Ich kann nicht mehr

Blumenfrau @, Donnerstag, 03. Mai 2018, 12:12 (vor 25 Tagen)

Hallo ihr Lieben

Habe schon mal hier geschrieben vor ein paar Wochen. Nun bin ich in der 33. Woche und habe das Gefühl, ich halte diesen Zustand einfach nicht mehr aus. Letzte Woche ging es mir das erste mal ein bisschen besser und ich war so stolz, dass ich es geschafft hatte, bis zu 1.5 Liter täglich zu trinken. Gekotzt hatte ich tatsächlich fast eine ganze Woche nie. Der Brechreiz, das Aufstossen, der Durchfall, das Magenbrennen, die unglaublich starken Blähungen, der Ekel vor allem Ess- und Trinkbaren, der schlechte Geschmack im Mund waren zwar alle noch da, aber in aushaltbarem Mass. Nun ist diese Woche alles wieder mit vollster Wucht zurück. Wenn ich nicht liege, bin ich permanent am Würgen und kurz vor dem Kotzen, beim Kotzen hocke ich auf Grund der Schwangerschaftsinkontinenz vom Würgen wieder in meinem eigenen Urin und alles andere von oben hat sich auch wieder verstärkt. Dabei sollte ich arbeiten (sehr herausfordernder Beruf) und zu meinen zwei älteren Kindern schauen. Ich bin fertig, ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr. Dieses Kind war soo gewünscht, nun denke ich den ganzen Tag nur noch dran, dass man es jetzt bitte einfach rausschneiden sollte. Ich will es so sehr haben, aber die Schwangerschaft halte ich nicht mehr aus. Auch dauernd die Tritte in meinen so wehen Darm und Magen... bin ratlos und verzweifelt. Sorry fürs Jammern und ich weiss, ich muss einfach noch durchhalten, es gibt nichts anderes, aber ich musste das jetzt einfach mal loswerden. Verständnis in meiner Umgebung ist eher beschränkt. Vielleicht schafft ihr es ja, mir nochmals Mut zu machen...
Danke fürs Lesen und lieber Gruss
Blumenfrau

Ich kann nicht mehr

Pfirsichkatze, Donnerstag, 03. Mai 2018, 13:09 (vor 25 Tagen) @ Blumenfrau

Liebe Blumenfrau

Ich bin heute bei 33+0. Ich kenne das mit den Tritten auch. Der Kleine schiebt manchmal die Füsse oder so unter die Rippen...das tut sauweh und ich kann kaum schlafen.
Leider gibt es ausser durchhalten irgendwie wirklich nichts. Ich hab mich für einen Ks entschieden und bin nun echt froh darüber und sehe ein Ende. Ich hab extrem lange mit mir gehadert ob ich wirklich mit dem Ks klar komme...aber jetzt bin ich froh und zähle die Tage.
Musst du denn weiter zur Arbeit? Hast du keine Hilfe von Eltern/Schwiegereltern? Nimmst du keine Medikamente gegen die Übelkeit? Was sagt dein/e Gyn?
Halte durch!

Ich kann nicht mehr

Blumenfrau @, Donnerstag, 03. Mai 2018, 14:15 (vor 25 Tagen) @ Pfirsichkatze

Liebe Pfirsichkatze

Danke für dein Verständnis. Medikamente ist schwierig, Zofran und Paspertin kann ich nicht nehmen, da ich andere Medikamente nehmen muss (unabhängig von der Schwangerschaft), mit welchen man die nicht kombinieren kann, Itinerol hilft gar nichts. Arbeiten muss ich laut meiner Gynäkologin, da Übelkeit nicht genug Grund sei für eine Krankschreibung. Und Hilfe habe ich von meinem Mann, wenn er da ist, meine Mutter nimmt mich nicht ernst und sagt immer nur, morgen ist es bestimmt vorbei, ich kanns nicht mehr hören... Meiner Schwiegereltern kommen glaub gar nicht auf die Idee, mir zu helfen, allerdings sind meine grösseren Kinder auch nicht ihre Enkel.
Heute streike ich nun, ich habe mich bei der Arbeit krank gemeldet und meine Jungs sind unterwegs und ich liege nur im Bett und erledige kaum was. Vielleicht hilfts ja.
Ich weiss ja, dass ich noch weiter durchhalten werde, nachdem ich es schon so lange geschafft habe und es ja auch gar keine andere Möglichkeit gibt, aber Jammern war einfach mal nötig. Danke fürs Zuhören!
Gehts dir eigentlich besser?

