustand der HG wiederfindet, auf den sie nicht vorbereitet war. Wenn das unterstützend ist und auch ärztlich begleitet und in Dosierungen erfolgt, die nicht schädlich sind, dann bin ich ja mit dabei. Was mich jedoch umtreibt ist die Frage, wieviel begründete oder auch unbegründete Hoffnung in diese Strategien gesetzt werden.

Fortsetzung folgt.

Vitamin H

Sonja2, Freitag, 02. Februar 2018, 00:06 (vor 259 Tagen) @ Sonja2

Fortsetzung

Polarisierung: Wie gesagt, mir ist bewusst, dass ich polarisiert habe und das war nicht gut. Vielleicht ist ja ein Satz wie dieser eine konsequente Antwort auf meine Positionierung: „Wer sagt denn, dass nur pharmagepushte Medikamente helfen könnten? Nur, weil etwas natürlichen Ursprungs ist (und daher auch weniger Lobby hat, weil die Pharmaindustrie daran zu wenig verdient), muss es doch nicht nicht helfen?“ – Lieber „Blauerhimmel“, ich will Dich jetzt nicht angreifen und doch würde ich gerne etwas dazu loswerden. Bitte nimm es mir nicht übel. Wenn ich mich richtig erinnere, so bist Du von einem speziellen Kieselsäuregel der Firma Hübner überzeugt. Jetzt sieht man diese Produkte ja zum Beispiel in den Regalen von Reformhäusern und das macht ja tatsächlich den Eindruck, dass es sich hier nicht nur um eine "natürliche", sondern auch um eine weniger gewinnträchtige Angelegenheit handelt. Nun ist es aber keinesfalls so, dass hinter diesem Präparat nicht auch ein veritables Pharmaunternehmen stehen würde: Hübner gehört zu Dermapharm, einem Unternehmen, welches diese Tage an die Börse geht und 2016 einen Umsatz von rund 445 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis (Ebitda) von knapp 103 Millionen Euro erzielte (Quelle) – Will sagen auch „Naturprodukte“ stellen einen Markt dar und der wird ebenfalls umkämpft. Dieses gerne bemühte David-gegen-Goliath-Bild trügt bisweilen. Und was die Sicherheit dieser Produkte anbelangt, so hat ja Bonsai bereits ihre Bedenken formuliert. Dem schließe ich mich an.

Ich will jetzt darüber gar nicht streiten. Ich habe wahrscheinlich zuerst polarisiert, das nehme ich gerne auf mich. Mir geht es jetzt nicht um ein „Ällabätsch, Du aber auch“ … und doch ist es mir ein Anliegen, das Bild ein wenig zu verrücken (ob es nun gerader hängt, das vermag ich nicht zu beurteilen ;-)).

Einer der Gründe, warum ich genervt war - wahrscheinlich völlig unbegründeter Verdacht des Forenmarketings:

Auch auf die Gefahr hin, nun erneut zu verletzten habe ich beschlossen, diesen Aspekt offenzulegen. Dies hier ist ja ein sehr offenes Forum. Es gibt kaum Barrieren, um hier aktiv zu sein. Es ist eine Plattform, die auf die Integrität der Beteiligten zählt und wenig Regeln vorgibt und kaum Verbote bezüglich Werbung und Verlinkung etc. ausspricht.

