Muss jetzt mal raus …

Missi, Montag, 12. Dezember 2022, 14:33 (vor 48 Tagen)

Hallo ihr Lieben
Ich lese seit 3-4 Wochen ab und zu Beiträge um mit meinem Zustand etwas besser umgehen zu können. Ich habe keine hg, sondern 24/7 Übelkeit, 30 mal täglich Würgen mit 1-3 mal Erbrechen am Tag.
Das ist meine zweite Ss. In der ersten hatte ich auch bis in den 5. Monat Dauerübelkeit und Würgen. Damals wurde mir eingeredet, dass es meine Schuld sei, weil das Kind ungeplant sei und ich es innerlich abstoße, sodass ich deshalb selbst Schuld an meinem Zustand sei. Meine Ärztin schrieb mich damals auch lediglich 2 oder 3 Wochen krank, sodass ich den Rest irgendwie überstehen musste.

Jetzt bin ich zum 2. mal geplant schwanger und mir geht es noch schlechter als damals. Wieder kam mein schlechtes Gewissen hoch, dass ich ja selbst Schuld bin. Aber mein neuer Arzt gab Entwarnung und sagte, dass die Übelkeit nicht unbedingt damit etwas zu tun hat.

Seit der 6. ssw kann ich eigentlich nur noch liegen. Stehen und sitzen verschlimmern meine Übelkeit. Das Schütteln beim Laufen bringt mich zum Würgen.
Ich kann nachts vor lauter Übelkeit kaum schlafen. Ich habe so schlimme Bauchschmerzen und Krämpfe und schlimme Blähungen. Wenn mir übel ist UND ich Hunger habe, ist die Übelkeit am schlimmsten. Dann muss ich sofort Erbrechen. Also esse ich ziemlich kleine Portionen. Meist ungesundes Toast. Softeis oder so. Das Essen darf auf jeden Fall nicht riechen sonst muss ich brechen. Alleine der Geruch in meinem Haus ekelt mich so arg an. Der Geruch der Seife mein Duschen.
Wenn ich die Rotznase meines Sohnes sehe muss ich Erbrechen.
Das Brechen tut auch so weh. Der Magen krampft sich minutenlang so krass zusammen und ich kriege zwischendurch kaum Luft. Meist ist dann schon alles gefühlt verdaut sodass oft Schleim und keine Ahnung was raus kommt. Ich kann mich nur im Waschbecken unter laufendem Wasser übergeben weil mich alles andere so anekeln würde, sodass ich dann gefühlt vor Ekel nicht mehr aufhören würde.
Mein Immunsystem ist so geschwächt sodass ich jetzt Hautpilz habe .. wahrscheinlich auch weil ich mich nur noch einmal die Woche duschen kann…
Ich habe so Angst .. weine total viel. Wie lange muss ich das noch durchstehen ?!
Ich wollte die Zeit noch mit meinem 1. Kind genießen.
Bis Juli noch so durchstehen ?! Oh Gott bitte nicht.
Von einem auf den anderen Tag ist man von einer gesunden Frau zu einem Wrack geworden. Und man ist ja „ nur“ schwanger.
Das ist ja keine Krankheit heißt es. Und ich soll doch die Zeit genießen und mich nicht so gehen lassen. Dann immer die Ratschlage morgens einen Keks im Bett essen ..
oder .. die Zeit geht schneller vorbei als einen lieb ist und dann kommt die anstrengende Zeit nach der Geburt.
Kann das alles nicht mehr hören. Ich bin so sauer auf alles und jeden und so verzweifelt.

Von Arzt habe ich Cariban und Vomex verschrieben bekommen. Damit erbreche ich weniger. In der letzten ss habe ich agyrax genommen. Die haben diesmal aber nicht so gut geholfen.

So jetzt ist es mal raus
Ich bete für alle, dass es ganz schnell besser wird!

Muss jetzt mal raus …

Sonja2, Dienstag, 13. Dezember 2022, 00:10 (vor 47 Tagen) @ Missi

Hallo, liebe Missi,

es tut mir so leid zu lesen, wie schlecht es Dir geht.

Ich lese, dass es Dir schlecht geht. Ich bin keine Ärztin, aber mir sieht das durchaus nach einer HG aus.

Zu Deiner Einordnung: Es gibt einen Fragebogen, der vor allem in der Forschung zur HG eingesetzt wird: der PUQE. In diesem Tool werden die drei Bereiche 1) Übelkeit 2) Erbrechen und 3) Würgen in gleichem Maße gewichtet. Nach der Logik dieses Fragebogens macht es also keinen Unterschied, ob Frauen vor allem Würgen oder vor allem Erbrechen.

- Wenn Dir mehr als 6 Stunden am Tag übel ist (5P),
- wenn Du 7 x und mehr pro Tag würgst (5P)
- und wenn Du 1-2 x pro Tag erbrichst (2P) bzw. 3-4 x pro Tag erbrichst (3P),

so liegt Dein PUQE-Score bei 12 bzw. 13 Punkten.

Der höchste zu erreichende PUQE-Score liegt bei 15 Punkte. Ein PUQE-Wert von 12 bwz. 13 Punkten spricht also durchaus für eine nennenswerte Symptomatik. (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25830549/)

Wenn ich lese, was Du schreibst und wie unglaublich elend es Dir geht, so bezweifle ich, dass Du ausreichend versorgt bist. Warst Du in der ersten Schwangerschaft im Krankenhaus? Trinkst Du ausreichend? Hast Du Gewicht verloren?

