Spätfolgen Mangelernährung (Fett, Eiweiss, Vitamine)

Anna-Lena, Montag, 11. Februar 2019, 02:42 (vor 7 Tagen)

Hallo, hab gerade ein bisschen im Forum gestöbert. Wahnsinn was viele Frauen hier durchgemacht haben und Respekt wie viel Kraft sie aufgebracht haben.
Ich bin kurz vor der Geburt meines ersten Kindes und hab bis zur ca. 36 SSW an Übelkeit gelitten. Am Anfang der Schwangerschaft war es ganz schlimm mit Erbrechen und ich habe auch 5kg abgenommen. Ab der ca. 9 Woche gingen es dann deutlich besser. Brötchen ohne Belag, Cracker, Nudeln trocken,Kartoffeln, Reis, trockenes VK-Brot, Brühe, Popcorn, Laugenstangen, Toastbrot... manchmal ging auch Süsses: Reissirup, Honig, Kompott, Banane, Mangopüree, Multivitaminsaft, Limo... Alles fettige wie Schokolade, deftige wie Fleisch oder Wurst ging gar nicht und auch Milch und Milchprodukte waren nicht möglich, bzw. verabschiedeten sich sofort. Ich hab dann aber durch viele KH noch 4kg zugenommen. Ich hab an manchen Tagen stangenweise Toast und mehrere Gläser Apfelkompott gegessen, hab auch viel Saft getrunken, um auf Kalorien zu kommen. Mein Arzt war zufrieden, da die Ultraschall-Kontrollen o.k. waren, ich nicht abgenommen habe und das Trinken kein Problem mehr war. Das Thema Nahrungsergänzung hat er gar nicht angesprochen (ausser Folsäure zu Beginn, aber da ist wahrscheinlich nicht viel drin geblieben). Ich hab nur Jodtabletten eingenommen, calciumreiches Wasser und Multivitamin Saft mit Eisen getrunken. Erst jetzt bin ich durch das stöbern im Netz darauf gestoßen, wie schlimm eine Mangelernährung für die Entwicklung des Kindes ist. Ich hab kaum Fett zu mir genommen und auch super wenig Eiweiß, Vitamine und Mineralien nur durch Säfte. Bin total wütend, da mein Arzt darauf nicht geachtet hat und dass ich auch nicht mehr Infos eingeholt habe. Er hat nur regelmäßig den HB kontrolliert und der war immer über 10. Nun bin ich in Sorge, welche Auswirkungen dies auf mein Baby hat...die Studien, die ich gefunden habe machen mir total Angst.
Könnt ihr mir euer Erfahrung dazu mitteilen. Habt ihr Proteinshakes getrunken, Fette zugeführt, Ergänzungsmittel genommen? Wenn nicht, wie haben sie Eure Babys entwickelt? Wie war das Geburtsgewicht?

Vielen Dank im Voraus für eure Rückmeldung

Spätfolgen Mangelernährung (Fett, Eiweiss, Vitamine)

StephMeph, Montag, 11. Februar 2019, 13:31 (vor 7 Tagen) @ Anna-Lena

Liebe Anna-Lena,

ich bin keine Expertin. Aber ich denke, du solltest grundsätzlich Vertrauen in den Ärzten haben, die dich regelmäßig gesehen haben. Wenn das Kind angemessen zugenommen hat, dann würde ich sagen, dass das erst mal ein wichtiger Indikator ist, dass dein Kind wichtiges bekommen. Folsäure ist wichtig in den ersten Tagen und Wochen einer Schwangerschaft, wegen dem offenen Rücken, danach sind die Vitamine auch gut, aber eine ausgewogene Ernährung reicht dann auch.

Ja, dein Arzt hätte sicherlich mehr Kontrollen machen können, deine Werte beobachten, das wird sicherlich selten genug getan. Aber Panik wegen Mangelernährung würde ich nun nicht schieben. Du hast anscheinend immer wieder essen können, Dinge, die Nährstoffe enthalten. Der Körper, auch der einer Schwangeren, kommt relativ gut zulange recht mit einer eingeschränkten Diät. Wir, hier in Europa, die ständig alle Nahrungsmittel im Überfluss haben, denken relativ schnell, man läuft einer Mangelernährung Gefahr. Und sind dabei oft genug weit entfernt.


Alles Gute für die restliche Schwangerschaft!

Gruß
Stephanie

Spätfolgen Mangelernährung (Fett, Eiweiss, Vitamine)

Anna-Lena, Montag, 11. Februar 2019, 14:12 (vor 7 Tagen) @ StephMeph

Danke für Deine nette Antwort. Aber es wurmt micht sehr, dass sowenig auf meine Probleme eingegangen wurde und kein Arzt kann im U-Schall erkennen, was genau mit meinem Kind los ist.
Seit ich wieder Esse, gibt es wirklich nur Kohlenhydrate und manchmal dünn Magarine aufs Brot, das wars dann eigentlich schon an Fett. Wie bei Jule81 geschrieben, habe ich nun mehrer Studien gelesen, in denen es viel um die Proteinaufnahme (70g am Tag hätten es sein sollen) und Vitaminmangel ging.
Studien sind ja immer so eine Sachen - erst recht mit Tieren.
Es wäre daher sehr interessant zu wissen, ob es anderen Frauen ähnlich ging, sodass sie nicht fettiges und milchiges (Schokolade, Nüsse, Käse, Wurst, Fleisch, Milch etc.) essen konnten oder ob sie im Laufe der Schwangerschaft wieder "normal" essen konnten, Würde mich sehr freuen, wenn ich eine Rückmeldung bekommen würde, muss mich auch gar nicht beruhigen. Wäre nur sehr froh um Beispiele, wie es den Kindern nun geht. Das mit den häufigeren Schreibaby hab ich schon gelesen, anscheinend gibt es da einen Zusammenhang. Wie schaut es mit Übergewicht, ADHS, Depressionen u.Ä. aus?

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