an mara

april13, Sonntag, 30. Dezember 2018, 22:15 (vor 49 Tagen)

mara, ich bin gerade auf dein altes post gestossen (zitat siehe unten) und wollte dir sagen, dass es bei mir 100% zutrifft. ich habe vir kurzen einen check up gemacht und habe eine fettleber. das wirde mir ende der 1 schwangerschaft gesagt und jetzt auch nach der 2 schwangerschaft, wo ich nur auf cortison angesprochen habe (zofran, vomex, mcp ohne wirkung)

fettleber bei mir ist komisch... bin eher schon immer schlank gewesen... ich vermute als ursache fructose, weil ich verdammt viel obst esse und fast ein jahrzehnt zu 90% rohköstlerin war

was denkst du dazu? hat vielleicht sonst noch jemand von den mädels hier fettleber?

Ok - ich zitiere mal aus Alfred Rockenschaub, "Gebären ohne Aberglauben - Fibel und Plädoyer für die Hebammenkunst", 3., verb. Auflage 2005;

(der gute A. Rockenschaub ist nicht mehr der Jüngste, dass merkt man an seinen Formulierungen. Er war Leiter der Ignaz Semmelweis Frauenklinik der Stadt Wien von 1965 bis 1985 und hat umfassende Statisken über "seine" Schwangeren geführt (viel umfassender, als alle seine Kollegen damals und vermutlich auch als heute noch)

S. 439,
1.3.3.1. [...] zweiter Absatz, im ersten Absatz geht es um die normale Schwangerschaftsübelkeit.
"Das "zweite Stadium" dieser Anpassungsregulation, eine als Hyperemesis (=übermäßig starkes Erbrechen) bezeichnete Steigerung, kommt in einem entwickelten Land heute insofern nicht mehr vor, als dank der hier gegebenen sozialhygienischen Verhältnisse beizeiten zwar nicht im idealem, aber ausreichendem Maße eine Entlasstung der Frau sichergestellt ist. Noch vor 50 Jahren sind Frauen im Koma einer solchen Hyperemesis gestorben. (Am Anfang meiner Karriere habe ich zwei Fälle von ein einem solchem Koma verstorgenen Frauen erlebt, nachdem sich in katholischem Sendungsbewusstsein befangene Koryphäen anmaßten, das Problem mit ihren geburtsmedizinischen Methoden beherrschen zu können).
Die vorangehnden und die Obduktionsbefunde der im hyperemetischen Coma verstorbenen Frauen von damals gleichen denen, die heute bei mütterlichen Todesfällen in Spätschwangerschaft und Wochenbett unter dem Titel akute Schwangerschaftsfettleber laufen, so präzise, dass man meinen könnte, die Befunde wären abgeschrieben worden. Von akuter Schangerschaftsfettleber spricht man insofern, als man nicht zugeben will, dass man die Warnzeichen, die als Spätgestose bezeichnet werden, nicht erkannte oder bagatellisierte und plötzlich vor jener auch heute noch vielfach tödlichen Komplikation stand, die früher als eclampsia sine eclampsia bezeichnet wurde und mit diversen Leberveränderungen einhergeht. Der Tod erfolgt in solchen Fällen entweder durch massives Versagen zumindest eines so wichtigen Organs wie der Leber und/oder unstillbare Blutungen mangels Blutgerinnung."

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