Du hast ja eine Menge Strategien, um den Zustand wenigstens ein wenig erträglicher zu machen. Du meidest Erschütterungen, liegst viel ... (kommt mir alles noch sehr bekannt vor). Unter Umständen gehört zu diesen Strategien auch, dass Du wenig isst und womöglich auch wenig trinkst. Das kann dann nicht die Lösung sein. Hast Du mit Deinem Arzt gesprochen, welche weiteren Behandlungsoptionen er sieht? Ob ein Krankenhausaufenthalt hilfreich sein könnte mit Flüssigkeitsinfusionen? Hast Du mal mit Embryotox gesprochen?

Dennoch: Alles, alles Gute zu dieser zweiten Schwangerschaft. Es ist mutig, eine weitere Schwangerschaft zu wagen, nachdem Du in der ersten ja ganz offensichtlich auch schon dieses Elend durchlebt hast. Bei mir war es ebenso: die zweite HG-Schwangerschaft war um ein Vielfaches schlimmer als die Erste. Aber ich hatte in der zweiten die bessere Versorung, auch die bessere medikamentöse Versorgung. Das machte einen großen Unterschied. Ich war nicht mehr so ausgeliefert. Das wünsche ich Dir so!

Alles Liebe, Sonja

Muss jetzt mal raus …

Missi, Dienstag, 13. Dezember 2022, 08:09 (vor 47 Tagen) @ Sonja2

Hallo Sonja

Ich habe die ersten drei Wochen das Trinken verweigert. Mir sind dadurch mittlerweile die Fersen gerissen. Meine Lippen sind komplett blutig eingerissen und ich seh ganz blass und faltig aus.
Beim Essen gehen zumindest trockene Sachen.
Mittlerweile habe ich aber so unheimlich Durst sodass ich zumindest auf 500/600 ml komme.

Ich hätte nie gedacht, dass man so aus dem Leben gerissen werden kann. Seit einem Jahr bin ich wegen leichten Depressionen in Therapie. Der Zustand hat sich sehr verschlechtert. Ich hab jetzt jede Woche Termin.

Ich bin jetzt in der 11. Woche und habe manchmal die Angst dass ich ja bald gar nicht mehr die Option einer Abtreibung habe, denn daran denke ich leider schon oft.
Wie soll man das Kind lieben können wenn man so leidet. Der Verstand weiß, dass das Kind da ja nichts dafür kann aber wenn ich das Ultraschallbildern sehe bin ich total sauer.
Ich weine jeden Tag bestimmt über drei Stunden.

Über ein Krankenhaus wurde noch nicht nachgedacht da ich nicht so viel abgenommen habe vllt ?
Mein Frauenarzt weiß auch dass ich depressiv bin.

Es ist wirklich unerträglich. Ich habe Angst und bin verzweifelt. Dann der Schlafmangel. Keine Kraft. Liebe Grüße an alle

Muss jetzt mal raus …

Sonja2 @, Dienstag, 13. Dezember 2022, 13:20 (vor 47 Tagen) @ Missi

Hallo liebe Missi,

ehrlich: genau so etwas hatte ich befürchtet, als ich Deine Zeilen las. Das ist kein Zustand. Du brauchst Hilfe. Ein halber Liter Flüssigkeit pro Tag ist definitiv zu wenig. Das ist auch nicht gut für das Ungeborene. Ich bin wie gesagt keine Ärztin. Aber ich hatte ein wenig dazu recherchiert, denn ich hatte genau das gleiche Problem, dass ich sofort erbrach, sobald ein Lebensmittel auch nur ansatzweise flüssig war. Trinken war für mich das sicherste Mittel, um aufs Klo zu rennen und meinen Magen einmal komplett bis zur Galle zu entleeren. Das gibt es bei HG. Ich bin hier schon viele, viele Jahre. Ich lese das immer wieder. Als es mich traf, da war die Haltung der Ärzteschaft, dass es das doch gar nicht gäbe. Dann steht man da und sagt: „Doch. Schließlich gibt es mich ja. Und bei mir ist das so.“ Ich bin nicht depressiv, war es auch damals nicht. Dennoch hat mich die HG ereilt. Dass die Depression die Ursache für diesen Zustand sein soll, das halte ich für höchst spekulativ. Es ist aber so, dass Dein Zugang zur Versorgung mit einer solchen Depressions-Diagnose erschwert ist.

Um so wichtiger finde ich, dass Du gut klärst, ob nicht doch für Dich eine über das jetzige Schema hinausgehende Behandlung möglich ist. Flüssigkeit wird Dir möglicherweise gut tun. Ich hatte über Monate täglich Infusionen erhalten: Ein bis zwei Liter pro Tag. Wenn diese wegfielen, dann ging es mir viel schlechter. Mir haben alleine die Flüssigkeitsinfusionen sehr geholfen. Doch muss man da etwas aufpassen, es müssen die Elektrolyte bestimmt werden, es darf keine Glukose gegeben werden ohne gleichzeitig Thiamin (ein B-Vitamin) zu geben. Insofern ist es schon ratsam, die sogenannte Dehydrierung im Krankenhaus durchführen zu lassen, damit da keine Fehler passieren. Überlege Dir das. Du brauchst dafür keine Einweisung. Du kannst Dich selber aufnehmen lassen.

Außerdem kannst Du mit Embryotox telefonieren. Denn dort sitzen die Mediziner:innen mit viel Verständnis für die Dramatik und das Elend der HG.

Abbruch ohne Ondansetron-Versuch finde ich persönlich immer sehr schmerzhaft.

Für mich hat Ondansetron alles verändert. Mich hatte die erste HG-Schwangerschaft fast umgebracht. Meine mich betreuenden Ärzte rieten mir von einer weiteren Schwangerschaft ab, wenn es nicht möglich wäre, den HG-Zustand mittels Medikamente nennenswert zu lindern. Ich bin in die Schwangerschaft gestartet mit der dezidierten Aussage einer meiner Fachärzte, dass eine erneute Schwangerschaft ohne Ondansetron-Versuch von seiner Seite aus nicht zu verantworten wäre. Ohne hätte ich abbrechen müssen, weil die Risiken zu hoch gewesen wären. Mit habe ich nun ein ganz wunderbares Kind, für das ich unendlich dankbar bin. Insofern weiß ich darum, welchen enormen Unterschied eine gute Behandlung macht.