Lieber Gruss
Blumenfrau

Ich kann nicht mehr

Pfirsichkatze, Donnerstag, 03. Mai 2018, 23:13 (vor 24 Tagen) @ Blumenfrau

Phu... es ist mega schwierig mit dem krankschreiben. ich hab bei der 1. ss ab woche 35 nur noch 50% gearbeitet. meine ärztin war da auch schwierig zu überzeugen. hab in der kita gearbeitet und konnte wirklich die kinder nicht mehr rumschleppen. auch jetzt kann ich meine kinder nicht mehr rumtragen und bin abends echt wie eine oma.
meine schwimu hilft auch 0 und zeigt kein interesse, zum glück helfen meine eltern mit den kindern aus und nehmen sie in den garten etc. mein mann hat ab ende mai ferien und ich kann es kaum erwarten.
die verdammte übelkeit...es zerrt extrem an den nerven. mir gehts auch seit kurzem wieder elender und ich nehm immer noch vomex mehrmals den tag über. aber es hilft nur bedingt. am meisten hilft mir echt einfach das wissen dass es bald um ist. und jammern und ab uns zu im selbstmitleid baden.und das wissen dass ich es nie mehr durchmachen muss und die akzeptanz dass ich nicht gerne schwanger bin. das " es wird bald besser" versuch ich wegzulächeln und denke mir: "dich möcht ich mal sehen wenns dir monate lang übel ist"

einen weiteren tag hast du hinter dir!

Ich kann nicht mehr

Jule1981 @, Berlin, Montag, 21. Mai 2018, 15:53 (vor 6 Tagen) @ Pfirsichkatze

Liebe Blumenfrau,
versuch die Gynäkologin zu wechseln. Du musst ein Beschäftigungsverbot bekommen. Ich hab bei der ersten sofort ein Beschäftigungsverbot gekommen, nach der Diagnose hyperemesis... Dadurch war ich automatisch als hochrisikoschwangerschaft eingestuft. Ich lag aber auch lange im Krankenhaus... Dadurch wurde es irgendwie ernster genommen. Bei meinen beiden anderen hat die gyn dann sofort als das brechen wieder anfing ein Beschäftigungsverbot ausgestellt. Ich hab fast die ganze letzte Schwangerschaft nur vor mich hin vegetiert und weiß gar nicht wie du das mit zwei Kindern und dann auch noch im Job ohne Beschäftigungsverbot machst. Das ist ja schrecklich. Oder du lässt dich einweisen... Mir haben die Medikamente und Flüssigkeitsinfusionen ein wenig geholfen und dann hast du den Druck nicht mehr... Wegen Arbeit, Haushalt etc.
Es tut mir so leid!
Ich habe bei Nummer drei oft heulend im Bett gelegen und über eine Abtreibung nachgedacht. Natürlich bin ich jetzt sehr froh, dass ich es nicht getan hab. Aber ich kann sehr gut nachvollziehen, dass man die schlimmsten Gedanken hat :(
Ich selber bin grad in ner miesen Situation. Aber ich weiß dass es hoffenTeich nächste Woche vorbei ist. Ich bin trotz Spirale schwanger. Scheinbar ist die Fruchthöhle allerdings leer. Ich breche allerdings trotzdem im fünf-Minuten-Takt. Heute morgen hab ich sus Verzweiflung einfach die doppelte Dosis zofran und vomex genommen und das hat mir ein paar Stunden Sedierung beschärt.... geht natürlich so nicht bei einer intakten Schwagerschaft... was bei mir noch geholfen hat ist hogar night. Ich habe zwar wahnsinnig schlimme Alpträume davon bekommen. Aber konnte zumindest ein wenig schlafen, ohne von der Übelkeit geweckt zu werden.
Ich finde es unglaublich dass es immer noch Ärzte gibt, die eine hyperemesis nicht ernst nehmen. Es tut mir schrecklich leid, dass du das erleben musst.
Liebe grüße
Jule

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