Außerdem ist das hier ein Forum, bei dem es naturgemäß – wen wundert’s - um Übelkeit und Erbrechen geht. Nun gibt es diverse Produkte, die als Zielgruppe Menschen mit Übelkeit und Erbrechen haben. Und somit gibt es Marketingstrategien, die eben auch uns betreffen. Ich meine ein Vorgehen, das unter anderem unter dem Begriff „Foren-Marketing“ läuft: Bei dieser Form des Marketings melden sich Personen zu Werbezwecken in Foren an und geben sich als Betroffene aus. Sie schreiben möglichst viele unauffällige Posts, gerne auch unter mehreren Identitäten - dann kann man sich den Ball selber zuspielen - um dann, wenn man der Meinung ist, dass man genug Vertrauen aufgebaut hat, dezent und möglichst unauffällig das zu bewerbende Produkt zu platzieren. Das ist ein zeitaufwendiges Verfahren, dass gerne mal Praktikanten erledigen dürfen und das vom Nutzen her nicht ganz unumstritten ist, weil sich damit eine Firma auch selber schaden kann. Aber es wird angewendet. Und man findet im Netz ganz praktische Anwendungsregeln, zu denen ich hier verlinke, falls noch unklar ist, was ich meine.

Nun gab es Hinweise darauf, dass hier in unserem Forum vor einigen Jahren schon einmal etwas lanciert wurde. Dazu könnte Chrissi etwas schreiben ... Mir ging es damals so: Ich merkte, dass das Misstrauen, welches in einer solchen Situation entsteht, mir nicht gut tut. Auf der anderen Seite spürte ich mein Bedürfnis, hier unseren Kreis zu schützen. Ich persönlich hätte gar nicht so das Problem mit offener Werbung - aber die Vorstellung, es hier möglicherweise mit fingierten Schicksalen zu tun zu haben, das finde ich ist keine schöne Vorstellung.

Bislang bin ich davon ausgegangen, dass es mehr Schaden anrichtet, wenn man einem solchen Verdacht nachgibt. Es gab immer wieder Momente in den letzten Jahren, in denen ich argwöhnisch war, insbesondere bei Häufungen von bestimmten Empfehlungen oder Links auf Hersteller – aber ich beschloss, das zu ignorieren. Nur bei der Geschichte mit der Emetophobie, da war nicht nur mein Misstrauen wieder da, sondern da fand ich es auch inhaltlich gerechtfertigt, hier mein Unwohlsein zu posten – und zwar auch in dem Fall, dass es sich nicht um den Anfang eines Versuchs der Forumswerbung handeln könnte - zumal ich hier ja inhaltlich nicht die Einzige war, die befremdet war und Bonsais schon früher geäußerte Einwände so ungehört verhallt sind.

und nochmals eine Fortsetzung folgt ...

Vitamin H

Sonja2, Freitag, 02. Februar 2018, 00:10 (vor 259 Tagen) @ Sonja2

Fortsetzung

Ich möchte mich in aller Form entschuldigen, wenn ich damit jemanden zu Unrecht der Unaufrichtigkeit verdächtigt habe. @ Helferlein: Ich wünsche Dir, dass Du bald schwanger wirst, von diesem Übel hier verschont bleibst und Du Deine Phobie überwinden kannst. Dir alles Gute!

Ich hoffe, ich kann ein wenig zur Befriedung einer Aufregung, an der ich nicht ganz unbeteiligt war beitragen und freue mich auf weitere anregende Diskussionen.

Liebe Grüße, Sonja

Vitamin H

mara @, Freitag, 02. Februar 2018, 14:53 (vor 259 Tagen) @ Sonja2

An Diskussionen hätte ich auch mal wieder Interesse ;-) .
Insofern: poste doch bitte was zu den genetische Untersuchung von Fejzo ... (nicht umsonst mache ich auch so viele Links zu diversen Studien - weil ich hoffe, daß sie jemand liest und seinen Senf dazu gibt).
Wenn ich nicht schwanger bin, dann interessiert mich das Warum-weshalb-evtl. nun mal und ich verlängere meine Liste an medikamentösen Therapien und alternativ-medizinischen Ansatzpunkten.
Wenn ich schwanger bin, dann ist mir meist selbst das einfache mitlesen von Posts über "wie geht es mir heute" zu viel. Dann ziehe ich mich ganz zurück. Jeder macht das anders.