Ob das auch bei Dir angezeigt wäre, das kann ich nicht ermessen. Aber kläre das doch, ob es nicht doch für Dich andere und besser Behandlung geben kann.

HG ist ein fürchterlicher Zustand. Natürlich bist Du mit Deinen psychischen Kräften am Ende. Du brauchst Hilfe - und zwar nicht nur durch einen Psychologen.

Alles Liebe und viel, viel Kraft, Sonja

Muss jetzt mal raus …

Sonja2, Dienstag, 13. Dezember 2022, 14:47 (vor 47 Tagen) @ Sonja2

*die sogenannte REhydrierung im Krankenhaus
nicht:
die sogenannte Dehydrierung im Krankenhaus
SORRY

Muss jetzt mal raus …

Missi, Samstag, 17. Dezember 2022, 12:11 (vor 43 Tagen) @ Sonja2

Die letzten Tage waren leider wieder höllisch .. ich habe Fieber und schlimmen Husten, der dann in Erbrechen übergeht. Gestern saß ich verzweifelt damit beim Hausarzt, der sich nicht zu helfen wusste, weil Medikamente in der Schwangerschaft ja irgendwie alle verboten zu sein scheinen. Mittags rief mich die Praxis nochmal an und verschrieben mir Kodein. Bisher hat es noch nicht wirklich geholfen und ich frage mich was ich alles noch ertragen muss?
Momentan kriege ich ein wenig Apfelschorle runter, aber ich habe so extreme Kopfschmerzen von dem Mangel an Flüssigkeit. Ich bin nicht mehr ich. Ich bin ein Schatten. Ein Monster.
Jede Freude ist aus mir gewichen.
Wenn ich meine Heulattacken habe, schaue ich manchmal Videos von meinem Sohn. Als er ein Baby war. Damit ich weiß wofür ich das alles tue ..
wünsche allen weiterhin viel Kraft und ein wenig Freude am Fest der Liebe .. ich denke Braten und co wird es wohl bei keinem geben..

Muss jetzt mal raus …

Sonja2 @, Samstag, 17. Dezember 2022, 12:18 (vor 43 Tagen) @ Missi

Hallo liebe Missi,

ich hatte so gehofft, dass Du inzwischen im Krankenhaus behandelt wirst. Wieviel hast Du heute getrunken? Wieviel hast Du heute gepinkelt? Welche Farbe hat das?

Liebe Grüße,
Sonja

Muss jetzt mal raus …

Sonja2 @, Samstag, 17. Dezember 2022, 23:42 (vor 42 Tagen) @ Missi

Hallo, liebe Missi,

hast Du den Tag rumgebracht? Es tut mir so leid, dass nun auch noch dieser Infekt und das Fieber dazukam. Hat Dein Hausarzt Blut abgenommen? Habt Ihr über Infusionen gesprochen, wenn Du ohnehin schon ausgetrocknet auch noch Fieber hast oder hattest? Ich bin wirklich überzeugt davon, dass es Dir besser gehen würde, wenn Dein Flüssigkeitshaushalt wieder ausgeglichener wäre. So jedenfalls war es bei mir. Dieser Zustand des Ausgetrocknetseins hat die Übelkeit sehr verstärkt.

Pass gut auf Dich auf! Lass Dich umsorgen, lass Dich halten und trösten. Du bist so unglaublich tapfer. In ein paar Wochen wirst Du froh sein, dass Du diese Hölle durchgestanden hast.

Fühle Dich lieb gegrüßt,
Sonja

Muss jetzt mal raus …

Missi, Sonntag, 18. Dezember 2022, 10:36 (vor 42 Tagen) @ Sonja2

Liebe Sonja
Also ich muss vllt 1-2 mal am Tag Pipi. Es ist dunkel orange.
Mittlerweile schaffe ich immer noch 500/600 ml. Das ist wirklich schon viel für mich.
Heute hatte ich so extrem Durst und habe ein Päckchen Kakao von meinem Sohn getrunken. In einem Zug. Jetzt ist mir natürlich spei übel.
Mein Hals wird durch das Erbrechen der Galle auch nicht besser. Ich habe jede Woche einen Termin beim Frauenarzt und werde mal fragen ob er mir ambulant Infusionen geben kann.

Die wenigen Krankenhauserfahrungen die ich habe, sind allesamt katastrophal.
Ich muss noch irgendwie durchhalten. Klingt total abgedreht, aber ich bete jeden Tag zu Gott, dass es aufhört.

Muss jetzt mal raus …

Sonja2 @, Sonntag, 18. Dezember 2022, 12:13 (vor 42 Tagen) @ Missi

Hallo, liebe Missi,

es braucht Überwindung, ins Krankenhaus zu gehen. Ich hatte es lange hinausgezögert und das ohne schlechte Erfahrung im Vorfeld. Mit schlechter Erfahrung ist es ein noch schwieriger Schritt. Aber ich erinnere mich gut, wie ich auf der gynäkologischen Station der Klinik anrief, fragte, ab wann ich denn kommen solle und wie sie mir helfen könnten. Die Hebamme hat mir sehr ins Gewissen geredet, dass ich mich unverzüglich auf den Weg machen solle. Doch ich ließ mir Zeit, hoffte, es ginge auch ohne und schlug schließlich kurz vor ihrem Schichtwechsel auf. Das war, nachdem meine Mutter realisierte, dass es eben doch nicht ging und mich ins Auto packte. Kurz zuvor hatten ein paar Schlucke aus einem Glas Wasser schon wieder eine Spuckorgie ausgelöst. Die Hebmme war sehr erleichtert, mich zu sehen. Sie hatte so gehofft, dass ich erscheine, hatte sich Sorgen gemacht, dass ich nicht kommen würde, hatte gesagt, sie habe sich selber schon Vorwürfe gemacht, dass Sie mir die Dringlichkeit nicht nachdrücklich genug aufgezeigt haben könnte. Dann hielt sie mir den Pipi-Becher unter die Nase mit dem dunkelgelben Bodensatz an dem, was meine Blase noch hergab und sagte: „Sehen Sie selber: Es war höchste Zeit!“

