Übelkeit und Depressionen

Blumenfrau, Dienstag, 20. Februar 2018, 14:10 (vor 294 Tagen)

Hallo zusammen

habe viel bei euch gelesen, aber noch nie geschrieben. Ich habe bereits 2 Kinder (9 & 10 Jahre) und bin nun in der 3. Schwangerschaft mit einem neuen Partner in der 23. SSW. Bei meinen ersten 2 Kindern war mir ca. 16 Wochen lang dauerhaft übel und grosse Überempfindlichkeit auf Gerüche. Ich kann mich jedoch gar nicht mehr so genau erinnern, weiss nur noch, dass ich auch damals gedacht habe: nie wieder Schwangerschaft.
In dieser Schwangerschaft ist mir nun seit Anfang ununterbrochen den ganzen Tag übel. Zwar nicht so heftig wie bei einigen von euch mit extrem häufigem Erbrechen (nur ca 2 mal am Tag), aber so, dass ich es psychisch fast nicht mehr aushalte. Dazu kommen oft heftige Bauchkrämpfe, Durchfall, extreme Blähungen, dauerndes Aufstossen, Würgen,dauerhaft einen üblen Geschmack im Mund, Kopfschmerzen, Schwindel, Wasser in den Beinen, dauernd verstopfte Nase, Magenbrennen, extreme Müdigkeit, Inkontinenz... Ich habe aktuell mehrmals am Tag den Gedanken, sterben zu wollen und habe nun Angst, in eine Depression abzugleiten. Damit habe ich schon Erfahrungen, hatte ich nach einer traumatischen Scheidung... Ich bin zu 50% krank geschrieben, die restliche Zeit aber, welche ich arbeiten sollte, sitze ich im Büro und bringe nichts zu Stande, da mir soo übel ist...
Dazu kommt, dass mein älterer Sohn, ein Asperger-Autist zur Zeit eine ganz heftige Krise in der Schule hat wo dringend eine Lösung gesucht werden muss. Er ist zu Hause nur noch am Weinen oder hat heftigste Wutausbrüche. Dies beschäftigt mich natürlich zusätzlich sehr stark. Mein Partner ist übrigens wunderbar und wir haben uns dieses Kind sosehr gewünscht (immer noch!), aber ihm fehlt manchmal glaube ich auch etwas das Verständnis.
An Medikamenten habe ich Itinerol (lebe in der Schweiz) und einen Protonenpumpenhemmer, versucht habe ich zusätzlich Paspertin und Zofran, die mussten aber beide abgesetzt werden wegen heftigster Bewegungsstörungen als Nebenwirkung. Die Itinerol-Zäpfchen helfen kaum bis gar nicht, verursachen aber häufig Durchfall.
Ich erwarte nicht, dass ihr mir noch Tipps geben könnt, bin etwas hoffnungslos, dass es etwas gibt, was mir hilft, ausser Geduld zu haben, aber ich könnte etwas Mut machen und Zuspruch sehr gut gebrauchen. Vielleicht hat eine von euch gerade etwas Kraft übrig und kann mir ein wenig davon schicken. Das wäre sehr lieb. Danke euch fürs Lesen!

lieber Gruss
Blumenfrau

Übelkeit und Depressionen

Pfirsichkatze, Dienstag, 20. Februar 2018, 15:49 (vor 294 Tagen) @ Blumenfrau

Hallo Blumenkind

Es tut mir so leid was du ertragen musst.
Ich bin auch aus der Schweiz, in der 23. Ssw und hab 2 Kinder (4,5 und 3).
Ich hol mir Vomex A Dragees aus Deutschland und hau mir zwei davon vor dem Schlafen gehen rein. So wach ich am nächsten Morgen ohne Übelkeit auf.
Der Geschmack im Mund lässt mich auch fast durchdrehen und am liebsten würd ich nichts mehr essen weils dann wieder losgeht mit der Übelkeit. Die Protonenpumperdings hab ich auch, nützen nichts.
Dein Mann kann dich nicht verstehen so wie du es dir wünschst. Niemand versteht es wenn er es nicht selbst hatte. Mein Mann fühlt sich mitschuldigt weil er schliesslich 50% teil der Schwangerschaft war und es mir nicht abnehmen kann.
Du stehst sehr unter Druck mit der Arbeit und deinen Kindern, deinem Körper geht es schlecht. Da fühlt man sich depressiv. Ich hab auch solche Phasen immer wieder.
Du bist nicht allein. Mehr kann ich dir auch nicht sagen. Es vergeht nach spätestens 42 Wochen. Halte durch!
Wo wohnst du denn?