Aber nochmal kurz zu den Bedenken von evlt. übertriebenen Hoffnungen und daraus resultierenden Problemen:
Ich habe hier nirgends Ratschläge gelesen die sagten: "wenn Du XYZ einnimmst/tust/vermeidest, dann bekommst Du keine HG".
Wenn ich Beiträge durchlese, dann steht da eigentlich immer irgendwo, daß man sich vorbereiten soll und einen kompetenten Arzt suchen soll, manche Medikamente gleich vorrätig halten sollte um sie frühzeitig einnehmen zu können, die Kinderbetreuung organisiert werden muss etc.pp.

Wenn dann oben drauf noch ein paar Dinge kommen, die es vielleicht erträglicher machen könnten: warum nicht ausprobieren! Vor allem, wenn es dazu positive Erfahrungen gibt? Ich würde ja gleich Depressionen bekommen, wenn mein Schicksal in Stein gemeißelt sein sollte.

Ich würde mich sehr wundern, wenn eine Ex-HG-Schwangere eine Vitamintablette nimmt und dann wirklich denkt, sie bekäme jetzt keine HG mehr.
Und es scheint ja auch nicht wenige HG-Frauen zu geben, die gar nichts von der Krankheit im Detail wissen möchten und sich von den Ärzten erzählen lassen, bei einer weiteren Schwangerschaft wäre sowieso alles gaaaaaanz anders. Das macht mich wirklich sauer.

Vitamin H

Bonsai, Samstag, 03. Februar 2018, 21:35 (vor 257 Tagen) @ mara

" Ich habe hier nirgends Ratschläge gelesen die sagten: "wenn Du XYZ einnimmst/tust/vermeidest, dann bekommst Du keine HG"."

Liebe Mara,
nein, o.g. Satz stand auch nirgends.

Aber es ist schon irritierend, wenn Userinen Beiträge beginnen mit "Silica Magen darm - zu 90% hyperemesis weg" und vorher und hinterher nie wieder auftauchen - jedenfalls nicht unter diesem Namen. Oder "KEINE Hyperemesis - mein Rezept" oder "Ursache für Hyperemesis gefunden - die Zeit wirds zeigen". Das sind schon sehr plakative Titel, die mich doch eher an Werbung als an Erfahrung erinnern. Da springt einfach sofort mein kritisches Zentrum an.

Ich habe zum Beispiel in manchen Posts von Blauerhimmel (zumindestens im April 2016) den EIndruck gewonnen, dass mit Kieselsäuregel ALLES gut war und beim genauen Nachlesen gesehen, dass sie sich nach der Geburt (im Dezember 2016) über Brötchen und saure Gurken gefreut hat und das erscheint mir dann doch eher als Ausdruck dessen, dass Kieselsäuregel wohl nur eine kleine Linderung (wie ein Magensäureblocker) brachte, aber kein Heilmittel für "Hyperemesis zu 90% weg ist. Weißt du wie ich es meine?

Ich bin studierte, diplomierte Sozialarbeiterin und arbeite seit 18 Jahren mit Menschen, die sich in scheinbar ausweglosen Situationen befinden. Und in solchen Situationen versucht man einfach ALLES, wenn irgendwer verspricht, dass es dann besser wird. Da hinterfragt man nicht kritisch. Habe ich auch nicht gemacht, als ich 2006 das erste Mal Hyperemesis hatte. Habe ALLES probiert. Ich möchte einfach neu betroffene Frauen vor "falschen" Hoffnungen und Entscheidungen beschützen, indem sie umfassende und ehrliche Informationen erhalten.

Liebe Sonja2,
Danke, dass du meine Sensibilität teilst, besonders Deine Anmerkungen zu Forenmarketing fand ich sehr spannend.