Was bräuchtest Du, um Dich zu überwinden? Du hattest Fieber, Du hast deshalb zusätzlich Flüssigkeit verloren gehabt. Außerdem nehmen wir Flüssigkeit nicht nur über das Trinken auf. Eine nennenswerte Menge der täglichem Flüssigkeitszufuhr findet über die Nahrung statt. Jetzt isst Du wenig und darüber hinaus auch vorzugsweise Dinge, die von Natur aus trocken sind, wenn ich das richtig verstanden habe. Dir fehlt also wirklich Flüssigkeitszufuhr. Die Austrocknung aber ist auch für das Ungeborene nicht gut. Es gibt Forschung an Mäusen, bei denen die Austrocknung des Muttertiers sich negativ auf das Blutdrucksystem des Nachwuchs auswirkt. Ich schreibe das ungerne, aber vielleicht ist das ein Grund, weshalb Du über Deinen Schatten springen könntest. Ich weiß wirklich, wie schwer das ist. Aber Du tust das für Dich und für Dein Kind!

Die nehmen Dir Blut ab, bestimmen die Elektrolyte, damit sie die richtigen Infusionen anhängen können und morgen kannst Du Dich, wenn Du willst, auch schon wieder entlassen lassen. Dein Frauenarzt bekommt bei Kassenpatientinnen den Aufwand der Infusion nicht erstattet, genauso wenig der Hausarzt. Der Hausarzt aber bekommt im Rahmen der Pauschale für jeden Patienten durchschnittlich eine gewisse Anzahl an Infusionen erstattet, egal, ob der Patient diese benötigt oder nicht. Er könnte Dir also auch, zumal im Rahmen eines Infekts, eine Infusion geben. Doch wie gesagt: eigentlich benötigt er dazu Laborwerte und diese können im Krankenhaus einfach rascher gemacht werden. Angesichts Deines schon recht entgleisten Zustands benötigst Du ein solides Vorgehen. Das hast Du in der Klinik.

Bitte überwinde Dich. Ich fühle mich gerade wie damals die Hebamme bei mir: Ich mache mir Sorgen und hoffe, dass Du Dir rasch Hilfe holst.

Liebe Grüße,
Sonja

Muss jetzt mal raus …

Sonja2, Dienstag, 20. Dezember 2022, 13:35 (vor 40 Tagen) @ Missi

Wie geht es Dir?
Wie hast Du das Wochenende überstanden?
Ich wünsche Dir viel Kraft!
Sonja

Muss jetzt mal raus …

Angela, Dienstag, 20. Dezember 2022, 19:40 (vor 39 Tagen) @ Missi

Liebe Missi,
das was Du beschreibst, hört sich nach starkem Leidensdruck an unabhängig davon, ob Du nun in eine bestimmte HG Definition fällst.
Ich bin in meiner zweiten Schwangerschaft (inzwischen letztes Drittel) und Übelkeit/Erbrechen sind/waren diesmal wesentlich schlimmer als in der ersten. Damals kam ich mit Vomex gut über die Runden, das half diesmal kaum. Mit Cariban in Höchstdosis ging’s dann einigermaßen mit nur noch 1-2 mal Erbrechen pro Tag.
Was mir diesmal ergänzend sehr geholfen hat, ist Vitamin B6, so dass ich insgesamt (mit der Dosis in Cariban) auf ca. 80 mg/Tag komme.
In der ersten Schwangerschaft hab ich das belächelt, weil ich nur Nausema versucht hab und das nichts geholfen hat. Damals wusste ich noch nicht, dass die Dosis zu gering war.
Ganz beschwerdefrei war ich auch diesmal dadurch nicht, aber eine Verbesserung war durchaus zu spüren.
Was außerdem weg ging, seit ich Vit B 6 nahm, war ein juckender Hautausschlag an den Schienbeinen, den ich immer auf zu trockene Haut geschoben hatte.
Ich schreibe das,, weil Du von trockener Haut und einem Hautpilz geschrieben hast sowie von Depressionen. Diese Symptome könnten (müssen natürlich nicht) auch auf einen Mangel an Vit B6 zurückzuführen sein.
Vielleicht magst Du es ja mal ausprobieren.
Wie auch immer: ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass es Dir bald besser geht!
Liebe Grüße
Angela

Muss jetzt mal raus …

Sonja2, Dienstag, 20. Dezember 2022, 21:51 (vor 39 Tagen) @ Angela

Hallo, liebe Angela,

auch Dir herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft. Du bist im 3. Trimester? Wie schön! Und gut, dass Du für Dich etwas gefunden hast, was Dir half.

Dennoch – und auch auf die Gefahr hin, hier die Spielverderberin zu sein – melde ich mich jetzt bezüglich des B6 zu Wort. Ich habe ein wenig nachgedacht über die Empfehlung von 80 mg Pyridoxin (Vitamin B6) pro Tag.

