Hilfe! Mich nimmt niemand ernst
Hallo ihr Lieben,
Aktuell befinde ich mich wegen unerträglicher Übelkeit und mehr als 20x Erbrechen täglich in stationärer Behandlung mit Infusionen. So wirklich helfen tut das alles aber nicht, ich muss mich trotzdem 2-4 mal täglich oder eher Nachts heftig übergeben, da ich aber schon seit Tagen nichts drin behalten konnte ist es auch eher ein würgen ins und aus dem Nichts. Heute ist mein dritter Tag im stationärer Behandlung und vor lauter Verzweiflung weiß ich gar nicht mehr wohin mit mir. Ich bin ungeplant Schwanger in der 7. Woche und obwohl es nicht geplant war heißt es nicht, dass es nicht gewollt ist. Ich habe zu Hause tolle Unterstützung aber medizinisch fühle ich mich so im stich gelassen. Ich wurde zwei mal weggeschickt mit der Begründung, man könne mir nichts geben ich sei schwanger und nicht krank. Da stand ich allerdings schon kurz vor der Dehydrierung und nach dem mein Partner richtig Terz gemacht hat wurde ich dann doch noch untersucht und aufgenommen. Keine Ahnung ob ich die letzten Tage sonst überlebt hätte. Das klingt sehr dramatish, fühlt sich aber einfach so an.
Bei der gestrigen Visite mit einem männlichen Arzt, der mir erzählt hat ich solle Ingwer kauen und wenige kleine Schlucke trinken, ist mir fast die Hutschnur geplatzt.
Ich bin hier um medizinisch versorgt zu werden und nicht um Hausmittel empfohlen zu bekommen (die ich allesamt schon probiert habe) desweiteren unterstellte er mir, dass ich hormonell einfach durcheinander sei und das ganze sehr wahrscheinlich psychosomatisch ist. Ich fühl mich dadurch richtig entwertet und als ob ich mich „anstelle“ ich weiß aber dass das sehr real ist und ich kann nicht mehr. Ich halte das einfach nicht mehr aus und vermisse mich. Gefühlt ist nur noch eine leere Hülle meiner selbst übrig, alles andere hab ich ausgekotzt.
Ich habe so große Angst dass es im laufe der Schwangerschaft, und ich bin ja noch ganz am Anfang, noch schlimmer wird und ich wieder nicht ernst genommen werde und das macht am meisten was mit mir. Sich ständig erklären zu müssen, dass es eben nicht nur ein bisschen Übelkeit ist und dass Ingwer da auch einfach nicht hilft.
Deshalb denke ich jetzt doch über einen Abbruch nach.
Ich kann einfach nicht mehr und fühle mich medizinisch allein gelassen und belächelt. Ich will nur noch dass es aufhört und nach Hause.
Ich fühle mich wegen diesem Gedanken auch irgendwie schlecht, aber genauso erleichtert mich der Gedanke auch. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.