Vitamin H

Blauerhimmel, Montag, 05. Februar 2018, 11:08 (vor 256 Tagen) @ Bonsai

Ich wollte hier eigentlich nicht mehr schreiben in diesem speziellen Thread, da ich eigentlich nur Helferlein ein wenig in Schutz nehmen wollte und mich persönlich angegriffen, ja sagen wir eher verletzt, gefühlt habe, aber auch denke eine sachliche Ebene ist für das Forum viel gesünder. Doch da ich hier persönlich erwähnt werde, muss ich es wohl doch.
Bonsai, ich finde es schade, ja, geradezu erschreckend, dass Du mir hier unterschwellig unterstellst, ich würde mit irgendeinem Marketing zusammen hängen! Das finde ich wirklich erschreckend, gerade weil die von Dir geäußerten Überschriften von wegen "Hyperemesis zu 90 Prozent weg" so von mir nie getätigt wurden, da dies nicht meine Umschreibungsart wäre und es auch überhaupt nicht zutrifft! Würdest Du genauer lesen, so würdest Du feststellen, dass ich diese Empfehlung hier aus dem Forum habe! Auch habe ich niemals verlinkt zu irgendeinem Produkt! Ich habe das alles aus diesem Forum hier gezogen! Dann wurde ich allerdings angesprochen, wie ich dosiert hätte, oder wie jemand die Kieselsäure eingenommen habe. Natürlich antworte ich darauf! Genau so wirst Du es sicher auch gemacht haben, wenn Du gefragt wurdest nach Deinen Erfahrungen. Ich möchte Dich bitten, mit Deinen Worten bedächtiger umzugehen. Wenn Du persönliche Aussagen oder Unterstellungen loswerden möchtest, dann lies bitte und zitiere bitte genauer. Es gibt hier viele Zeilen von mir, die mit und aus Verzweiflung heraus geschrieben wurden. Und viele Dialoge, in denen es so ganz und gar nicht um Medikamente oder Mittel ging, lediglich um ganz persönliche Dinge. Wir schreiben ja alle aus ganz eigenen Erfahrungen mit unserer Hyperemesis. Daher sind wir alle in gewisser Weise auch Fachleute und kennen uns gut damit aus. Egal, wann jemand Hyperemesis hatte, ob studiert oder nicht, da sind wir alle gleich. Niemand ist hier per se weiser. Ich finde es schlimm und schade mit solchen Verdächtigungen und persönlichen Diffamierungen um sich zu werfen. Lasst uns doch bitte sachlich bleiben, damit es hier auch für alle aktuell Betroffenen nicht anstrengend wird zu lesen und es ein gewinnbringender und guter Austausch wird und bleibt. Danke!

es tut mir leid

Bonsai, Mittwoch, 07. Februar 2018, 21:20 (vor 253 Tagen) @ Blauerhimmel

liebe Blauerhimmel,
es tut mir leid. Ich wollte dich eben gerade NICHT mit Forenmarketing und jenen Beitragstiteln in Zusammenhang bringen und erwähnte eben darum, dass du daraufhin gewiesen hast, dass eben nicht alles weg war - eben im Gegensatz zu den zitierten Beiträgen. Damit zähle ich dich zu jenen Frauen, denen Kieselsäure Gel Linderung verschaffte, es aber leider auch nicht alleine eine unproblematische Schwangerschaft hervorrief. Nicht mehr wollte ich mit deiner Erwähnung erreichen. Dein Name fällt nur im selben Satz mit diesem plakativen Titel um eben das Gegenteil zu unterstreichen, dass es Linderung verschaffen kann, aber eben nicht komplett Hyperemesis beseitigt. Und auf keinen Fall wollte ich dir zu Nahe treten. Es tut mir leid, dass du mich so missverstanden hast.