Der Reihe nach:

Die Empfehlung für die tägliche Aufnahme von Vitamin B6
laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE)
- Schwangere im ersten Trimester: 1,5 mg
- Schwangere im zweiten und dritten Trimester: 1,8 mg.
(Quelle)

Das NIH (National Institutes of Health) empfiehlt Schwangeren ein Tagesdosis von 1,9 mg / Tag. (Quelle)

Jetzt gehört das Vitamin B6 zu den wasserlöslichen Vitaminen. Es gibt so eine Faustregel, dass wasserlösliche Vitamine sich nicht – zumindest nicht in dem gleichen Maße – im Körper anreichern, wie fettlösliche Vitamine. Das bedeutet aber nicht, dass man wasserlösliche Vitamine nicht trotzdem überdosieren könnte. Vom Vitamin B6 ist bekannt, dass es in sehr hohen Dosen toxisch wird und Ausfälle neurologischer Art nach sich ziehen kann.

=> Deswegen hat man sich Gedanken darüber gemacht, bis zu welcher Dosierung die tägliche Einnahme zuverlässig als sicher gelten kann.

Für Erwachsene wurde von der EFSA (European Food Safety Authority) der Tolerable Upper Intake Levels für Vitamin B6 auf 25 mg/Tag festgelegt. Für Schwangere liegt dieser Wert ebenfalls bei 25 mg/Tag. (Quelle)

Auch in dem etwas älteren Artikel der Pharmazeutischen Zeitung (2005) fand man folgende Orientierung:

Pyridoxin als Supplement

Dosierung:

Der tägliche Bedarf an Vitamin B6 wird bei Erwachsenen mit circa 2 mg pro Tag angegeben. Im Rahmen der Nahrungsergänzung sollten nicht mehr als 25 mg Pyridoxin pro Tag aufgenommen werden.

In der Selbstmedikation bei gesicherten oder möglicherweise sinnvollen Indikationen sollten nicht mehr als 100 mg Vitamin B6 pro Tag eingenommen werden.

Die langfristige Einnahme sehr hoher Dosen von Vitamin B6 (> 100 bis 500 mg pro Tag) kann schwere Neuropathien verursachen.
Quelle

Etwas aktueller ist hingegen die Seite der NIH, welche 2022 aktualisiert wurde und auf der es darum geht, ab welchen Dosen man mit neurologischen Auswirkungen einer sehr, sehr hohen Vitamin B6-Aufnahme rechnen muss. Die Seite ist auf Englisch, ich verlinke sie dennoch: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK554500/

Es ist durchaus Praxis, Vitamin B6 auch in höherer Dosierung bei HG einzusetzen. Ob da etwas bringt oder nicht, dazu ist die Datenlage uneinheitlich. Angela hat es offensichtlich etwas gebracht. Bei der Cariban®-Therapie wird das Pyridoxin (Vitamin B6) ja auch als eine der beiden Wirkstoffe genutzt – und das schon seit Jahrzehnten, denn Cariban® für den deutschen Markt ist zwar relativ neu, doch in Kanada wird genau diese Wirkstoffkombination bereits sehr, sehr lange angewandt. Bei der täglichen Cariban®-Höchstdosis von vier Kapseln pro Tag ist man dann ja auch bei 40 mg Pyridoxin (Vitamin B6) pro Tag. Oder auch das von Dir genannte Nausema enthält pro Tagesportion 21 mg Vitamin B6. Aber das ist dann eben Therapie.

FAZIT: Ich - in meiner bescheidenen Sicht - würde die Einnahme von Vitamin B6 Präparaten, wenn diese den Tolerable Upper Intake Level überschreiten, als medizinische Intervention begreifen und diese mit den behandelnden Ärzten besprechen.

Euch alles Gute!
Sonja

Muss jetzt mal raus …

Missi, Dienstag, 20. Dezember 2022, 22:25 (vor 39 Tagen) @ Sonja2

Liebe Sonja und Angela

Ich habe beim Hausarzt Infusionen erhalten, denn mein Frauenarzt bietet das gar nicht an.
2 / 3 Stunden hab ich mich besser gefühlt.
Leider leide ich aber extrem unter Übelkeit, die ich teilweise als belastender empfinde als das Erbrechen.
Auch die Geruchsempfindlichkeit und das Würgen haben sich nicht gebessert.
Momentan erbreche ich auch täglich mehrfach trotz der herbeigesehnten „12.“ Woche.

Leider habe ich auf dem Weg zum Arzt hin den kompletten Bürgersteig vollgekotzt. Momentan habe ich auch zusätzlich so Saures aufstoßen und dann muss ich manchmal direkt brechen. Ist das Sodbrennen ?

Kann mich leider schon seit dem es mir so schlecht geht (seit der 6. ss) nicht mal mehr dazu bewegen Folsäure einzunehmen.
Cariban setze ich auch ab und versuche es nochmal mit Agyrax.

Nausema müsste ich auch noch haben. Vllt versuche ist es mal damit um Vitamin b einzunehmen ?
Mein Hausarzt vermutet, dass ich Schuppenflechte haben könnte ..
das muss ich dann auch mal im Januar abklären.
Ich würde euch gerne besseres berichten, aber ich fühle mich gefangen in einem Alptraum und ich habe absolut null Ressourcen mich irgendwie positiv zu stimmen.