Alles Gute
Pfirsichkatze

Übelkeit und Depressionen

Blumenfrau, Mittwoch, 21. Februar 2018, 11:03 (vor 293 Tagen) @ Pfirsichkatze

Hallo Pfirsichkatze

herzlichen Dank fürs Mut zusprechen. Wir sind ja offenbar gleichweit in der Schwangerschaft... Wie packst du das Ganze? Bei dir ist es ja soviel ich mich vom Lesen erinnere noch viel heftiger als bei mir und du hast noch zwei ganz kleine Kinder...

Da ich schon über 40 bin, wird das bei mir ganz bestimmt die letzte Schwangerschaft sein. Darüber bin ich erleichtert, dass ich das gar nicht mehr überlegen muss. Jetzt sind es noch ca. 4 Monate, und dann ist es überstanden. Manchmal erfasst mich zwar die Angst, dass es ausgerechnet bei mir dann einfach so bleibt, aber das ist ja wohl Unsinn. Ich freue mich trotz allem wahnsinnig auf mein drittes Kind...

Ich wohne übrigens in Winterthur. Und du?

lieber Gruss
Blumenfrau

Übelkeit und Depressionen

blumenfrau, Mittwoch, 21. Februar 2018, 11:31 (vor 293 Tagen) @ Pfirsichkatze

Ach ja, noch eine Frage: Nützt bei dir Vomex besser als Itinerol? Würde es sich wohl lohnen, dies zu besorgen? Fährst du einfach über die Grenze und holst das? Muss mal schauen, ob ich das auch mal organisiere...

Übelkeit und Depressionen

Pfirsichkatze, Mittwoch, 21. Februar 2018, 15:05 (vor 293 Tagen) @ blumenfrau

Hallo Blumenfrau

Bei mir wirds definitiv auch bei 3 bleiben! Wir wohnen in Wettingen (AG).
Die ersten 4 Monate war es echt schlimm und ich sah aus wie tot. Ich war immer offen mit den Mädchen und sie haben gelernt noch selbständiger zu werden. Sie haben extrem viel Tv geschaut in dieser Zeit. Meine Eltern helfen auch ab und zu aus, und mein Mann arbeitet Schicht und hat oft Nacht- und Abendschicht und hat den Tag über alles zu Hause übernommen.
Mit dem Vomex geht die Übelkeit im Kopf irgendwie weg, ich fühl mich dann nicht mehr krank. Und ich schau mit dem Essen, dass es leicht zu erbrechen ist. Nach dem erbrechen gehts mir besser. Ich hab schon Angst vor einer Essstörung. Essen schling ich richtig runter weil mir nur dann nicht übel ist. Das Vomex macht aber so müde....meine Kinder schlafen leider über Mittag nicht und sie stehen um 6 auf und erst um 21 / 22 Uhr zu Bett. Sie lassen mi ch nun aber wirklich ausruhen im Bett.
Vomex kannst du auch in der Schweiz holen. Gibts aber nur als Zäpfchen und für Kinder. Ist eine sehr geringe Dosis. Vomex aus DE gibts als Dragees und in höherer Dosis. Manchmal nahm ich 6 am Tag. Jetzt komm ich mit 2- 4 gut zurecht. Itinerol und Primperan hat überhaupt nichts genutzt. Infusionen auch nicht. Zofran wurde mir leider nie verschrieben.
Die schlimmste Zeit haben wir hoffentlich durch!

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