Vitamin H

Blauerhimmel, Montag, 05. Februar 2018, 11:09 (vor 256 Tagen) @ Sonja2

Danke, Sonja! :-)

Vitamin H

Blauerhimmel, Montag, 05. Februar 2018, 11:26 (vor 256 Tagen) @ Sonja2

Liebe Sonja!
Ich nehme gar nichts übel! Danke, dass du noch einmal darauf eingegangen bist! Meine Aussage ist einfach auch aus der Verletzung heraus entstanden. Irgendwelche Marketing-Strategien hier auszuleben finde ich persönlich auch entsetzlich, und ich habe auch wirklich niemals verlinkt! Selbst einen Produktnamen habe ich nicht erwähnt, nur auf Nachfrage hin ,so viel ich weiß. Ich war eine zeitlang relativ aktiv, genau in der Zeit als es mich betraf, aber auch da, wo ich den Eindruck hatte es kommt wenig Resonanz und ich müsste einmal etwas antworten. Von persönlichen Anschreiben aufgrund meiner Threads ganz abgesehen, da habe ich natürlich geantwortet, sofern ich es gesehen habe. Die Medikamente, die den einzelnen Betroffenen geholfen haben, werden ja auch beim Namen genannt. Ich wusste nicht, dass es dann nicht in Ordnung ist, vom Kieselsäure-Gel zu sprechen?! Und ich bleibe auch dabei, dass es in Ordnung ist. Wie sonst sollten andere Betroffene, davon nutzen Sie ziehen, wenn es nicht geschrieben wird? Ich war glücklich, dass dieser Hinweis hier im Forum für mich plausibel Klang, als nichts half. Erst daraufhin, habe ich meine Erfahrung damit erprobt und aufgeschrieben. Liebe Chrissi, vielleicht hast du die Möglichkeit, dich hier noch einmal einzuklinken.
Ich hoffe auch auf guten Austausch weiterhin.
Liebe Grüße!

Vitamin H

Chrissi ⌂ @, Montag, 05. Februar 2018, 18:20 (vor 255 Tagen) @ Blauerhimmel

Hallo Ihr Lieben,

hier bin ich mal und melde mich zu Wort :-)
Normalerweise lese ich immer nur mit und freue mich, dass der Austausch untereinander ziemlich reibungslos klappt.
Gerade wird es aber einen Hauch "ungemütlich" , so hake ich mal eben ein.

Mein Herzensanliegen seit vielen vielen Jahren ist der Austausch hier untereinander.Keiner soll sich mit dieser Krankheit alleine fühlen, jeder darf erzählen wie es ihm ging/geht, man gibt sich untereinander Tipps, tröstet, hilft..so gut es eben geht.
Jede, die mal betroffen war weiß, wie verletzlich man bei diesem sensiblen Thema reagieren kann. Es spricht aus meiner Sicht eine sehr emotionale Zeit / Ebene unseres Lebens an.
Drum geht es im Forum auch immer rücksichtsvoll und gemäßigt zu.

Was jetzt etwas "hochkochte" war evtl. ein "Ding aus längst vergangenen Tagen". Vor wenigen Jahren hatte sich hier einmal jemand eingeloggt und sehr fleißig gepostet, Tipps gegeben, für Pharmafirmen und deren Produkte geworben. Hier hat sich herauskristallisiert, dass diese Person mit ihrer Geschichte quasi erfunden war.Es ging hier schlicht um Werbung für Produkte.
Das möchte ich hier nicht haben und habe das damals auch deutlich gemacht.
Mir ist wichtig, das Postings wie:"Mir hat Produkt xy geholfen oder jenes Medikament."weiter geschrieben und geführt werden. Das ist richtig und wichtig! und gut. Denn so kommen wir gemeinsam immer wieder kleine Schrittchen voran.

Drum hoffe ich, dass sich jetzt keiner auf die Füße getreten fühlt und die Empfehlungen, der Austausch und die Ratschläge und liebevollen Unterstützungen und nicht zuletzt die Forschung weiter gehen.
Denn ich glaube unser aller Ziel ist es, herauszufinden woher diese Krankheit kommt, warum sie uns betrifft /betroffen hat und vor allem : WAS MAN DAGEGEN TUN KANN!

In diesem Sinne freue mich weiter auf Austausch und auch Mails.
Liebe Grüße
Eure Chrissi

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