Tut mir leid, dass ich mich hier so viel ausheule, aber ich habe keinen sozialen Kontakte mehr, da ich fast 24/7 im Bett liege. Alles stinkt so arg für mich deshalb verlasse ich mein Zimmer kaum.
Danke für eure Worte

Muss jetzt mal raus …

Missi, Donnerstag, 29. Dezember 2022, 21:04 (vor 30 Tagen) @ Missi

Ich schreibe mir heute mal wieder meinen Frust von der Seele. Hab die Schallmauer durchbrochen und bin nun in der 13. Woche. Mir geht es nach wie vor furchtbar. Ich habe jeden Tag Erbrechen. Meine Magenschmerzen werden immer schlimmer. Mittlerweile hat mein Hausarzt die Vermutung, dass ich durch das Galle Erbrechen eine Entzündung in Galle oder Darm habe. Nicht so schlimm, dass ich ins Krankenhaus müsste .. aber mir tut rechts der Bauch so arg weh. Mit Essen. Ohne Essen. Mein Oberbauch ist geschwollen.

Was denn noch alles ?!
Kommende Woche habe ich nochmal einen Arzttermin. Ich bin so oft bei Ärzten und werde immer schwächer und null gesund.
Ich will nicht mehr. Soll ich das noch 27 Wochen aushalten ??! Das darf doch alles nicht wahr sein

Muss jetzt mal raus …

Missi, Freitag, 30. Dezember 2022, 14:21 (vor 30 Tagen) @ Missi

Ich melde mich aus dem Krankenhaus. Heute morgen war ich zur Infusion beim Hausarzt, aber nachdem ich da etliche Schälchen mit Säure und Galle vollgekotzt habe, hat er mich ins Krankenhaus überwiesen.
Im Urin waren Ketone und ich bleibe nun 2 Tage hier. Liege am Tropf (Vomex). Mir ist speiübel. Meine Augen sind knallrot von Erbrechen und ich habe so krasse Kopfschmerzen von dem Druck beim Erbrechen.

Hoffentlich ist es bald vorbei. Ich kann einfach nicht mehr.
Mein Sohn mag mich auch schon nicht mehr. Der sagte, dass ich arbeiten gehen soll und Papa soll zu Hause sein. Ich soll zum Brechen rausgehen. Das klappt auch auf Arbeit.

Kennt das jemand, dass die Übelkeit bei leerem knurrigen Magen ganz schlimm ist ? Nur mittlerweile behalte ich nicht mal mehr Wasser bei mir.

Muss jetzt mal raus …

Sonja2 @, Samstag, 31. Dezember 2022, 00:08 (vor 29 Tagen) @ Missi

Hallo, liebe Missi,

habe das gerade hier gelesen. Was soll ich sagen? Ich bin erleichtert, dass Du endlich im Krankenhaus bist.

Du fragst nach der Übelkeit bei knurrendem Magen. Ja, das kenne ich. Meine zweite Schwangerschaft hatte ich ja mit Ondansetron durchgestanden. In der 8. SSW hatte ich es mal einen Tag lang nicht verfügbar. Ich spuckte im Viertelstundentakt. Zwischendurch lutschte ich an Traubenzucker, weil ich so unendlich Hunger hatte.

Außerdem erinnere ich mich an eine Ärztin, die davon berichtete, wie sie Glukokortikoide gegen die HG bekam. Bei ihr hatten alle Medikamente der ersten und zweiten Wahl nicht geholfen. Sie berichtete, wie sie daraufhin so großen Hunger bekam und gleichzeitig immer noch das Meiste erbrach. Sie fand ebenfalls die Kombi aus Hunger (der unter speziell dieser Medikation gesteigert sein kann) und der massiven Übelkeit sehr belastend.

Es tut mir so leid für Dich. Ich lese, wie Deine Kräfte zu Neige gehen. Pass gut auf Dich auf! Vielleicht kann im Krankenhaus jemand kommen, eine Seelsorgerin, eine Psychologin, die Dir Mut machen kann. So Du überhaupt in der Lage bist, zu reden.

Dass Dein Sohn wünscht, Du mögest zum Brechen hinausgehen, das wirkt auf mich wie der Wunsch, dass die Mama, die mit ihm im Raum ist, die „alte Mama“ ist. Es ist schlimm für Kinder, die Mama so desolat zu erleben und wirkt auf sie manchmal auch wirklich bedrohlich. Es gibt ein Kinderbuch zur HG: https://www.hyperemesis.org/recommended-books/mama-has-hyperemesis-gravidarum-but-only-... Vielleicht wäre das etwas, anhand dessen Dein Mann Eurem Sohn erklären kann, was gerade los ist und ihm aufzeigen kann, dass es auch wieder vergeht.

Lass Dich gut umsorgen! Ich drücke Dir alle Daumen, dass die Infusionen und die Medikamente anschlagen und es Dir rasch besser gehen wird.

Alles Liebe, Sonja

Muss jetzt mal raus …

Missi, Sonntag, 01. Januar 2023, 18:29 (vor 27 Tagen) @ Sonja2

Hallo Sonja und alle die das lesen
Ich bin ein anderer Mensch und kann wie Sonja sagte nur dazu anraten Hilfe im Krankenhaus zu suchen.
Bei mir haben die Vomex Infusionen und Pantropazol Infusionen super geholfen und ich hoffe, dass das schlimmste jetzt vorbei ist.
Gegen meine Blähungen habe ich Espumisan bekommen.
Ich habe mich hier total verstanden gefühlt. Alle waren so toll und nett.
Also falls jemand in NRW ist und Hilfe braucht, das St. Josef Krankenhaus in Moers ist eine Wohltat.

Jetzt hoffe ich, dass es bergauf geht wenn ich ab morgen wieder daheim bin.

Muss jetzt mal raus …

Sonja2 @, Sonntag, 01. Januar 2023, 22:40 (vor 27 Tagen) @ Missi

Hallo, liebe Missi,

ich bin so froh, dass Dir offensichtlich sehr gut geholfen wird gerade im Krankenhaus. Ich schließe mich Deinem Rat an Andere zu 100 % an: Geht in die Klinik! Wartet nicht zu lange! Auch ich hatte in der ersten HG-Schwangerschaft zu lange gezögert. Das ist eine unnötige Qual.

Du hattest ja früher geschrieben, dass Du mit Krankenhäusern keine guten Erinnerungen verbindest. Um so mehr freut es mich für Dich, dass Du Dich nun so gut umsorgt fühlst!

Eines möchte ich Dir noch mitgeben für die Entlassung und die Tage danach: Du hast geschrieben, dass es Dir ja schon die ganzen letzten Wochen und in letzter Zeit nochmals verstärkt schwerfiel, Flüssiges bei Dir zu behalten. Jetzt hast Du ja Vomex© als Infusion erhalten. Ich gehe davon aus, dass Du dabei nicht nur ein kleines Fläschchen Flüssigkeit angehängt bekommen hast, sondern eher die ein-Liter-Infusionsflasche. Du hast also nicht nur Medikamente über die Vene erhalten, sondern vor allem auch Flüssigkeit.

Mir selber ging es so, dass mir vor allem die Flüssigkeit half. In der ersten Schwangerschaft erhielt ich neben einem ambulanten MCP-Versuch ausschließlich Vomex©. Einen Magensäureblocker (wie das Pantoprazol), hatte mir auch sehr geholfen, doch hatte ich diesen erst in der zweiten HG-Schwangerschaft erhalten. In der ersten HG-Schwangerschaft wurde ich - wie gesagt - im Krankenhaus ausschließlich mit Vomex© versorgt und das sehr lange. Irgendwann wurde dann versuchsweise das Vomex© weggelassen und man hat die Infusionen „leer“ laufen lassen. Alleine die tägliche Flüssigkeitszufuhr von einem bis zwei Litern machte für mich den Unterschied. Das Vomex© war es gar nicht, was mir half. Mir half die Flüssigkeit. Ob der Infusion noch das Vomex© hinzugefügt wurde oder nicht, das machte in meinem Fall keinen Unterschied.

Jetzt könnte es sein, dass es bei Dir vergleichbar sein wird und Du vor allem von der Flüssigkeit profizierst. Insofern ist es gut, wenn Dein Hausarzt Dich weiterhin mit Infusionen versorgen kann, so die Flüssigkeitsaufnahme erneut zum Problem werden sollte und so sich zeigt, dass Dir das hilft. Ich finde es wichtig, dass sicherstellt ist, dass Du nicht erneut so austrocknest, wie das in den letzten Wochen geschehen war.

Vielleicht kannst Du vor Deiner Entlassung besprechen, was Du in dem Fall, dass die Flüssigkeitsaufnahme erneut ein Problem werden könnte, tun kannst. Du könntest zum Beispiel erneut aufgenommen werden. Oder vielleicht gibt es für Dich weitere medikamentöse Optionen, die in diesem Fall dann indiziert wären.

Eine Möglichkeit ist natürlich auch, dass Du das einfach auf Dich zukommen lässt. Sollte sich zeigen, dass es sich ambulant wieder verschlechtert, dann wirst Du eben entweder erneut stationär aufgenommen oder Ihr besprecht ambulant mit Hausarzt und Gyn und eventuell Embryotox das weitere Vorgehen.

Ich drücke Dir wirklich die Daumen, dass die Besserung hält!

Dennoch erwähne ich das jetzt. Denn ich habe hier in den letzten 10 Jahren viel zu oft gelesen, wie Betroffene zu Hause feststellen, dass die Medikamente aus dem Krankenhaus nicht mehr halfen und erst nach und nach realisierten, dass es gar nicht daran lag, dass sie das Vomex© nun oral einnahmen, sondern daran, dass ihnen die Flüssigkeit fehlte, die gemeinsam mit dem Vomex© gegeben wurde. Wenn das nun auch bei Dir so sein sollte, dann wäre es gut, wenn Du nicht zu tief abstürzt, bevor Du wieder aufgefangen wirst, sondern Ihr gleich eine Strategie habt, dem zügig zu begegnen.

Wie gesagt: Ich hoffe mit Dir, dass es ab jetzt bergauf geht und Du das Schlimmste hinter Dir hast. Das wünsche ich Dir sehr!!!

Liebe Grüße,
Sonja

Muss jetzt mal raus …

Missi, Freitag, 06. Januar 2023, 12:39 (vor 23 Tagen) @ Sonja2

Hallo liebe Sonja
Ich seit gestern daheim. Im Krankenhaus war wie eine Wunderkur. Der Ekel war fast weg und ich musste nur wenige mal würgen. Nun bin ich zu Hause und habe heute morgen wieder ewig wach gelegen vor Übelkeit und auch direkt meinen Vomex Saft und Tee erbrochen.
Danach habe ich nochmal den Sagt genommen und habe über 4!!! Stunden gepennt. Noch kann ich trinken. Essen war erst am Ende ein großes Problem.
Jetzt ist es so, dass dieser Ekel wieder zurück kommt. Ich habe so Angst vor dieser Isolation wieder.
Mein Hausarzt hatte mir noch Zofran aufgeschrieben. Mein Frauenarzt sagte das ich das auf keinen Fall nehmen sollte als Schwangere.
Was sagt ihr ? Bin 14. Woche und hoffe so langsam auch auf die Zeit und es hat sich absolut gebessert.
Ich will aber einfach beschwerdefrei sein. Das wäre so ein Traum.

Ich muss mittlerweile jeden Tag ASS nehmen und Blutdrucksenker. Das ist so ein Albtraum.

Muss jetzt mal raus …

Sonja2 @, Samstag, 07. Januar 2023, 23:47 (vor 21 Tagen) @ Missi

Hallo, liebe Missi,

das klingt doch recht vielversprechend! Ich hoffe, dass es nun, zwei Tage später, immernoch so ist, dass der größte Spuk vorbei ist!!!

Was das Ondansetron (Zofran©) anbelangt: Es ist nicht so, dass „wir“ etwas raten können, denn wir sind ja hier nur einzelne Betroffene mit unterschiedlichem Erfahrungshintergrund. Ich selber hatte Ondansetron genommen, Chrissi beispielsweise nicht. Jede von uns hat hier ihre ganz persönliche und private Meinung dazu und jede von uns ist nur Laie, die sich halt die eine oder andere Information zusammengetragen hat. Ich kann Dir sagen, was ich machen würde an Deiner Stelle:

1) Telefoniere mit Embroyotox, denn die können am besten beurteilen, wie das Risiko einzuschätzen ist. Link zum Beratungsangebot inklusive Telefonnummer: https://www.embryotox.de/beratung/

2) Auch auf der Seite von Embryotox finden sich einige Informationen:
https://www.embryotox.de/arzneimittel/details/ansicht/medikament/ondansetron/
https://www.embryotox.de/das-institut/aktuelles/details/ansicht/news/ondansetron-maerz-...
https://www.akdae.de/fileadmin/user_upload/akdae/Arzneimitteltherapie/AVP/vorab/2020022...

3) Ich selber würde, wäre ich in Deiner Situation, auf jeden Fall mit Embryotox telefonieren – und zwar um auch das ASS zu besprechen.

Soviel diesmal leider nur auf die Schnelle, aber dennoch in Gedanken bei Dir und bei Euch, die Ihr mitlest und gerade dieses Elend durchlebt,

Sonja

Muss jetzt mal raus …

Christina, Montag, 09. Januar 2023, 18:16 (vor 19 Tagen) @ Missi

Liebe Missi,

Ich bin bei Dir.... eine ganz nahe Leidensgenossin in der 12.SW. Es ist einfach nur der pure Horror. Ich kenne den Ekel auch so gut. Gerade bin ich noch im KH, habe auch total Angst, dass ich zu Hause wieder voll abbaue.

Einen ganz lieben Gruß

Christina

Muss jetzt mal raus …

Sonja2 @, Dienstag, 10. Januar 2023, 23:57 (vor 18 Tagen) @ Missi

Liebe Missi,

wie geht es Dir?
Hast Du mit Embryotox sprechen können?

Liebe Grüße,
Sonja

Muss jetzt mal raus …

Missi, Freitag, 13. Januar 2023, 09:04 (vor 16 Tagen) @ Sonja2

Hallo Sonja und Christina

Laut Internet wird glaube ich ab 2019 von zofran „abgeraten“, embryotox konnte das aber nicht bestätigen.
Mir wurde auch noch promethazin verschrieben.
Aber alles kleine Packungen für den Notfall und ich bin gerade einfach satt ständig bei Ärzten anzutanzen.

Momentan beobachte ich bei mir aber, dass vomex „am besten“ hilft.
Ich nehme dreimal täglich den Saft und abends eine pantropazol.
Gestern war mir so schlecht, da bin ich abends ohne Saft und Tablette eingeschlafen. Das war wirklich dumm. Ab drei Uhr morgens lag ich mit Übelkeit wach und hatte dann auch mehrfach Brechattacken mit Galle.
Mein Hals tut so weh und irgendwie trocknet der Pfefferminztee den auch noch so aus. Alleine von dem Gefühl wird mir schlecht.
Aber ich kriege nur den Tee oder Smoothies runter.
Ich esse momentan viel trockene überbackene Käsebrötchen, kombiniert mit null Bewegung habe ich nach der Schwangerschaft Unmengen an Kilos zugenommen.
Ich hatte irgendwann raus, dass trockene Brötchen auch nicht so ekelhaft zu Erbrechen sind wie Nudeln, Käse oder Wurst. Tut mir leid für die Beschreibungen…

Bin jetzt in der 15. Woche angekommen (glaube ich, bisher habe ich keinerlei Verbindung zu der Schwangerschaft geschweige dass ich genau weiß welche Woche mit Tag ich bin).

Natürlich bin ich auch immer noch naiv genug zu hoffen, dass ab der 16. Woche alles wie durch Zauberhand verschwunden ist.
Alles in Allem hat sich mein Zustand stabilisiert, ich weiß mittlerweile was etwas helfen könnte und ich bin auch froh, dass mir etwas hilft.
Das ist jetzt natürlich alles meckern auf hohem Niveau aber ich bin ja seit November nicht mehr arbeiten, sodass mir Zulagen etc. fehlen.
Dazu sind Vomex und Pantropazol und Ass nicht verschreibungspflichtig, sodass ich am Tag um die 4€ an Medikamenten schlucke plus meine Gelüstattacken, die ins Geld gehen.

Was man nicht alles auf sich nimmt in so einer Schwangerschaft. Unglaublich.

Aber natürlich ist alles besser als nur Brechen und wie gelähmt im Bett liegen.

Spätestens im Juli ist das hoffentlich vorbei und ich schließe ein weiteres Kind definitiv aus. Wollte zwar immer drei Kids, aber das möchte ich meinem Körper und Umfeld nie wieder zumuten.

Muss jetzt mal raus …

Missi, Freitag, 20. Januar 2023, 11:45 (vor 9 Tagen) @ Missi

Ich schreibe mir mal wieder meine Wut und meinen Kummer von der Seele. Ich war jetzt ganze 2,5 Tage brechfrei und es war mal 2 Stunden möglich nichts zu essen ohne dass Ekel und Übelkeit kamen.

Heute morgen wurde ich wieder vom Brechen überrascht und der unerträglichen Übelkeit bei leerem Magen und Ekel vor Wasser, Tee und vielem mehr.
Ich bin sauer, traurig und absolut verzweifelt.
ICH WILL NICHT MEHR.

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